15. Mai 2019 / 20:53 Uhr

Karriere-Killer HSV: Das wurde aus den Vorgängern von Trainer Hannes Wolf

Karriere-Killer HSV: Das wurde aus den Vorgängern von Trainer Hannes Wolf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hannes Wolf ist als Trainer des HSV kaum noch zu halten. Nach dem verpatzten Wiederaufstieg in die Bundesliga steht der Ex-Coach des VfB Stuttgart vor dem Aus - nach nur wenigen Monaten. Sein Schicksal ähnelt dem zahlreicher Vorgänger.
Hannes Wolf ist als Trainer des HSV kaum noch zu halten. Nach dem verpatzten Wiederaufstieg in die Bundesliga steht der Ex-Coach des VfB Stuttgart vor dem Aus - nach nur wenigen Monaten. Sein Schicksal ähnelt dem zahlreicher Vorgänger. © imago images / Claus Bergmann / dpa
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Der Hamburger SV gilt als untrainierbar, der Posten des Cheftrainers ist seit Jahren ein Schleudersitz. Wie haben die Vorgänger vom heftig angeschlagenen Trainer Hannes Wolf ihre HSV-Zeit überstanden? Hat ihre Karriere bleibenden Schaden genommen?

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HSV-Trainer Hannes Wolf müssen die letzten Tage der laufenden Saison in der 2. Bundesliga geradezu grotesk vorkommen. Aber was der 38-Jährige am Mittwoch erlebte, spottet jeder Beschreibung. Er leitete unverändert das Training des Hamburger SV, doch die Bild meldete unter Bezug auf Sportvorstand Ralf Becker die angeblich bereits seit elf Tagen feststehende Trennung. Kurz darauf folgte das energische HSV-Dementi: „Die Aussagen von Bernd Hoffmann am Vortag zum Trainer haben Bestand“, teilte der Klub am Mittwoch mit. Damit soll über Wolfs Zukunft in Hamburg erst nach dem letzten Saisonspiel am Sonntag gegen den MSV Duisburg beraten werden, wie es der Vorstandsvorsitzende Hoffmann angekündigt hatte.

Klar war schon zu Beginn seines Engagements vor erst sieben Monaten: Wolf sollte sich bei einem Blick auf die Geschichte am Besten schon Gedanken darüber machen, wie die Zeit nach dem HSV aussieht. Und zwar aus gutem Grund, denn nur wenige Trainer "überlebten" ihre HSV-Zeit unbeschadet. Der SPORTBUZZER zeigt, wie es den Vorgängern von Hannes Wolf nach der Zeit an der Elbe erging. Ist der HSV wirklich ein Karriere-Killer?

Karriere-Killer HSV? So erging es den Trainern nach der Trennung

Bereits 18 Cheftrainer hatte der Hamburger SV seit der Jahrtausendwende. Der <b>SPORT</b>BUZZER macht den Check: Wie erging es den entlassenen Coaches nach ihrem Engagement an der Elbe? Zur Galerie
Bereits 18 Cheftrainer hatte der Hamburger SV seit der Jahrtausendwende. Der SPORTBUZZER macht den Check: Wie erging es den entlassenen Coaches nach ihrem Engagement an der Elbe? ©
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Aussagen von Sportvorstand Ralf Becker sorgen für Verwirrspiel um Wolf-Zukunft

Die Bild hatte Becker zunächst so zitiert: „Ich habe Hannes nach dem 0:3 gegen Ingolstadt gesagt, dass es für ihn hier im Sommer nicht weitergehen wird, dass wir etwas anderes machen wollen.“ Etwas später korrigierte die Zeitung das Zitat und fügte das Wort „vielleicht“ hinzu.

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Becker hält Wolf zwar für „eines der größten Trainertalente in Deutschland“. Doch seit Tagen werden im Umfeld bereits die Vorzüge diverser möglicher Nachfolger gepriesen. Und die Liste der Kandidaten, die Wolf nach dem Scheitern im Aufstiegskampf beerben sollen, ist lang. Wenngleich: Schlange stehen werden sie beim Hamburger Trainer-Verschleiß-Verein nicht. Die Namen von 18 Cheftrainern in den ersten 19 Jahren des Jahrtausends sind ein erschütterndes Dokument des Scheiterns im Volksparkstadion. Als Referenz für den Arbeitsplatz HSV lässt sich das wahrlich nicht nutzen. Wer setzt sich schon gern auf einen Schleudersitz?

Aus der Gerüchteküche dringt am lautesten der Name Dieter Hecking. Nach Bild-Informationen hat es bereits einen Anruf des HSV beim Noch-Trainer von Borussia Mönchengladbach gegeben. Hecking wird genau überlegen, ob er als gestandener Erstliga-Coach zu dem seit Jahren erfolglosen HSV in die 2. Liga absteigen sollte. Die Tätigkeit dort verheißt weder prallen Verdienst noch die Aussicht auf Superprofis. Und auf die gelegentlichen Leistungseinschätzungen durch Investor Klaus-Michael Kühne kann der 54-Jährige sicherlich verzichten.

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Labbadia nimmt sich für ein drittes HSV-Gastspiel aus dem Rennen

Der zuvor als Top-Kandidat gehandelte Bruno Labbadia scheint aus dem Rennen. „Damit habe ich mich nicht beschäftigt“, sagte der 53-Jährige in einem Interview der Sport Bild auf die Frage nach einem erneuten Engagement in Hamburg. Er befasse sich derzeit vielmehr mit einem Wechsel ins Ausland, teilte der Noch-Trainer des VfL Wolfsburg mit. Zwei Angebote habe er jedoch bereits abgelehnt, weil ihm „die sportliche Perspektive nicht gefallen“ habe.

Labbadia, der zweimal in Hamburg vom Hof gejagt wurde (April 2010, September 2016), obwohl er 2015 als Relegationsretter und „Hamburger des Jahres“ gefeiert worden war, ist vermutlich kein Masochist. Eine dritte Demütigung beim HSV gehört wohl nicht zu seiner Lebensplanung. Labbadia: „Wenn nichts Spannendes kommt, mache ich Pause und genieße mein Leben und die Zeit mit meiner Familie.“

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