28. Juni 2020 / 17:26 Uhr

2. Liga kompakt: HSV mit Blamage statt Relegation - Heidenheim nun gegen Werder - KSC feiert Klassenerhalt

2. Liga kompakt: HSV mit Blamage statt Relegation - Heidenheim nun gegen Werder - KSC feiert Klassenerhalt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der Hamburger SV hat den Einzug in die Relegation nach einer Heimniederlage gegen Sandhausen verpasst. Der Karlsruher SC rettet sich direkt.
Der Hamburger SV hat den Einzug in die Relegation nach einer Heimniederlage gegen Sandhausen verpasst. Der Karlsruher SC rettet sich direkt. © Valeria Witters/Witters/Pool via xim.gs
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Auf den Hamburger SV wartet ein drittes Jahr in der 2. Liga. Der HSV kassierte eine Heim-Blamage gegen den SV Sandhausen und ließ den Patzer des 1. FC Heidenheim ungenutzt. Der KSC feiert den Klassenerhalt, Nürnberg muss zittern.

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Hamburger SV - SV Sandhausen 1:5 (0:2)

Der Hamburger SV hat die Chance auf die bis zum Ende mögliche Teilnahme an der Relegation leichtfertig weggeworfen. Die Hanseaten, die mit einem Punkt Rückstand auf den 1. FC Heidenheim in den letzten Zweitliga-Spieltag gegangen waren, blamierten sich zum Saisonabschluss mit einem 1:5 (0:2) gegen den SV Sandhausen und nutzten den Patzer des direkten Rivalen bei Arminia Bielefeld nicht. Damit wartet auf den einstigen Bundesliga-Dino ein drittes Jahr in der Zweitklassigkeit.

Einen rabenschwarzen Tag erlebte vor allem HSV-Abwehrchef Rick van Drongelen. Zunächst lenkte der Niederländer den Ball zur Führung der Gäste ins eigene Netz (13.), beim zweiten Gegentor durch Kevin Behrens stand er zu tief und hob das Abseits auf (22.). In der 36. Minute zog sich van Drongelen dann auch noch eine Knieverletzung zu und musste ausgewechselt werden. Nach der Pause kamen die Hamburger, denen ein Remis genügt hätte, durch Aaron Hunt (62., Foulelfmeter) heran. Doch der SVS stellte den alten Vorsprung durch Behrens (84,Foulelfmeter) wieder her und erhöhte durch Mario Engels (89.) und ausgerechnet Ex-HSV-Profi Dennis Diekmeier (90.+3) weiter. Sandhausen lieferte den Heidenheimern, die 0:3 bei Arminia Bielefeld unterlagen, derweil dringend benötigte Schützenhilfe.

Arminia Bielefeld - 1. FC Heidenheim 3:0 (2:0)

Trotz einer klaren 0:3 (0:2)-Niederlage bei Zweitliga-Meister Arminia Bielefeld hat der 1. FC Heidenheim die Relegation erreicht und kann vom ersten Aufstieg in die Bundesliga träumen. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt profitierte dabei von der Heim-Pleite des Hamburger SV gegen den SV Sandhausen und trifft in den Playoffs am 2. und 6. Juli nun auf Werder Bremen. Die Bielefelder kamen durch Treffer von Fabian Klos (14.), Andreas Voglsammer (17.) und Jonathan Clauss (53.) zum Sieg.

2009 wurde die Bundesliga-Relegation wieder eingeführt. Alle bisherigen Begegnungen im Überblick:

Der <b<SPORT</b>BUZZER blickt in der Galerie auf alle Relegationsduelle seit 2009. Zur Galerie
Der BUZZER blickt in der Galerie auf alle Relegationsduelle seit 2009. ©

VfB Stuttgart - Darmstadt 98 1:3 (1:1)

Aufsteiger VfB Stuttgart verabschiedet sich mit einer Niederlage in Richtung Bundesliga: Die Schwaben verloren gegen Darmstadt 98 mit 1:3 (1:1). Im Mittelpunkt der Partie stand aber ohnehin vor allem der Abschied von Mario Gomez, der den VfB am Ende der Saison verlässt. Der Ex-Nationalspieler schoss dann auch sein Abschieds-Tor zum zwischenzeitlichen 1:1 (42.). Doch Darmstadt blieb davon unbeeindruckt und kam durch Serdar Dursun (32.), Matthias Bader (53.) und Tobias Kempe (88.) zum Sieg.

