22. Juli 2019 / 08:56 Uhr

HSV will Innenverteidiger Letschert holen - fünf Profis sollen noch weg

HSV will Innenverteidiger Letschert holen - fünf Profis sollen noch weg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Langjährige HSV-Profis wie Gotoku Sakai (M.) könnten den Klub noch verlassen. Die Hamburger arbeiten dagegen an einem Transfer von Holland-Verteidiger Timo Letschert, der in der vergangenen Saison für den FC Utrecht aktiv war.
Langjährige HSV-Profis wie Gotoku Sakai (M.) könnten den Klub noch verlassen. Die Hamburger arbeiten dagegen an einem Transfer von Holland-Verteidiger Timo Letschert, der in der vergangenen Saison für den FC Utrecht aktiv war. © imago images / VI Images / Philipp Szyza
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Der Hamburger SV bleibt auf dem Transfermarkt aktiv und will laut "Bild" noch drei Spieler verpflichten. Einer davon: Abwehrspieler Timo Letschert von US Sassuolo. Gleich fünf Profis droht das Aus - einige Wechsel-Kandidaten überraschen.

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Zehn Neuzugänge hat der Hamburger SV vor dem Saisonstart bereits verpflichtet, drei weitere sollen aber noch folgen. Das sieht der Plan des neuen Sportvorstandes Jonas Boldt und Trainer Dieter Hecking vor, die nach dem 2:2 bei der Saisoneröffnung gegen den RSC Anderlecht die letzten Baustellen im HSV-Kader schließen wollen. Dabei sind den Hamburger Bossen konkret zwei Spieler aus Italien und Deutschland aufgefallen - ein Innenverteidiger und ein variabler Angreifer.

Die Zeit rennt allerdings, denn am Sonntag empfängt der HSV den SV Darmstadt 98 zum ersten Spiel der neuen Zweitliga-Saison im Volksparkstadion. Insbesondere in der Abwehr könnte Boldt jedoch zeitnah eine Lösung präsentieren - Timo Letschert ist laut Bild der aktuell heißeste Kandidat. Der Holländer, der in der vergangenen Saison von der US Sassuolo an den FC Utrecht verliehen war, kann die Italiener bei einem passenden Angebot verlassen.

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Jeremy Dudziak und David Kinsombi (v.l.) schließen sich zur neuen Saison dem Hamburger SV an, den Fiete Arp und Lewis Holtby verlassen werden. Zur Galerie
Jeremy Dudziak und David Kinsombi (v.l.) schließen sich zur neuen Saison dem Hamburger SV an, den Fiete Arp und Lewis Holtby verlassen werden. ©

Timo Letschert war bereits zu Gesprächen beim HSV

Demnach war Letschert bereits zu Gesprächen in Hamburg, Boldt befindet sich derzeit in konkreten Ablöse-Verhandlungen mit Sassuolo. Weil das Geld beim HSV chronisch knapp ist, muss der Ex-Leverkusener aber kreativ werden. Parallel sucht man Alternativen für die Position, die gegen Anderlecht mit Kyriakos Papadopoulos und Letscherts Landsmann Rick van Drongelen besetzt war. Für die Außenbahn soll noch ein schneller Kreativspieler kommen.

Der Stürmer scheint wie bereits am Sonntag berichtet Werder Bremens Martin Harnik zu sein, den sich Hecking gut im HSV-Kader vorstellen kann. „Martin ist ein Stürmer, der weiß, wie es geht“, sagte Hecking nach dem 2:2 gegen die Belgier. „Er hat seine Tore immer gemacht, und das sind immer gefragte Leute auf dem Markt.“ Werder-Chef Frank Baumann hat bereits bestätigt, dass die Bremer beim 32-jährigen Routinier gesprächsbereit sind.

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Dagegen plant der HSV noch den Verkauf von insgesamt fünf Spielern, um den aufgeblähten Kader (bereits ohne Letschert und Harnik sind es aktuell inklusive Jugendspielern 32 Aktive) weiter zu reduzieren. Manche Kandidaten für einen Abschied sind bekannt: Ex-Kapitän Gotoku Sakai hat bereits nach Saisonende eine Rückkehr nach Japan ins Spiel gebracht und würde den Klub gern verlassen, Torwart Julian Pollersbeck ist bei Eintracht Frankfurt im Gespräch, falls dessen Interesse an Kevin Trapp bei PSG weiterhin auf taube Ohren stößt.

David Bates könnte den HSV verlassen - Wechsel auf die Insel?

Andere Spieler kommen nun hinzu: Da Boldt und Hecking noch einen Innenverteidiger wollen, könnte David Bates bei einer attraktiven Offerte gehen. Der Schotte, vor der vergangenen Saison aus Glasgow gekommen, wird vom Ex-Gladbacher nicht als Startelf-Kandidat gesehen. Der 22-Jährige könnte für Klubs aus England oder eine Rückkehr in die schottische Liga in Frage kommen, sollte ein neuer Abwehrspieler den Weg nach Hamburg finden. Auch für Berkay Özcan, bei Vorgänger Hannes Wolf noch hoch im Kurs, gibt es ihm Hecking-System offenbar keine Verwendung.

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Alex Silva, Thiago Neves und auch Jonathan Pitroipa schafften den Durchbruch beim HSV nicht. Sie waren nicht die einzigen. Wer noch? Das erfahrt Ihr in der Bildergalerie. ©

Schließlich dürften auch die Talente Tatsuya Ito und Vasilije Janjicic gehen. Beide wurden auch wegen der Größe des aktuellen Aufgebots in die U21 versetzt, müssen in der Regionalliga Nord um ihre Rückkehr in den Profikader kämpfen. Dasselbe gilt für Rückkehrer Matti Steinmann, der zuletzt nach Dänemark verliehen war.

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