16. September 2019 / 23:27 Uhr

Dieter Hecking nach HSV-Pleite im Derby: "Nicht vor Rückschlägen gefeit"

Dieter Hecking nach HSV-Pleite im Derby: "Nicht vor Rückschlägen gefeit"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dieter Hecking nimmt die Derby-Niederlage des HSV gegen den FC St. Pauli gelassen.
Dieter Hecking nimmt die Derby-Niederlage des HSV gegen den FC St. Pauli gelassen. © dpa
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Der Hamburger SV hat das Derby beim FC St. Pauli hochverdient verloren. Für HSV-Trainer Dieter Hecking waren Rückschläge dieser Art einkalkuliert. Die Niederlage soll "kritisch analysiert" werden. Das Signal ist nach der historischen Niederlage im Stadtduell klar: Bloß nicht in Panik verfallen.

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Hochverdient hat der Hamburger SV das Stadtderby beim FC St. Pauli mit 0:2 verloren und damit die Tabellenführung der 2. Bundesliga an den VfB Stuttgart abgegeben. Für den HSV war es die erste Pleite am Millerntor seit 1960, damals wurde vor der Bundesliga-Gründung noch in der Oberliga Nord gespielt. Die phasenweise schwache Darbietung der Gäste hat Trainer Dieter Hecking allerdings keinesfalls schockiert.

Man habe "heute Durchschlagskraft und Effizenz vermissen lassen", resümierte der 55-Jährige in gewohnt sachlicher Art bei Sky. Den Rückschlag mit der bitteren Derby-Niederlage und dem Verlust der Tabellenführung wollte der Ex-Gladbacher ganz bewusst nicht überbewerten. "Es ist, wie ich immer gesagt habe, ein Prozess, in dem wir uns befinden", sagte Hecking. "Wir sind nicht vor Rückschlägen gefeit." Dennoch müsse man die Niederlage "kritisch analysieren".

HSV in Noten: Die Einzelkritik zum 0:2 gegen den FC St. Pauli

Hängende Köpfe: Der Hamburger SV hat das Derby gegen den FC St. Pauli hochverdient verloren. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Noten der HSV-Profis. Zur Galerie
Hängende Köpfe: Der Hamburger SV hat das Derby gegen den FC St. Pauli hochverdient verloren. Der SPORTBUZZER zeigt die Noten der HSV-Profis. ©
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HSV-Kapitän Aaron Hunt: "Wir haben heute verdient verloren"

Während sein Trainer-Kollege Jos Luhukay nach einem Donnerwetter vor Beginn der Zweitliga-Saison nach dem zweiten Saisonsieg überglücklich war ("Das ist sensationell, die Mannschaft hat es verdient") und St. Paulis Spieler mit ihren Fans und einem Banner mit den Worten "Hamburg ist braun-weiß" wie entfesselt feierten, musste Hecking in den Katakomben die erste Niederlage der HSV-Saison erklären.

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Der Trainer sprach trotz der Pleite von einem "tollen Derby" und erklärte auch, warum. "Wir haben sportlich ein Spiel gesehen, in dem wir nach 30 Minuten drin waren und in dem es danach hin und her ging. Wir haben heute Durchschlagskraft und Effizienz vermissen lassen. Mit dem 2:0 kriegt Pauli die zweite Luft." Sein Kapitän Aaron Hunt, im zweiten Durchgang eingewechselt, zeigte sich kleinlaut: "Wir hatten auch unsere Chancen, machen die aber heute nicht rein. Wir haben verdient verloren."

Markiert das Stadtderby gegen St. Pauli wieder eine Trendwende beim HSV?

Die erste Halbzeit sei "deutlich zu wenig" gewesen, resümierte Hunt. "Wir sind nicht ins Rollen gekommen, liegen zur Pause verdient zurück. Wir hatten auch unsere Chancen, machen die heute aber nicht rein." Oder werden vom Linienrichter gestoppt, der bei der Vorlage von Bakery Jatta auf Lukas Hinterseer kurz vor dem Pausenpfiff den Ball im Aus gesehen haben wollte und dem HSV so den vermeintlichen Ausgleichstreffer verweigerte. Nicht umsonst plädierte Hecking nach dem Spiel für Kameras "an der wichtigsten Linie" - der auf der Torlinie.

Das klare Signal der handelnden Personen: Diese Niederlage soll den HSV nicht aus der Bahn werfen. In den nächsten Spielen im Volksparkstadion gegen Erzgebirge Aue und auswärts ei Jahn Regensburg sind die Hamburger jeweils klar favorisiert. Die Angst, dass ausgerechnet das Stadtderby eine Trendwende symbolisiert, kommt allerdings nicht von ungefähr: In der Vorsaison gewann der HSV am Millerntor mit 4:0 - anschließend ging gar nichts mehr...

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