21. August 2019 / 18:22 Uhr

Geldregen für den HSV: FIFA verurteilt Santos wegen Cléber zu hoher Strafzahlung

Geldregen für den HSV: FIFA verurteilt Santos wegen Cléber zu hoher Strafzahlung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Cléber Reis war beim HSV ein Flop. Nun bringt er den Hamburgern einen unerwarteten Millionen-Geldregen.
Cléber Reis war beim HSV ein Flop. Nun bringt er den Hamburgern einen unerwarteten Millionen-Geldregen. © Getty
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Der klamme Hamburger SV darf sich über hohe Zusatzeinnahmen freuen. Ein FIFA-Richter verurteilte den FC Santos wegen des Transfers von Cléber Reis zu einer Strafzahlung in Millionenhöhe - die nun an den HSV überwiesen werden muss.

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Der Hamburger SV kann sich kurz vor Ende der Transfer-Periode über unerwartete Einnahmen in Millionenhöhe freuen. Wie das Hamburger Abendblatt am Mittwochabend vermeldete, hat ein Einzelrichter der FIFA ein entsprechendes Urteil im Fall des Transfers von Cléber Reis gefällt. Dem HSV winken insgesamt vier Millionen Euro zusätzlicher und nicht eingeplanter Gelder, die in die Mannschaft gesteckt werden könnten.

Was war passiert? Alles begann im Februar 2017, als der HSV seinen Abwehr-Flop Cléber Reis an den brasilianischen Klub FC Santos verkaufte - für eine festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Diese hat der FC Santos, bei dem die Superstars Pelé und Neymar ausgebildet wurden, allerdings bis heute nicht an den HSV überwiesen. Der damalige HSV-Boss Heribert Bruchhagen hatte deshalb die FIFA angerufen, die dem HSV jetzt die Einnahmen beschert.

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Der HSV hatte wegen Cléber Reis 2017 die FIFA-Gerichte angerufen

Neben den 2,5 Millionen Euro, die als Ablösesumme vertraglich vereinbart waren, muss Santos mit weiteren 1,5 Millionen blechen. Bruchhagen hatte damals eine Vertragsstrafe von einer zusätzlichen Million in den Ablöse-Vertrag schreiben lassen, falls Santos die Summe nicht rechtzeitig an den HSV überweist. Mittlerweile fallen darüber hinaus noch Zinsen in Höhe von 500.000 Euro an, die Santos ebenfalls säumig ist. Der HSV hatte im Dezember 2017 bei der FIFA Klage erhoben.

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Cléber Reis war im Sommer 2014 von Corinthians Sao Paulo nach Hamburg gewechselt hatte in zweieinhalb Jahren an der Elbe aber nur 44 Spiele bestritten. Der mittlerweile 28-jährige Innenverteidiger spielt inzwischen in Brasiliens zweiter Liga für Oeste Futebol Clube.

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Laut Abendblatt hätte ein Einspruch von Santos nur geringe Erfolgsaussichten. Wann genau der HSV mit den vier Millionen Euro planen kann, ist ungewiss. Der neue Trainer Dieter Hecking hatte trotz des guten Saisonstarts in der 2. Bundesliga kürzlich weitere Investitionen in den Kader gefordert.