Holstein Kiel - 1. FC Nürnberg 1:1 (0:1)

Der 1. FC Nürnberg ist auf der Zielgeraden der Saison noch auf den Relegationsplatz gestürzt und muss weiter um den Klassenerhalt bangen. Eine Woche nach dem desolaten 0:6 beim VfB Stuttgart kamen die Franken bei Holstein Kiel nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und treffen in den Ausscheidungsspielen am 7. und 11. Juli nun auf den Dritten der 3. Liga. Patrick Erras verlieh den Nürnbergern mit seinem frühen Führungstor in der dritten Minute vermeintliche Sicherheit. Doch die Kieler, die die Spielzeit im gesicherten Mittelfeld des Klassements beenden, schlugen zurück und entrissen dem Club durch den Ausgleich von Lion Lauberbach (67.) den dringend benötigten Sieg.

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SpVgg Greuther Fürth - Karlsruher SC 1:2 (1:1)

Dank einer Energieleistung hat sich der Karlsruher SC doch noch den Klassenerhalt gesichert. Die Mannschaft von Trainer Christian Eichner schob sich durch ein 1:2 (1:1) bei der SpVgg Greuther Fürth auf den 15. Tabellenplatz nach vorn und gab den Relegationsrang an den 1. FC Nürnberg ab. Nach dem der KSC durch Daniel Keita-Ruel (2.) zunächst in Rückstand geraten war, drehte er die Partie durch Treffer von Dominik Kother (21.) und Philipp Hofmann (61., Foulelfmeter) zu seinen Gunsten.

SV Wehen Wiesbaden - FC St. Pauli 5:3 (3:2)

Nach nur einem Jahr in der 2. Liga muss Wehen Wiesbaden wieder den Gang in die Drittklassigkeit antreten. Die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm kam zum Saisonabschluss zwar zu einem 5:3 (3:2) gegen den FC St. Pauli - doch der Sieg war am Ende wertlos, da der Relegationsplatz allein aufgrund der schlechten Tordifferenz nahezu unerreichbar war. Die Treffer für Wehen erzielten Stefan Aigner (11. und 38.), Philipp Tietz (12., 62., Foulelfmeter und 66.). Für St. Pauli waren Leo Östigard (25.) und Henk Veerman (32. und 73.) erfolgreich.

25 ehemalige Spieler des FC St. Pauli und was aus ihnen wurde

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Dynamo Dresden - VfL Osnabrück 2:2 (1:0)

Dynamo Dresden hat sich mit einem Unentschieden aus der 2. Liga verabschiedet. Die Sachsen, die schon vor dem Spiel nur noch äußerst theoretische Chancen auf den Klassenerhalt hatten, trennten sich vom VfL Osnabrück 2:2 (1:0) und schließen die Saison auf dem letzten Tabellenplatz ab. Für den VfL hatte die Partie nur noch statistischen Wert. Die Niedersachsen hatten den Ligaverblieb bereits am vergangenen Wochenende unter Dach und Fach gebracht. Marco Terrazzino (23.) und Patrick Schmidt (59.). sorgten dafür, dass Dynamo zunächst wie der sichere Sieger aussah. Osnabrück schlug dann durch Anas Oahim (76.) und Niklas Schmidt (81.) zurück.

Die Spiele ohne Relevanz für Auf- oder Abstieg im Stenogramm

Hannover 96 - VfL Bochum 2:0 (1:0)

Tore: 1:0, 2:0 Marvin Ducksch (45., 84.).

Jahn Regensburg - Erzgebirge Aue 1:2 (1:1)

Tore: 1:0 Charalambos Makridis (2.), 1:1 Pascal Testroet (45.+3), 1:2 Philipp Zulechner (87.).