27. September 2019 / 07:02 Uhr

Ex-HSV-Talent Alen Halilovic bereut Zeit in Hamburg: "Es war ein großer Fehler"

Ex-HSV-Talent Alen Halilovic bereut Zeit in Hamburg: "Es war ein großer Fehler"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das ehemalige Riesentalent Alen Halilovic bereut seine Zeit beim Hamburger SV
Das ehemalige Riesentalent Alen Halilovic bereut seine Zeit beim Hamburger SV © imago images/Panoramic International/Getty
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Alen Halilovic kam 2016 als riesiges Talent vom FC Barcelona zum Hamburger SV. Inzwischen spielt er in Holland beim SC Herenveen und bereut den Wechsel nach Hamburg sehr. Besonders einem Ex-HSV-Trainer macht er Vorwürfe.

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Alen Halilovic, einst für 5 Millionen Euro mit großen Erwartungen vom FC Barcelona in die Bundesliga gewechselt, bereut seine Zeit beim Hamburger SV: "Es war ein großer Fehler, zum HSV zu gehen", gestand der inzwischen 23-Jährige in einem Interview mit Voetbal International. Dabei habe seine Zeit in der Hansestadt 2016 durchaus vielversprechend begonnen. Das Gespann aus dem damaligen Trainer Bruno Labbadia und dem Ex-Vorstandsvorsitzendem Dietmar Beiersdorfer habe ihm viel Vertrauen gegenübergebracht. "Alles schien perfekt, aber nach ein paar Spielen wurde der Trainer entlassen. Es kam ein neuer (Markus Gisdol, d. Red.) und er sagte mir schon nach einer Woche, dass ich nicht in sein System passe."

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Auch bei Miland und in Lüttich schaffte Halilovic den Durchbruch bisher nicht

So kam Halilovic in der Saison 2016/17 nur auf sieben Pflichtspieleinsätze für die Rothosen. Zur Winterpause wurde der offensive Mittelfeldspieler folglich für anderthalb Jahre an UD Las Palmas verliehen. Für den jungen Mann, der einst schon zum legitimen Nachfolger des einmaligen Weltfußballers Luka Modric erkoren wurde, lief es auf den Kanaren deutlich besser. Er stieg zum Stammspieler in der spanischen La Liga auf. Nach Ablauf der Leihe im Sommer 2018 verpflichtete der AC Mailand Halilovic ablösefrei, er unterschrieb einen Vertrag bis 2020 - doch für den italienischen Spitzenklub kam er bisher nur auf drei Kurzeinsätze.

Nach der ersten Halbserie mit Milan wurde er im Januar wieder einmal ausgeliehen, um Spielpraxis zu erlangen, dieses Mal an den belgischen Erstligisten Standard Lüttich. "Ich habe mehrere Gespräche mit dem Verein geführt und dabei wurden Versprechungen gemacht", beschreibt Halilovic das Zustandekommen des Wechsels. Doch ihm zufolge hielt der Verein nicht Wort: "Zehn Minuten später passierte das genaue Gegenteil."

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Der Verein wollte ihn in diesem Sommer offenbar unbedingt loswerden: "Sie fanden, dass ich weg muss und das wollte ich selbst auch. Es war kein einfacher Deal, weil Standard irgendwann mit neuen Lügen und Problemen kam", ärgerte sich Halilovic. Nun spielt er in der niederländischen Eredivisie beim SC Herenveen: "Zum Glück hat Milan mitgearbeitet und Heerenveen alles getan, um mich zu holen." Beim neuen Verein fühle er sich wohl, sagt Halilovic, der nach wie vor an seinen ganz großen Durchbruch glaubt: "Nach meinem Gefühl kann ich noch immer so gut wie Modric werden", gab er sich kämpferisch.