14. Mai 2019 / 14:55 Uhr

Klubchef Bernd Hoffmann klagt an: Deshalb ist der HSV seit Jahren in der Krise

Klubchef Bernd Hoffmann klagt an: Deshalb ist der HSV seit Jahren in der Krise

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann will beim Neuaufbau jeden Stein umdrehen. Betrifft das auch die Positionen von Sportvorstand Ralf Becker und Trainer Hannes Wolf?
HSV-Vorstandschef Bernd Hoffmann will beim Neuaufbau "jeden Stein umdrehen". Betrifft das auch die Positionen von Sportvorstand Ralf Becker und Trainer Hannes Wolf? © imago images / Nordphoto
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Nach dem verpassten Wiederaufstieg des Hamburger SV fordert der Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann einen radikalen Neuanfang des HSV, um dem "permanenten sportlichen Krisenmodus" zu entfliehen. Beim Aufbau einer neuen Mannschaft werde "jeder einzelne Stein umgedreht", betonte der 56-Jährige.

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Vorstandschef Bernd Hoffmann hat das peinliche Scheitern des Hamburger SV bei der Mission Wiederaufstieg in die Bundesliga als Systemversagen bezeichnet. „Natürlich hat das mit Einzelpersonen zu tun, doch im Winter hat das Sportsystem begonnen zu kollabieren“, sagte Hoffmann bei einer Medienrunde am Dienstag im Volksparkstadion. Nach der Saison soll nun die Aufarbeitung beginnen, bei der „jeder einzelne Stein umgedreht“ werde.

Das Versagen des viertplatzierten HSV bezeichnete der sichtlich angefasste Klubchef als "überflüssigsten Nichtaufstieg in der Fußballgeschichte", von dem ihm "immer noch schlecht" sei. Über die Zukunft von Trainer Hannes Wolf soll in aller Ruhe, aber zügig entschieden werden. Man werde zunächst mit dem Coach reden und nicht über ihn, bevor man eine Entscheidung über eine mögliche Entlassung des 38-Jährigen fälle.

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Hoffmann: Nicht immer alles auf den Trainer reduzieren

Es klingt nicht so, als hätte ein Trainerwechsel für Hoffmann oberste Priorität. "Wir sind seit Jahren im permanenten sportlichen Krisenmodus, der immer im Austausch einzelner Personen endet. Das macht es kurzfristig besser, aber hat dauerhaft keinen Effekt gehabt", betonte Hoffmann, der von 2003 bis 2011 und erneut seit Mai 2018 als Vorstandschef der Hamburger fungiert und zwischenzeitlich auch als Präsident sowie Aufsichtsratsvorsitzender arbeitete. Er wolle "den Kreislauf irgendwann man durchbrechen, dass wir immer alles auf den Trainer reduzieren".

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Der 56-jährige Vorstandsvorsitzende will beim Neuaufbau des angeschlagenen Ex-Dinos mit harter Hand regieren. "Wir können es uns nicht erlauben, den HSV als Wohlfühloase anzusehen", grollte Hoffmann. "Mit Leitbildern werden wir keine Tore schießen." Jeder einzelne Spieler, Trainer und Funktionär müsse sich die Frage stellen, "ob er bereit ist, den Weg mitzugehen", betonte Hoffmann.

Nach dem Abstieg der Hamburger hatten sich mehrere HSV-Legenden kritisch zu Wort gemeldet - darunter Felix Magath und Uwe Seeler. Während der 82-jährige Seeler sich angesichts der verpassten Bundesliga-Rückkehr tieftraurig zeigte, reagierte Magath angesichts der chaotischen Saison seines Ex-Klubs erschüttert. "Vor Wochen wollte niemand beim HSV kritische Töne hören. Es sind beim HSV viele falsche Entscheidungen getroffen worden", schrieb der 65-Jährige in den sozialen Medien.

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