02. September 2019 / 16:39 Uhr

Trotz eingestellter Ermittlungen gegen Bakery Jatta: Protest des 1. FC Nürnberg gegen HSV-Pleite wird vor DFB verhandelt

Trotz eingestellter Ermittlungen gegen Bakery Jatta: Protest des 1. FC Nürnberg gegen HSV-Pleite wird vor DFB verhandelt

Andreas Hardt
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sollte der 1. FC Nürnberg seinen Einspruch nicht zurückziehen, wird der Fall Bakery Jatta am Montag vor dem DFB verhandelt
Sollte der 1. FC Nürnberg seinen Einspruch nicht zurückziehen, wird der Fall Bakery Jatta am Montag vor dem DFB verhandelt © imago images/Michael Schwarz/Jan Huebner
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Auch nach den eingestellten Ermittlungen des Hamburger Bezirksamtes im Fall Bakery Jatta, bleibt das Sportgerichtsverfahren am kommenden Montag angesetzt. DFB-Richter Hans E. Lorenz erklärt den Hintergrund.

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Das Bezirksamt Hamburg-Mitte hat die Ermittlungen gegen HSV-Profi Bakery Jatta eingestellt - das erste Sportgerichtsverfahren nach dem Einspruch des 1. FC Nürnberg bleibt jedoch zunächst weiter für kommenden Montag in Frankfurt angesetzt. Die Nürnberger hatten gegen die Wertung der 0:4-Niederlage am zweiten Spieltag der 2. Liga gegen den Hamburger SV mit Verweis auf den Einsatz Jattas Protest eingelegt. „Der Termin wird nur hinfällig, wenn der 1. FC Nürnberg seinen Einspruch zurückziehen würde“, sagte der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts Hans E. Lorenz zum SPORTBUZZER. Das ist zunächst nicht geschehen. In Nürnberg wird offenbar ausgiebig über das weitere Vorgehen beraten, eine Stellungnahme blieb bis zum Nachmittag aus.

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Der 1. FC Nürnberg, der VfL Bochum und der Karlsruher SC hatten gegen die Wertung ihrer Spiele gegen den HSV protestiert. Da der Nürnberger Einspruch als Erster eingereicht wurde, haben die Franken bereits einen Termin zur Anhörung. Hannover 96, am Sonntag 0:3-Verlierer in Hamburg, teilte nach der Entscheidung des Bezirksamtes mit, nicht gegen die Spielwertung zu protestieren: „Identität und Herkunft spielen auf dem Rasen glücklicherweise keine Rolle“, hieß es von Seiten des Klubs in einer Stellungnahme.

HSV-Trainer Hecking: "Haben die richtigen Argumente"

Der Club hat für die Beweisaufnahme angeblich einen Trainer benannt, der Jatta unter dem Namen Bakary Daffeh kennt und außerdem einen Forensiker, der anhand von Fotos erklären soll, dass beide die gleiche Person seien. Ob das stärkere Argumente sind, als die behördliche Feststellung, weiß man nicht. „Das ist ein ganz wichtiger Schritt, wo wir auch Richtung DFL und DFB die richtigen Argumente haben“, sagte HSV-Trainer Dieter Hecking. Fügte aber an: „Ich bin kein Jurist.“

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An Jattas Identität waren Zweifel aufgekommen, nachdem Sport Bild berichtet hatte, der Angreifer, der als Flüchtling aus Gambia nach Deutschland kam, könnte in Wirklichkeit Bakary Daffeh heißen und älter als eigentlich angegeben sein. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte stellte nun fest: „Aus den Unterlagen gehen keine belastbaren Anhaltspunkte hervor, die ausländerrechtliche Maßnahmen begründen würden.“

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