13. Juli 2019 / 11:44 Uhr

Trainer Dieter Hecking erklärt HSV-Wechsel: Bayern, BVB und Werder hatten ihren Reiz verloren

Trainer Dieter Hecking erklärt HSV-Wechsel: Bayern, BVB und Werder hatten ihren Reiz verloren

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainer Dieter Hecking will den Hamburger SV zurück in die Bundesliga führen
Trainer Dieter Hecking will den Hamburger SV zurück in die Bundesliga führen © 2019 Getty Images
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Die immer wiederkehrenden Erlebnisse in der Bundesliga haben Dieter Hecking offenbar zum Wechsel in die 2. Liga bewogen. Der neue Trainer des Hamburger SV spricht über verflogenen Reiz und ehrgeizige Ziele.

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Dieter Hecking hat den Trainerjob beim Zweitligisten Hamburger SV offenbar auch wegen der Lust auf eine komplett neue Erfahrung und der fehlenden Motivation für immer wiederkehrende Erlebnisse im Oberhaus angenommen. „Irgendwann fühlte es sich normal an, nach München, Dortmund oder Bremen zu fahren. Das Kribbeln war nicht mehr so intensiv. Der Reiz war verflogen“, sagte der neue HSV-Coach der Tageszeitung Die Welt: „Als in Mönchengladbach Schluss war, hätte ich vier Monate Urlaub machen können, um im Herbst einen Verein zu übernehmen, der seinen Zielen hinterherläuft. So war es in den vergangenen Jahren immer gewesen.“

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Stattdessen hat er beim HSV nach dessen verpasster Rückkehr in die Bundesliga eine zwar schwierige, aber herausfordernde Aufgabe übernommen. „Ich wollte das machen, wo ich einen unglaublichen Reiz drin sehe, wo ich etwas bewegen und gute Arbeit leisten kann. Beim HSV habe ich das Gefühl, dass ich mich frei entfalten kann“, meinte der 54-Jährige. Er sehe den Job in Hamburg auch nicht als Risiko an und werde mit dem Druck zurechtkommen, glaubt Hecking. Und ist ambitioniert: „Natürlich habe ich auch im Kopf, dass es ein toller sportlicher Erfolg wäre, wenn ich derjenige bin, der den HSV mit meinem Team wieder hochführt.“

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Jeremy Dudziak und David Kinsombi (v.l.) schließen sich zur neuen Saison dem Hamburger SV an, den Fiete Arp und Lewis Holtby verlassen werden. Zur Galerie
Jeremy Dudziak und David Kinsombi (v.l.) schließen sich zur neuen Saison dem Hamburger SV an, den Fiete Arp und Lewis Holtby verlassen werden. ©
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Die in der Vergangenheit begangenen Fehler dürften allerdings nicht wiederholt werden. „Fakt ist: Die Erwartungshaltung lag beim HSV zuletzt immer deutlich über dem, was realistisch war. Vor drei Jahren zum Beispiel dachten alle nach zwei Siegen zu Saisonbeginn, dass es wieder aufwärts geht. Am Ende stand der Abstieg. Das ist der schmale Grat in Hamburg.“ Die Fans wünschten sich, dass der Verein wieder die Rolle spiele, die er in den 1970er- und 80er Jahren mal hatte. „Die Zeiten von Kevin Keegan, Felix Magath oder Manfred Kaltz sind aber ewig her. Das waren Legenden, aus deren Erfolgen sich dieser falsche Anspruch herleitet“, meinte Hecking.

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