29. Oktober 2020 / 06:48 Uhr

HSV-Coach Thioune vor Stadt-Derby gegen FC St. Pauli motiviert: "Können eine neue Geschichte schreiben"

HSV-Coach Thioune vor Stadt-Derby gegen FC St. Pauli motiviert: "Können eine neue Geschichte schreiben"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Freut sich auf sein erstes Stadt-Derby: HSV-Trainer Daniel Thioune.
Freut sich auf sein erstes Stadt-Derby: HSV-Trainer Daniel Thioune. © imago images/foto2press
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Der Hamburger SV geht mit fünf Siegen aus den ersten fünf Saison-Spielen als Tabellenführer ins Stadt-Derby gegen den FC St. Pauli. Und der HSV hat noch eine Rechnung offen, verlor die beiden letzten Duelle jeweils 0:2. Trainer Daniel Thioune will jedoch nicht zurückschauen, sondern "eine neue Geschichte schreiben".

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Der Hamburger SV ist in der 2. Bundesliga bislang noch ohne Punktverlust - eine ideale Voraussetzung für das anstehende Stadt-Derby mit dem FC St. Pauli am Freitag (18.30 Uhr, Sky). Mit fünf Siegen aus den ersten fünf Spielen führt das Team von Trainer Daniel Thioune die Tabelle souverän an. Doch sollte das Duell mit dem Erzrivalen verloren werden, dürfte die gute Stimmung beim HSV erst einmal wieder verflogen sein.

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Im Vorjahr gab es zwei 0:2-Pleiten gegen den Kiezklub. Doch Hamburgs Coach will von diesen Ergebnissen nichts mehr wissen. "*Wir können nichts wiedergutmachen, was in der Vergangenheit liegt. Aber wir können Freitag eine neue Geschichte schreiben"*, sagte der 46-Jährige im Bild-Interview, das er gemeinsam mit St. Paulis Trainer Timo Schultz (43) geführt hat. Thioune ist sich der Wichtigkeit des Spiels absolut bewusst: "Wir wissen, dass es nicht nur ein Fußball-Spiel ist, es nicht nur um drei Punkte geht." Sein Gegenüber, der wie er selbst erst im Sommer seinen Trainer-Job beim Zweitligisten angetreten hat, meinte: "Es ist ein Spiel, auf das sich trotz aller Rivalität alle freuen sollten."

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Thioune: "Ein Derby lebt von den Fans"

Dass (wenn überhaupt) maximal 1000 Fans zugelassen sind, ist für beide Trainer eine bittere Pille - ihr erstes Derby wird nicht so sein, wie man es in Hamburg eigentlich kennt. "Für mich ist es ein Privileg, Trainer des Hamburger SV zu sein. Ich würde gern 57.000 Fans im Volkspark erleben. Wenn die Nord-Tribüne explodiert, das würde ich auch gern erleben", meinte Thioune, der im Sommer vom VfL Osnabrück gekommen ist, und fügte an: "Ohne Fans, das ist nicht das, warum wir das machen. Ein Derby lebt von Gesängen, Choreos, Provokationen, Emotionen. Das erweckt das Ganze zum Leben."

Auch der Kiezklub-Coach würde gerne echte Derby-Atmosphäre erleben. "Fußball ohne Zuschauer, da fehlen die letzten Prozent, da fehlen Emotionen, da fehlt das letzte Kribbeln. Oder wenn wir zum HSV ins Stadion fahren, dass wir bepöbelt werden, dass wir böse Blicke ernten, dass es Schlachtrufe gibt", betonte Schultz.