21. Juli 2019 / 16:12 Uhr

HSV-Präsident Marcell Jansen attackiert ehemalige Klubführung: "Grenzwertige" Spielerverträge

HSV-Präsident Marcell Jansen attackiert ehemalige Klubführung: "Grenzwertige" Spielerverträge

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-Profi Marcell Jansen ist seit vergangenem Januar HSV-Präsident
Ex-Profi Marcell Jansen ist seit vergangenem Januar HSV-Präsident © dpa
Anzeige

Marcell Jansen hat harte Kritik an der ehemaligen Führung des Hamburger SV geübt. Der neue HSV-Präsident prangerte vor allem hohe Gehälter für Spieler an, die die Erwartungen nicht im Ansatz erfüllt hätten.

Anzeige
Anzeige

Nach seiner Wahl zum Präsidenten des Hamburger SV Ende Januar hat sich Marcell Jansen vor allem als Krisenmanager gesehen. „Wir mussten komplett aufräumen“, sagte der Ex-Profi in dem am Sonntag gesendeten „Sportgespräch“ des Deutschlandfunks. Es habe alles stabilisiert werden müssen, „um überhaupt mal wieder handlungsfähig zu sein“. Der 33-Jährige kritisierte etliche Entscheidungen von einstigen Verantwortlichen, die den Zweitligisten vor allem finanziell belasteten.

Mehr zum Hamburger SV

Man habe Spielerverträge ausgehandelt, die „grenzwertig waren“, sagte der ehrenamtliche Chef des Traditionsvereins. Spieler hätten viel verdient, aber zu wenig davon auf dem Platz zurückgezahlt. „Da ist ganz, ganz viel Geld draufgegangen.“ In der vergangenen Saison hatte der HSV durch eine schwache Rückrunde den angestrebten Wiederaufstieg in die Bundesliga verpasst. Nach der Hinrunde waren die Hamburger noch Tabellenführer. Bei der Analyse des Niedergangs in der zweiten Saisonhälfte sei festgestellt worden, dass die Laufwerte der einzelnen Spieler in der Rückrunde deutlich schlechter als noch in der Hinrunde waren.

Diese Zu- und Abgänge stehen beim HSV für 2019/20 schon fest

Jeremy Dudziak und David Kinsombi (v.l.) schließen sich zur neuen Saison dem Hamburger SV an, den Fiete Arp und Lewis Holtby verlassen werden. Zur Galerie
Jeremy Dudziak und David Kinsombi (v.l.) schließen sich zur neuen Saison dem Hamburger SV an, den Fiete Arp und Lewis Holtby verlassen werden. ©
Anzeige

Auch hätten sich viele Profis mit auslaufenden Verträgen beschäftigt. Führungsspieler konnten der Mannschaft keinen Halt geben. Sie seien verletzt gewesen oder hätten mit ihrer Leistung zu kämpfen gehabt. „Es war ein sehr instabiles Gebilde“, sagte Jansen. „Die Zweite Liga muss man respektieren und annehmen und das haben wir in der Rückrunde so nicht getan.“ Nach der Saison hatte sich der Verein von Sportvorstand Ralf Becker und Trainer Hannes Wolf getrennt. Die neuen Hoffnungsträger für die am kommenden Wochenende beginnenden Saison sind Becker-Nachfolger Jonas Boldt und der neue Cheftrainer Dieter Hecking. Der HSV trifft in seinem ersten Punktspiel am kommenden Sonntag auf Darmstadt 98.

Wo landet der HSV am Ende der Zweitliga-Saison 2019/2020? Hier abstimmen!

Mehr anzeigen

ANZEIGE: 50% auf dein Präsentations-Trainingsanzug! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus aller Welt