03. Juni 2021 / 10:32 Uhr

Finanz-Boss Wettstein: Dramatischer Umsatzeinbruch beim HSV – "Lässt sich nicht ins Unendliche fortsetzen"

Finanz-Boss Wettstein: Dramatischer Umsatzeinbruch beim HSV – "Lässt sich nicht ins Unendliche fortsetzen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Frank Wettstein sieht beim HSV durch die Corona-Krise eine große Finanz-Lücke.
Frank Wettstein sieht beim HSV durch die Corona-Krise eine große Finanz-Lücke. © dpa/IMAGO/Poolfoto (Montage)
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Dass der Hamburger SV erneut am Wiederaufstieg gescheitert ist, sorgt bei den Fans für Enttäuschung. Zu allem Übel muss der Traditionsklub nun aber auch noch kräftige finanzielle Einbußen hinnehmen. Wie Finanz-Chef Frank Wettstein erklärte, macht die Corona-Krise dem HSV kräftig zu schaffen.

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Rote Zahlen beim einstigen Bundesliga-Dino: Die Corona-Pandemie wird dem Zweitligisten Hamburger SV die Bilanz des Geschäftsjahres 2020/21 verhageln. "Mittlerweile beträgt der durch Corona bereits realisierte oder noch zu erwartende Umsatzeinbruch für den HSV mehr als 60 Millionen Euro", sagte Finanzvorstand Frank Wettstein in einem Interview auf der Homepage des Vereins.

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In akuter Gefahr sieht Wettstein den Traditionsklub aus der Hansestadt aber nicht: "Bisher gelang uns der Ausgleich zu jeweils einem Drittel aus Finanzierungsmaßnahmen, aus Kostenreduktionen und zu Lasten unserer angesparten Reserven." Dennoch betonte der Finanzexperte: "Das lässt sich aber nicht ins Unendliche fortsetzen." Hilfreich wäre sicherlich, wenn der HSV in der kommenden Saison nach dann vier Jahren Zweitliga-Zugehörigkeit wieder in die Bundesliga zurückkehren würde. Allerdings ist die Aufgabe für den Klub, der in den vergangenen drei Spielzeiten letztlich immer Vierter wurde, mit dem Abstieg der einstigen Bundesliga-Granden Schalke 04 und Werder Bremen nicht einfacher geworden.

Wettstein: Stadion-Verkauf an die Stadt Hamburg keine Hilfe

Das für 23,5 Millionen Euro an die Stadt Hamburg verkaufte Stadiongrundstück sei aktuell keine Hilfe, "zumal der Kaufpreis bis heute noch nicht fällig und beim HSV eingegangen ist", sagte Wettstein. Außerdem war im September vergangenen Jahres vereinbart worden, dass das Geld zur Sanierung des Stadions für die Spiele der Europameisterschaft 2024 verwendet werden soll.



Mit einem schnellen Ende der Corona-Auswirkungen auf den Profi-Fußball rechnet Wettstein nicht: "Zu Beginn der Pandemie habe ich die These aufgestellt, dass die Folgen über fünf Jahre nachwirken können. Diese Einschätzung hat sich nicht geändert, vielleicht war sie sogar zu optimistisch."