11. Juli 2019 / 20:43 Uhr

Aus für HSV-Hymne: Das sagt Lotto King Karl zum Ende von "Hamburg, meine Perle"

Aus für HSV-Hymne: Das sagt Lotto King Karl zum Ende von "Hamburg, meine Perle"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Zeit von Sänger und Stadionsprecher Lotto King Karl beim HSV ist beendet
Die Zeit von Sänger und Stadionsprecher Lotto King Karl beim HSV ist beendet © imago/Oliver Ruhnke
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Sänger Lotto King Karl nimmt dem Hamburger SV das Aus der Stadion-Hymne "Hamburg, meine Perle" nicht übel. In einem Statement bei Facebook wendet er sich an seine Fans und die Anhänger des HSV.

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Sänger Lotto King Karl hat mit Gelassenheit und ohne Gram auf das Aus seiner Stadion-Hymne "Hamburg, meine Perle" bei den Heimspielen des Hamburger SV reagiert. "Meine Zeit beim HSV als Stadionsprecher geht nun nach 14 Jahren zu Ende. Bernd Hoffmann hat mich von der Entscheidung des Vereines informiert, danach hat mich auch der NDR angerufen", schrieb der Musiker bei Facebook: "Es war eine große Ehre, für diesen Verein arbeiten zu dürfen, 14 Jahre sind eine lange Zeit - so lange bin ich nicht einmal zur Schule gegangen. Ein riesengroßes Dankeschön an alle Fans, die die Spiele immer zu einem ganz besonderen Ereignis gemacht haben."

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Lotto King Karl weiter: "Ich wechsele nun also wieder zurück auf die andere Seite des Zaunes und werde von dort unsere Mannschaft anfeuern! Bleibt diesem tollen Verein treu, das mache ich auch - ich kann ja auch gar nicht anders." Er wünsche seinem Nachfolger "alles Gute und viel Erfolg". Allerdings wird wohl niemand dauerhaft in die musikalischen Fußstapfen des Hamburgers treten. Wie der HSV mitteilte, werde es künftig keinen wiederkehrenden musikalischen Auftritt im Rahmen der Stadionshow geben.

Hoffmann: "Passt überhaupt nicht mehr zum HSV"

Der Verein hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass er ab sofort auf die Auftritte von Lotto King Karl und den Vortrag der Kult-Hymne verzichten werde. "Wir haben diese Entscheidung sehr intensiv durchdacht und besprochen. Wir sind zum Schluss gekommen, dass das Lied, das uns viele Jahre begleitet hat, in der aktuellen Situation überhaupt nicht mehr zum HSV und zu unserer Haltung passt", erklärte Klubchef Hoffmann.

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Diskussionen um den Song waren erstmals Mitte des vergangenen Monats laut geworden. Damals hatte sich der rund 65.000 Mitglieder zählende Supporters Club der Hamburger in einem ausführlich Statement bei Facebook dafür ausgesprochen, "Hamburg, meine Perle" vor den Partien im Volksparkstadion künftig keinen Platz mehr einzuräumen. Mit Blick auf das Vereinslied hatte Supporters-Boss Tim-Oliver Horn kritisiert, dass "es in keiner Textstelle um den HSV geht". Stattdessen werde" immer noch von Juve oder Rom" geträumt.

HSV: Aus für Hymne und Stadionuhr

Auch die Textstellen rund um den Erzrivalen Werder Bremen bewertete Horn als aus der Zeit gefallen. In der Hymne werde gesunden, "dass es für Bremen hier nix zu holen gibt. Wollen wir mal ehrlich sein? Bremen hat uns über Jahre abgehängt, hat uns am Ende immer geschlagen, wenn es darauf ankommt und wir singen: '…gibt’s für dich hier nix zu holen.'" Hoffmann, der bereits den Abbau der ebenfalls umstrittenen Stadionuhr bestätigt hatte, konnte sich der Kritik nicht entziehen. Er erklärte nun: "Wir wollen sichtbar den Blick nach vorn richten, den Fokus am Spieltag noch stärker auf den aktuellen Fußball legen."

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