24. Mai 2019 / 11:14 Uhr

HSV-Beben! Jonas Boldt neuer Sportvorstand - Hamburg wirft Ralf Becker raus

HSV-Beben! Jonas Boldt neuer Sportvorstand - Hamburg wirft Ralf Becker raus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der HSV tauscht seinen Sportvorstand aus: Ex-Bayer-Sportdirektor Jonas Boldt (l.) ersetzt Ralf Becker, der seinen Posten nach nur einem Jahr wieder aufgeben muss.
Der HSV tauscht seinen Sportvorstand aus: Ex-Bayer-Sportdirektor Jonas Boldt (l.) ersetzt Ralf Becker, der seinen Posten nach nur einem Jahr wieder aufgeben muss. © imago images / RHR-Foto
Anzeige

Der HSV sorgt weiterhin für Schlagzeilen. Nachdem bereits Trainer Hannes Wolf seinen Hut nehmen musste, muss nun auch HSV-Sportvorstand Ralf Becker gehen. Die Hamburger bestätigten entsprechende Medienberichte und gaben mit Ex-Bayer-Sportdirektor Jonas Boldt gleich einen Nachfolger bekannt.

Anzeige
Anzeige

Beim Hamburger SV geht das Stühlerücken weiter. Wie der ehemalige Bundesliga-Dino am Freitagmittag bestätigte, muss Sportvorstand Ralf Becker gehen. Sein Nachfolger steht bereits fest: Der frühere Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen, Jonas Boldt, wurde vom Aufsichtsrat zum Sportvorstand berufen und ersetzt den glücklosen Becker. Zuerst hatte der Kicker über die Personalie berichtet. Damit verändert sich - mal wieder - das Gesicht des HSV. Trainer Hannes Wolf wurde nach dem verpassten Aufstieg entlassen. Der 48-jährige Becker war erst im letzten Jahr von Holstein Kiel zum einstigen Bundesliga-Dino gekommen.

Der HSV zieht damit nach eigenen Angaben "Konsequenzen aus der kürzlich erfolglos beendeten Zweitligasaison". Lange Zeit sah es so aus, als ob der HSV das anvisierte Ziel Aufstieg in die erste Liga schaffen sollte, doch im Saisonendspurt ging dem Nordklub die Puste aus. Der Aufstieg wurde durch teils desaströse Leistungen gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel verspielt. Für die kommende Saison muss der Traditionsverein nun nicht nur einen neuen Trainer finden, sondern auch die Position des Sportvorstands neu besetzen.

Karriere-Killer HSV? So erging es den Trainern nach der Trennung

Bereits 18 Cheftrainer hatte der Hamburger SV seit der Jahrtausendwende. Der <b>SPORT</b>BUZZER macht den Check: Wie erging es den entlassenen Coaches nach ihrem Engagement an der Elbe? Zur Galerie
Bereits 18 Cheftrainer hatte der Hamburger SV seit der Jahrtausendwende. Der SPORTBUZZER macht den Check: Wie erging es den entlassenen Coaches nach ihrem Engagement an der Elbe? ©
Anzeige

HSV-Vorstand Bernd Hoffmann: Nicht immer Personal austauschen

Dabei hatte der Vorstandsvorsitzende der Hamburger, Bernd Hoffmann, unmittelbar nach dem Abstieg noch vor ständigen Personalwechseln gewarnt. "Wir sind seit Jahren im permanenten sportlichen Krisenmodus, der immer im Austausch einzelner Personen endet. Das macht es kurzfristig besser, aber hat dauerhaft keinen Effekt gehabt", betonte Hoffmann, der von 2003 bis 2011 und erneut seit Mai 2018 als Vorstandschef der Hamburger fungiert und zwischenzeitlich auch als Präsident sowie Aufsichtsratsvorsitzender arbeitete. Er wolle "den Kreislauf irgendwann man durchbrechen, dass wir immer alles auf den Trainer reduzieren". Das ist offenbar aber zunächst nicht der Fall.

Mehr zum HSV

Der 56-jährige Vorstandsvorsitzende will beim Neuaufbau des angeschlagenen Ex-Dinos mit harter Hand regieren. "Wir können es uns nicht erlauben, den HSV als Wohlfühloase anzusehen", grollte Hoffmann. "Mit Leitbildern werden wir keine Tore schießen." Jeder einzelne Spieler, Trainer und Funktionär müsse sich die Frage stellen, "ob er bereit ist, den Weg mitzugehen", betonte Hoffmann.

Becker hatte den HSV im Mai 2018 als Sportvorstand übernommen und versucht, den Kader für die zweite Liga unter schwierigen finanziellen Bedingungen ausgewogen aufzustellen. Das gelang nur bedingt. Nur wenige der neun Neuzugänge fruchteten, eigentlich schlug nur Leih-Profi Orel Mangala vom VfB Stuttgart ein. Zu viele neue Spieler, etwa Innenverteidiger Leo Lacroix oder Khaled Narey, floppten oder konnten die Erwartungen im Volksparkstadion nicht erfüllen. Auch mit Trainer Hannes Wolf hatte Becker kein glückliches Händchen.

Hier abstimmen: Gelingt dem HSV 2020 die Bundesliga-Rückkehr?

Mehr anzeigen

Hier #GABFAF-Supporter werden

Wir kämpfen für den Amateurfußball! Trage Dich kostenlos ein und Du bekommst unseren exklusiven Newsletter mit allem, was den Amateurfußball in Deutschland bewegt. Außerdem kannst Du jeden Monat 2000 Euro Zuschuss für Deinen Verein gewinnen und entscheidest mit, wofür #GABFAF sich als nächstes einsetzt.

ANZEIGE: 50% auf dein Jako Herbst-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN