12. März 2019 / 12:49 Uhr

Nach Pyro-Derby beim FC St. Pauli: HSV-Boss Bernd Hoffmann geht auf Fans zu 

Nach Pyro-Derby beim FC St. Pauli: HSV-Boss Bernd Hoffmann geht auf Fans zu 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bernd Hoffmann will mit den Fans ins Gespräch kommen. 
Bernd Hoffmann will mit den Fans ins Gespräch kommen.  © imago images / Philipp Szyza
Anzeige

Vorstandsboss Bernd Hoffmann vom Hamburger SV will trotz der Pyro-Vorfälle im Stadtderby gegen den FC St. Pauli den Dialog mit den Fans fortsetzen und "zumindest über alternative Lösungen ernsthaft nachdenken".  

Anzeige
Anzeige

Die Pyro-Aktionen in beiden Fan-Lagern am Sonntag hätten deutlich gezeigt, "dass wir konstruktive Dialoge brauchen", sagte Hoffmann nach dem 4:0-Sieg seines Vereins am Millerntor. Bereits nach dem Heimspiel gegen Dynamo Dresden am 11. Februar, als großflächig im Gästeblock Pyro-Technik gezündet worden war, hatte Hoffmann im Hamburger Abendblatt gesagt: "Wenn man sich eingesteht, dass Pyro ein Teil der Fankultur ist, und das haben wir, dann muss man zumindest über alternative Lösungen ernsthaft nachdenken. Selbstverständlich gemeinsam mit allen Beteiligten wie der aktiven Fanszene, aber auch der Feuerwehr, der Polizei, der Stadt und dem Verband. Aus unserer Sicht ist diese Diskussion überfällig."

Mehr zum Hamburger Stadtderby

Pauli-Führung kritisiert eigene Fans

Unterdessen ging die Club-Führung des FC St. Pauli hart mit den eigenen Anhängern ins Gericht. "Mit den verschiedenen Aktionen während der Partie wurden Grenzen überschritten. Das billigen und dulden wir nicht", hieß es in einer Stellungnahme auf der Homepage des Vereins, in der auch von einer "Zäsur beim FC St. Pauli" gesprochen wurde: "Aufgrund der Vorfälle werden Form und Inhalt des weiteren Umgangs miteinander und Konsequenzen kritisch diskutiert."

Hamburger SV vs. St. Pauli: So liefen die letzten Hamburger Stadtderbys

Wenn St. Pauli und der Hamburger SV aufeinandertreffen, dann hatte zuletzt regelmäßig der HSV auf dem Platz die Nase vorn. Bis auf 2011, als Gerald Asamoah sich für alle Fans der Braun-Weißen unsterblich machte.  Zur Galerie
Wenn St. Pauli und der Hamburger SV aufeinandertreffen, dann hatte zuletzt regelmäßig der HSV auf dem Platz die Nase vorn. Bis auf 2011, als Gerald Asamoah sich für alle Fans der Braun-Weißen unsterblich machte.  ©
Anzeige

Derby stand kurz vor dem Abbruch

Schiedsrichter Felix Brych hatte die Partie gegen den HSV wegen des Einsatzes von Pyrotechnik auf beiden Seiten insgesamt viermal unterbrochen und die Mannschaften in der 82. Minute für fünf Minuten in die Kabinen geschickt. Vor allem Fans des FC St. Pauli setzten Pyrotechnik ein und schossen immer wieder auch Leuchtraketen auf das Spielfeld. "Das war ein heißes Derby, schon an der Grenze", sagte Brych nach dem Spiel bei Sky. "Ich habe so etwas selten erlebt. Es ist meine Aufgabe, alle Mittel auszuschöpfen. Wenn ich die Mannschaften in die Kabinen schicke, ist das die letzte Warnung und mein letztes Mittel."

ANZEIGE: 50% aufs Set für deine Mannschaftsfahrt! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus aller Welt