29. Mai 2019 / 15:02 Uhr

Dieter Hecking erklärt Entscheidung für den HSV: "Mir lieber als Beamtenfußball"

Dieter Hecking erklärt Entscheidung für den HSV: "Mir lieber als Beamtenfußball"

Roman Gerth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dieter Hecking (links) erklärte, warum er sich mit HSV-Sportvorstand Jonas Boldt auf ein Engagement in Hamburg geeinigt hat.
Dieter Hecking (links) erklärte, warum er sich mit HSV-Sportvorstand Jonas Boldt auf ein Engagement in Hamburg geeinigt hat. © imago images / DeFodi
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Der Hamburger SV hat Dieter Hecking offiziell als neuen Coach vorgestellt. Die Verwunderung war durchaus groß, dass der Ex-Gladbacher als gestandener Bundesligatrainer zum Krisenklub in die 2. Bundesliga wechselt. Bei seiner Vorstellung hat Hecking seine Entscheidung begründet.

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Warum wechselt ein Trainer nach 14 meist erfolgreichen Jahren in der Bundesliga zu einem kriselnden Klub in der 2. Liga? Diese Frage versuchte Dieter Hecking auf der Pressekonferenz zu seiner Vorstellung als Coach des Hamburger SV zu beantworten. "Ich habe mir die Frage gestellt: was will ich. Ausland kam für mich nicht in Frage, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Und Sportdirektor - zum Beispiel in Hannover - war auch nichts für mich", erklärte der 54-Jährige am Mittwoch vor den versammelten Pressevertretern in Hamburg.

Der Reiz beim HSV liegt laut Hecking vor allem darin, "eine Mannschaft zu übernehmen, die man wieder aufpeppen muss". Diese Erfahrung habe er in den vergangenen Jahren immer wieder gemacht. "In Nürnberg, Wolfsburg, Gladbach ist es jedes Mal gelungen", erklärte der neue HSV-Coach. Hamburg sei eine Aufgabe, die ihn "packen" kann. "Ich brauche das Spannungsgefühl", erklärte Hecking.

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Hecking: "Ich tue mir nichts an"

Das klare Ziel der Hansestädter ist der Wiederaufstieg in die Bundesliga. In dieser Saison missglückte dies, zwei Trainer waren in den vergangenen zwölf Monaten im Amt: Abstiegscoach Christian Titz musste nach einer kleinen Krise im Oktober gehen, für ihn kam Hannes Wolf. Als der Aufstieg in weite Ferne rückte, verkündete der HSV das Aus des Ex-Stuttgarters.

Ob Hecking vor allem beweisen wolle, dass er es besser könne als die vielen Vorgänger und endlich für Kontinuität auf der Trainerbank des ehemaligen Bundesliga-Dinos sorgen? "Nein, das sollte nicht der Reiz sein. Jeder meiner Vorgänger hat versucht, das Beste rauszuholen. Jetzt stehe ich hier, mit meiner Art", betonte der Ex-Gladbacher.

Dass er als etablierter Trainer freiwillig in die Zweitklassigkeit absteigt, sei dabei kein Problem. "Ich tue mir nichts an, ich freue mich drauf. Die Liga ist inzwischen sehr attraktiv", sagte Hecking und fügte an: "Das ist mir lieber als Beamtenfußball, wo ich nur verwalte. Hier kann ich gestalten."

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Boldt und Hecking können "Sturm aushalten"

Heckings Chef, der neue Sportvorstand Jonas Boldt, betonte: "Wir freuen uns sehr, dass es uns relativ schnell gelungen ist, unseren Wunschkandidaten zu verpflichten. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Dieter als etablierter Bundesligatrainer sich zum HSV bekannt hat. Damit zeigen wir, dass wir wirklich hier anpacken wollen."

Ob das wirklich zu mehr Kontinuität führt, bleibt fraglich. "Wir haben einen Einjahresvertrag abgeschlossen, der sich beim Erreichen des Ziels automatisch verlängert", sagte der Nachfolger von Ralf Becker. Bei der Suche nach einem Nachfolger für Wolf habe der HSV darauf gesetzt, einen Trainer "mit viel Erfahrung auf verschiedensten Gebieten" zu finden. Und einen, der widerstandsfähig ist. Bold sagt über die künftige Zusammenarbeit mit Hecking: "Wir brauchen Ruhe. Aber wir können etwas Sturm aushalten."

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