29. Juni 2020 / 15:36 Uhr

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus knöpft sich HSV vor: "Ein Bild des Jammers"

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus knöpft sich HSV vor: "Ein Bild des Jammers"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Lothar Matthäus geht mit dem HSV nach der verpassten Relegation hart ins Gericht.
Lothar Matthäus geht mit dem HSV nach der verpassten Relegation hart ins Gericht. © Getty/dpa
Anzeige

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus ringt angesichts des HSV-Debakels gegen den SV Sandhausen um Worte. In seiner "Sky"-Kolumne geht er mit Spielern und Verantwortlichen hart ins Gericht.

Anzeige
Anzeige

Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus hat das 1:5-Debakel des Hamburger SV gegen den SV Sandhausen und die damit verpasste Teilnahme an der Relegation mit Kopfschütteln verfolgt. "Ein Bild des Jammers. Wie kann man sich im alles entscheidenden Spiel gegen den SV Sandhausen so präsentieren? Ohne Worte. Ich erspare mir und den HSV-Fans eine gnadenlose Abrechnung. Es ist alles schon Strafe genug", schrieb der 59-Jährige in seiner Sky-Kolumne. Wenn es um "mangelnde Einstellung und Mentalität" geht, wisse er nicht, "welche Wortwahl für diese Truppe angemessen wäre."

Mehr vom SPORTBUZZER

Matthäus richtet aber nicht nur in Richtung der Spieler deutliche Worte: "Auch die Mannschaft neben dem Platz darf von Kritik nicht ausgenommen werden. Trainer, Sportdirektor, Präsident. Alle haben ihren Teil zur erneuten Blamage beigetragen." Mit Blick auf Trainer Dieter Hecking, dessen Vertrag sich nur im Falle des Aufstiegs verlängert hätte und nun vor einer ungewissen Zukunft steht, meinte der einstige Weltfußballer: "Wer den HSV trainiert, scheint überhaupt keine Rolle zu spielen. Denn egal wer dort an der Seitenlinie steht - diejenigen, die momentan und in den letzten Jahren die Raute auf der Brust tragen durften, haben es einfach nicht verdient."

50 ehemalige Spieler des Hamburger SV – und was aus ihnen wurde

Stig Töfting, Ruud van Nistelrooy, Anthony Yeboah und Rafael van der Vaart – vier absolute HSV-Legenden. Doch was machen sie heute? Wir haben die Wege von 50 ehemaligen Spielern des Hamburger SV weiterverfolgt – zum Durchklicken: DAS machen die Ex-Stars heute. Zur Galerie
Stig Töfting, Ruud van Nistelrooy, Anthony Yeboah und Rafael van der Vaart – vier absolute HSV-Legenden. Doch was machen sie heute? Wir haben die Wege von 50 ehemaligen Spielern des Hamburger SV weiterverfolgt – zum Durchklicken: DAS machen die Ex-Stars heute. ©

Tatsächlich war der Saisonabschluss am Sonntag der Tiefpunkt einer längeren Fehlentwicklung. Nachdem man schon in der Vorwoche 1:2 beim direkten Rivalen 1. FC Heidenheim verloren und den Relegationsplatz an die Ostwürttemberger abgegeben hatte, war der Erhalt der Aufstiegschancen für die Hamburger dennoch zum Greifen nah. Da Heidenheim zum Abschluss der Spielzeit bei Arminia Bielefeld unterlag (0:3), hätte dem HSV gegen Sandhausen ein Remis genügt, um in die Relegation einzuziehen.