12. Mai 2019 / 22:09 Uhr

"Bin sprachlos!", "Desaster!" - Felix Magath schießt gegen den HSV

"Bin sprachlos!", "Desaster!" - Felix Magath schießt gegen den HSV

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Felix Magath hat sich schockiert über das HSV-Debakel gegen den SC Paderborn gezeigt.
Felix Magath hat sich schockiert über das HSV-Debakel gegen den SC Paderborn gezeigt. © dpa
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Für den Hamburger SV ist der Traum vom direkten Wiederaufstieg zerplatzt. Der ehemalige Bundesliga-Dino hat als Tabellenvierter keine realistischen Chancen mehr auf die Rückkehr in die 1. Liga. HSV-Legende Felix Magath ist nach der Debakel-Niederlage der Hamburger in Paderborn schockiert und schießt gegen den Nordklub.

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Es ist vorbei: Der Hamburger SV muss eine weitere Saison in der 2. Liga absolvieren. Nach einem katastrophalen Auftritt des HSV beim SC Paderborn kann der Nordklub angesichts der deutlich schlechteren Tordifferenz gegenüber dem Tabellendritten Union Berlin (21 Tore, drei Punkte entfernt) nicht mehr den angepeilten Aufstieg in die Bundesliga schaffen. Für Felix Magath ein Unding. Über seinen Facebook-Account verbreitete die HSV-Legende bissige Kritik gegen den eigenen Ex-Klub. Eingeleitet mit den Worten "Was für ein Desaster."

50 ehemalige Spieler des Hamburger SV – und was aus ihnen wurde

Stig Töfting, Ruud van Nistelrooy, Anthony Yeboah und Rafael van der Vaart – vier absolute HSV-Legenden. Doch was machen sie heute? Wir haben die Wege von 50 ehemaligen Spielern des Hamburger SV weiterverfolgt – zum Durchklicken: DAS machen die Ex-Stars heute. Zur Galerie
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Magath schockiert vom HSV: "Viele falsche Entscheidungen getroffen"

Magath, zuletzt einer der größten HSV-Kritiker, blute das Herz angesichts des Verbleibs in der Zweitklassigkeit. "Noch heute Mittag konnte ich mir nicht vorstellen, dass der HSV diese entscheidende Partie am vorletzten Spieltag gegen Paderborn (Aufsteiger aus der 3. Liga!) nicht gewinnt. Jetzt bin ich sprachlos", schrieb der 65-Jährige und kritisierte danach die Hamburger scharf: "Vor Wochen wollte niemand beim HSV kritische Töne hören. Es sind beim HSV viele falsche Entscheidungen getroffen worden", so Magath.

Mehr zum HSV-Desaster

Was genau er damit meint, führte der ehemalige Meister-Trainer (FC Bayern und VfL Wolfsburg) nicht weiter aus. Angesichts bereits existierender Aussagen dürfte Magath vor allem kein Freund von Trainer Hannes Wolf sein. Magath hätte lieber einen erfahrenen Trainer beim HSV gesehen, wie er in einem Interview mit der Bild Ende 2018 sagte. Damals wagte er einen brisanten Vergleich: "Was denken Sie, wofür sich die Klubbosse entscheiden würden, wenn sie persönlich vor einer schweren Herz-Operation stünden? Für den jungen Arzt, der gerade mit Auszeichnung sein Studium beendet hat?", fragte die HSV-Legende. "Oder für den erfahrenen Arzt und Operateur, der das schon 1000-mal gemacht hat, jede schwierige Situation kennt und bereits gemeistert hat?" Und der HSV sei "eine permanente Operation am offenen Herzen."

Was für ein Desaster. Mir blutet das Herz. Der HSV verbleibt in der Zweitklassigkeit. Noch heute Mittag konnte ich mir...

Gepostet von Felix Magath am Sonntag, 12. Mai 2019

Magath-Comeback als Investor beim HSV scheiterte 2018

Pikant auch, dass Magaths aktueller Facebook-Post mit der Frage "Wer übernimmt jetzt die Verantwortung" endet. 2018, kurz vor dem ersten Abstieg der Geschichte der Hamburger, verriet Magath im NDR, dass er beim HSV als Investor einsteigen wollte. Das Comeback sei allerdings am Veto der Bosse gescheitert

Magath spielte von 1976 bis 1986 für den HSV und prägte in dieser Zeit eine Erfolgsära. Er wurde drei Mal Deutscher Meister und gewann sowohl den Europapokal der Landesmeister 1983 und den der Pokalsieger 1977. Nach seiner Spielerkarriere arbeitete er zwei Jahre lang als Manager des HSV, von 1995 bis 1997 war er zwischenzeitlich auch Trainer der Hamburger.

HSV in der Einzelkritik gegen den SC Paderborn

Der Hamburger SV kann den Aufstieg in die Bundesliga nach der Niederlage beim SC Paderborn wegen der schlechteren Tordifferenz nicht mehr erreichen. Alle HSV-Spieler hier in der Einzelkritik. Zur Galerie
Der Hamburger SV kann den Aufstieg in die Bundesliga nach der Niederlage beim SC Paderborn wegen der schlechteren Tordifferenz nicht mehr erreichen. Alle HSV-Spieler hier in der Einzelkritik. ©

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