29. April 2021 / 21:52 Uhr

HSV-Frust über nächsten Patzer - Ulreich sauer: "Müssen nicht vom Aufstieg reden"

HSV-Frust über nächsten Patzer - Ulreich sauer: "Müssen nicht vom Aufstieg reden"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sven Ulreich ist nach dem nächsten HSV-Patzer bedient.
Sven Ulreich ist nach dem nächsten HSV-Patzer bedient. © 2021 Getty Images
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Das Remis im Nachholspiel gegen den Karlsruher SC am Donnerstagabend tut dem Hamburger SV richtig weh. Die direkten Aufstiegsplätze könnten bereits nach dem kommenden Spieltag verloren sein. Torwart Sven Ulreich will vom Aufstieg nach der Leistung gegen den KSC erstmal nichts wissen.

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Der Hamburger SV hat auf der Zielgeraden der Zweitliga-Saison das Siegen verlernt. Im Nachholspiel gegen den Karlsruher SC am Donnerstagabend im Volksparkstadion sprang nur ein 1:1 (0:0) heraus. Der Punktgewinn ist deutlich zu wenig. Die Norddeutschen haben drei Spieltage vor Saisonende fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenzweiten Greuther Fürth. Die Chancen auf den direkten Aufstieg schwinden und könnten bereits am kommenden Spieltag passé sein. "Das war zu wenig. Vom Ergebnis und vom Spiel her", sagte der frustrierte HSV-Innenverteidiger Rick van Drongelen bei Sky. Und Teamkollege Sven Ulreich pflichtete ihm bei.

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Seit fünf Spielen ist das Team ohne Sieg, in den vergangenen zwölf Partien schaffte der HSV nur zwei Punkte-Dreier und stürzte von seiner komfortablen Position nach starker Hinrunde ab. "Wir müssen momentan nicht vom Aufstieg reden“, sagte HSV-Torhüter Ulreich. "Das war für uns viel zu wenig." Der Traum vom direkten Aufstieg wäre bereits nach dem kommenden Spieltag beendet, sollte der HSV gegen Nürnberg (10. Mai) keine drei Punkte holen und die besser platzierte Konkurrenz gewinnen (Fürth), beziehungsweise punkten (Bochum). "Wir sind abhängig von den Gegnern. Es wird schwer, Punkte einzufahren", meinte van Drongelen. "Aber wir müssen nach vorn gucken."

Van Drongelen über aktuelle HSV-Situation: "Scheiße"

Doch das fällt nach der erneut nur durchschnittlichen Leistung schwer. "Wir haben die Zweikämpfe nicht so gestaltet, wie man es in der zweiten Liga machen muss", zeigte sich Ulreich bedient. Das Remis sei "für uns einfach viel zu wenig, weil die Grundtugenden wie Zweikampfverhalten und zweite Bälle einfach nicht gestimmt haben", so der Ex-Bayern-Torwart weiter. Trainer Daniel Thioune pflichtete seinen Spielern bei: "Wir haben heute und in den vergangenen Wochen wenig Punkte geholt. Wir müssen uns aktuell nicht über Platzierungen unterhalten, wir müssen in erster Linie Spiele gewinnen", sagte er während der Pressekonferenz nach der Partie.

Selbst Relegationsplatz drei, auf dem sich der HSV gerade befindet, ist in Gefahr. Holstein Kiel hat drei Spiele weniger absolviert, liegt aber nur zwei Zähler hinter den Hamburgern auf Platz vier. "Natürlich muss man sich Sorgen machen", sagte Ulreich deshalb mit Blick auf den Aufstieg. Van Drongelen ergänzte: "Es ist im Moment scheiße natürlich. Wir müssen jetzt bis zum Ende alles geben."

Mitleid gibt es von Ex-HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer, der aktuell beim KSC tätig ist. "Jetzt sind es fünf Punkte Rückstand auf Fürth bei noch drei ausbleibenden Spielen. Es wird schwer für den HSV", so Kreuzers Fazit. Er hofft trotzdem auf Ruhe bei seinem Ex-Klub (2013-2014) - gerade auch im personellen Bereich - vom Trainer bis zur Führungsspitze. "Auch wenn es dieses Jahr nicht klappt, würde ich mir wünschen, dass man einfach mit diesen Leuten weiterarbeitet."