12. Mai 2019 / 18:47 Uhr

HSV übt nach verpasstem Aufstieg harsche Selbstkritik: "Wir haben uns alle verpisst"

HSV übt nach verpasstem Aufstieg harsche Selbstkritik: "Wir haben uns alle verpisst"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kapitän Aaron Hunt ließ nach der Niederlage gegen Paderborn seinem Frust freien Lauf - auch bei Trainer Hannes Wolf ist die Enttäuschung groß.
Kapitän Aaron Hunt ließ nach der Niederlage gegen Paderborn seinem Frust freien Lauf - auch bei Trainer Hannes Wolf ist die Enttäuschung groß. © imago images / Team 2
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Der Hamburger SV hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die allerletzte Chance auf den Aufstieg vergeben. Nach der Niederlage gegen Paderborn hat der HSV drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz und die deutlich schlechtere Tordifferenz. 

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Drei Punkte Rückstand, eine um 21 Treffer schlechtere Tordifferenz auf Union Berlin auf Rang drei - für den Hamburger SV ist der Aufstieg nicht mehr machbar. Die Stimmung beim Bundesliga-Absteiger, der gemeinsam mit Köln als haushoher Favorit in die Saison gegangen ist, ist nach der 1:4-Niederlage gegen den SC Paderborn dementsprechend auf dem Tiefpunkt.

"Wir haben hochverdient verloren, weil wir uns auf dem Platz alle verpisst haben", zog Kapitän Aaron Hunt nach dem Spiel bei Sky ein vernichtendes Fazit. "Es ist traurig, wie wir so ein Spiel angegangen sind. Das Ergebnis sagt alles über das Spiel und die letzten Wochen", sagte der 32-Jährige weiter und schloss: "So kann man nicht aufsteigen. Den Aufstieg haben wir verschenkt. Das ist katastrophal."

HSV in der Einzelkritik gegen den SC Paderborn

Der Hamburger SV kann den Aufstieg in die Bundesliga nach der Niederlage beim SC Paderborn wegen der schlechteren Tordifferenz nicht mehr erreichen. Alle HSV-Spieler hier in der Einzelkritik. Zur Galerie
Der Hamburger SV kann den Aufstieg in die Bundesliga nach der Niederlage beim SC Paderborn wegen der schlechteren Tordifferenz nicht mehr erreichen. Alle HSV-Spieler hier in der Einzelkritik. ©
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Trainer Wolf: "Mir tut das total leid"

Torwart Tom Mickel, der für den erkrankten Julian Pollersbeck einsprang, fand ähnlich drastische Worte: "Mein traurigstes Spiel als Profi. Wir haben alle unsere Ziele verpasst. Wir haben in zahlreichen Spielen nicht die richtige Mentalität gehabt. Wir müssen uns hinterfragen, ob wir immer alles gegeben haben. Wer für diesen Verein spielt, der muss Herz, Liebe und Leidenschaft zeigen. Das ist nicht immer passiert."

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Für Trainer Hannes Wolf könnte der verpasste Wiederaufstieg das Aus beim HSV bedeuten. Nach der bitteren Pleite gegen Paderborn zeigte sich der frühere Stuttgart-Coach selbstkritisch und bilanzierte: "Das ist ein Spiegelbild der letzten Wochen, dass wenige Dinge reichen, um unser nie stabiles Konstrukt zu brechen. Mir tut das total leid für die Fans und Mitarbeiter. Wir sind gegen die Entwicklung nicht mehr angekommen." Vor allem die schwache Offensive mit nur 42 Toren in 33 Spielen kostete den HSV am Ende die Rückkehr in die Bundesliga. "Wir haben nie richtig gut nach vorne gespielt. Die defensive Stabilität ist der einzige Grund, warum wir lange oben standen. Das haben wir irgendwann verloren", erläuterte Wolf.

HSV-Sportchef Becker: "Es ist eine brutale Leere"

Auch in den sozialen Netzwerken präsentierte sich der Klub desillusioniert. Via Twitter kündigte der Klub eine "Analyse" der Saison an und betonte: "Leider waren wir in dieser Saison nicht gut genug, um den Wiederaufstieg zu erreichen." 2020, heißt es in dem Statement, werde der Aufstieg erneut in Angriff genommen.

Sportchef Ralf Becker trat ebenfalls sichtlich frustriert vor die TV-Kameras. "Es ist eine brutale Leere, es ist eine totale Frustration", kommentierte der frühere Profi, der ein Bekenntnis zu Hannes Wolf vermied: "Es geht darum, das Beste für den HSV zu entscheiden."

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Alex Silva, Thiago Neves und auch Jonathan Pitroipa schafften den Durchbruch beim HSV nicht. Sie waren nicht die einzigen. Wer noch? Das erfahrt Ihr in der Bildergalerie. Zur Galerie
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