04. April 2022 / 11:51 Uhr

HSV-Boss Jonas Boldt: Darum halten wir an Trainer Tim Walter und am Konzept fest

HSV-Boss Jonas Boldt: Darum halten wir an Trainer Tim Walter und am Konzept fest

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (rechts) möchte auch in Zukunft auf HSV-Trainer Tim Walter setzen.
HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (rechts) möchte auch in Zukunft auf HSV-Trainer Tim Walter setzen. © IMAGO/Jan Huebner
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Dem Hamburger SV geht beim Einbiegen auf die Zielgerade der 2. Bundesliga einmal mehr die Puste aus. Der Aufstieg ist wohl auch in dieser Saison kein Thema mehr. HSV-Boss Jonas Boldt will dennoch an Trainer Tim Walter und am Konzept festhalten.

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt will trotz des erneut drohenden Scheiterns im Aufstiegskampf der 2. Bundesliga an Trainer Tim Walter festhalten. „Er ist sehr mutig, er hat eine hohe Führungsqualität und er ist bereit, voranzugehen“, sagte Boldt am Sonntagabend in der Sendung "Sportclub" des NDR-Fernsehens über den Coach, der beim Hamburger SV seit Saisonbeginn den Prozess der Entwicklung eines Teams mit Perspektivspielern konsequent umsetzt. Dass es dabei Rückschläge gibt und der aktuelle Tabellensiebte den erhofften Aufstieg erneut verpassen könnte, kalkuliert Boldt ein.

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"Wir haben die jüngste Mannschaft in dieser Liga. Und er stellt die Spieler trotzdem auf, auch wenn sie mal Fehler machen und gibt ihnen Rückendeckung. Das ist wichtig", sagte Boldt, der den Verjüngungsprozess im Team für den richtigen Weg hält. "Vielleicht ist es ein Zeichen, dass wir als einziger Zweitligist mit der Mannschaft und dem Trainer im Pokal-Halbfinale stehen", sagte Boldt über das Duell mit dem SC Freiburg am 19. April im Volksparkstadion.

Teams wie Union Berlin oder der VfL Bochum, die einen ähnlichen Weg wie der HSV gegangen sind und sich als Ex-Zweitligisten mittlerweile im Oberhaus etabliert haben, gelten dem 40-Jährigen als Vorbilder. "Wenn man sich diese Klubs anschaut, dann fällt auf: Da war ein Weg zu erkennen, da ist eine Mannschaft zusammengeblieben, da konnte sich ein Team über einen gewissen Zeitraum entwickeln und verbessern."

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Das sei zwar keine Garantie, könne aber ein Erfolgsmodell sein, auch wenn sportliche Dellen dazugehören, betonte er. "Für mich ist es am Standort Hamburg der einzige Weg, um auf Sicht erfolgreich zu sein. Alles andere funktioniert nicht, das hat uns die Geschichte gelehrt", sagte Boldt: "Wir haben uns entschieden, diesen Weg kompromisslos durchzuziehen. Es ist ein langfristiger Weg mit einem sehr jungen Kader, mit viel Talent und Wille, sich weiterzuentwickeln."

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