31. Mai 2019 / 12:03 Uhr

HSV-Präsident Marcell Jansen rechnet ab: "Brauchen endlich radikalen Umbruch"

HSV-Präsident Marcell Jansen rechnet ab: "Brauchen endlich radikalen Umbruch"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Präsident Marcell Jansen sieht den Hamburger SV in einer schwierigen Lage.
Präsident Marcell Jansen sieht den Hamburger SV in einer schwierigen Lage. © imago images / Michael Schwarz
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Das sind deutliche Worte. HSV-Präsident Marcell Jansen hat seinem Unmut über die derzeitige Situation der Hamburger kundgetan. Nach dem verpassten Wiederaufstieg fordert der Ex-Nationalspieler nun einen "radikalen Umbruch".

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Marcell Jansen äußert seinen Unmut über die aktuelle Situation des Hamburger SV. Dem Präsidenten des Vereins ist durch die katastrophale Rückrunde bewusst geworden, "wie instabil das Konstrukt HSV ist". Nach der Winterpause verspielten die Hansestädter den Aufstieg und müssen nun ein weiteres Jahr in der zweiten Liga verweilen. Die spielerische Leistung der Profis kritisiert Jansen scharf. "Die Führungsspieler haben sportlich gesehen nicht abgeliefert, sie waren teilweise sogar die großen Schwachstellen in der Mannschaft", meinte Jansen im Hamburger Abendblatt.

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Jansen mit klaren Worten: "Müssen jetzt in anderem Regal nach Spielern suchen"

Der frühere HSV-Profi will nun eine Abkehr von alten Verhaltensmustern. "Wir brauchen endlich einen radikalen Umbruch in der Mannschaft. Und Spieler, die mit dem HSV Großes erreichen wollen und sich nicht auf einem Gehaltsgefüge ausruhen, das in der Vergangenheit teilweise über dem von Klubs lag, die im internationalen Geschäft vertreten waren", sagte der 33 Jahre alte Ex-Nationalspieler. "Wir müssen jetzt in einem anderen Regal nach Spielern suchen."

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Dennoch hält Jansen den HSV trotz des großen Personalverschleißes auf Führungspositionen für einen attraktiven Verein. "Es ist doch ein gutes Zeichen, dass Leute wie Jonas Boldt und Dieter Hecking zum HSV kommen. Das würden die ja nicht tun, wenn sie glaubten, beim HSV ginge alles drunter und drüber", sagte Jansen dem Blatt. Die Personalwechsel in den vergangenen Tagen sieht er als notwendig an. "Wir befinden uns in der schwierigsten Situation der Vereinsgeschichte und müssen im Zweifel handeln, wenn wir unsere Ziele gefährdet sehen."