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HSV-Sportvorstand Ralf Becker erklärt die neue Transfer-Strategie der Hamburger

Der SPORTBUZZER hat HSV-Sportvorstand Ralf Becker getroffen und mit dem 47-Jährigen über die veränderten Transfermöglichkeiten des HSV und die Kaderplanung für die zweite Liga gesprochen. © imago/Agentur 54 Grad

Nach dem ersten Bundesliga-Abstieg des Hamburger SV arbeitet der Klub am Kader für die zweite Liga. Der SPORTBUZZER hat mit Sportvorstand Ralf Becker über die veränderten Transfermöglichkeiten, die Kaderplanung und das Scouting gesprochen.

Ralf Becker ist seit diesem Sommer Sportvorstand des Hamburger SV. Er sprach mit dem SPORTBUZZER über die Transfermöglichkeiten seines neuen Arbeitgebers sowie die Kaderplanung für die nächste Saison gesprochen.

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SPORTBUZZER: Mit Filip Kostic, Albin Ekdal und Gotoku Sakai treten drei HSV-Profis bei der WM in Russland an. Welches Gefühl überwiegt bei Ihnen: Die Freude über die Mehreinnahmen durch die Abstellungsgebühr oder die Angst davor, dass sich einer von ihnen verletzt?

Ralf Becker (47): (lacht) Die Freude! Aber nicht wegen des Geldes, es freut mich, dass unsere Spieler dort teilnehmen dürfen. Es bedeutet uns als HSV viel, Spieler bei der WM dabei zu haben und ich hoffe, dass sie gesund zurückkommen.

Sie waren zuletzt in Südamerika. Unter anderem um mit den HSV-Spielern Douglas Santos und Walace zu sprechen. Was kam bei den Gesprächen raus?

Douglas Santos ist bei uns ein ganz zentraler Spieler, ich bin noch nicht so lange dabei und so war es mir einfach wichtig, mit ihm zu sprechen. Ich bin nach Brasilien geflogen, um ein Signal zu setzen. Dass ich zu ihm reise, soll auch eine Geste der Wertschätzung sein. Auch bei Walace und seinem Berater ist es mir wichtig, das persönliche Gespräch zu suchen. Es ist ja kein Geheimnis, dass bei ihm transfertechnisch noch etwas passieren könnte.

Werden Sie noch nach Russland zur WM fliegen, um Spieler zu scouten?

Nein. Wir sind inzwischen in einer anderen Situation. Die Weltmeisterschaft ist für den HSV in diesem Jahr kein Muss. Denn wir haben ein anderes Anforderungsprofil an neue Spieler. Ich will nicht komplett ausschließen, dass ich doch noch hinfliege, aber es ist nicht geplant.

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"Wir backen jetzt kleinere Brötchen"

Wie darf man das verstehen, sind WM-Teilnehmer zu teuer für den Hamburger SV?

Ja, die meisten WM-Spieler sind zu teuer für uns. Wir bewegen uns in anderen Bereichen, backen jetzt kleinere Brötchen. Natürlich gibt es auch Spieler kleinere Nationen bei der Weltmeisterschaft, aber das ist nicht unser Markt, von dem wir denken, dort neue HSV-Spieler herzubekommen.

Wie hat sich die Scouting-Arbeit in den vergangenen Jahren verändert?

Heutzutage geht es weniger darum, Spieler zu finden, die kein anderer kennt – die Zeiten sind vorbei. Der Fußballmarkt ist offen. Es geht heute zum Beispiel auch um Glaubwürdigkeit, man muss bei den Spielern ein gutes Gefühl entwickeln.

Wird der Spielerpool durch die gestiegenen Ablösesummen für den HSV immer kleiner?

Wir müssen innovative Ideen entwickeln, um gute Spieler zu bekommen. Wir müssen früher als andere dran sein, mutiger sein. Das Thema Leihe könnte auch ein Thema werden, weil große Vereine häufig 24, oder 25 Topspieler im Kader haben, die dort nicht alle zum Zuge kommen.

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Setzt der HSV zunehmend auf Leihspieler?

Für den HSV sind Leihgeschäfte in diesem Sommer realistisch?

Das müssen wir mal sehen. Am Ende geht es darum, aus den Möglichkeiten das Beste zu machen und vernünftig zu wirtschaften. Und da kann auch mal eine Leihe eine gute Option sein.

Wie überzeugt man gute Spieler vom HSV?

Du musst Spieler über längere Zeit begleiten, Vertrauen aufbauen, dadurch kommt man an gute Fußballer. Vertrauen ist heutzutage selten, gleichzeitig das wichtigste. Und das wollen wir beim HSV möglichen Zugängen geben. Dazu gehört auch der Kontakt zum engen Umfeld der Profis. Früher waren es die Vereinsverantwortlichen, die für Profis Vertraute waren, heute sind es meist die Berater.

Mit Nicolai Müller verlässt ein Profi den HSV in Richtung Frankfurt. Trauern Sie einem Spieler seiner fußballerischen Klasse nach?

Nicolai ist ein toller Fußballer. Doch es lief für ihn in der vergangenen Saison schon am ersten Spieltag wahnsinnig schlecht. Er hat wegen seiner Verletzung kaum für uns gespielt. Sein Vertrag lief nun aus und ihm bot sich die Möglichkeit, in der Bundesliga zu bleiben.

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