21. September 2019 / 09:52 Uhr

Bericht: Wirbel um Transfer von Tim Leibold - So wollte Nürnberg den HSV austricksen

Bericht: Wirbel um Transfer von Tim Leibold - So wollte Nürnberg den HSV austricksen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Tim Leibold wechselte im Sommer vom 1. FC Nürnberg zum HSV. Hamburgs Sportvorstand Jonas Boldt (l.) hatte dabei Glück, dass sein Nürnberger Kollege Robert Palikuca nicht mit einem Trick durchkam.
Tim Leibold wechselte im Sommer vom 1. FC Nürnberg zum HSV. Hamburgs Sportvorstand Jonas Boldt (l.) hatte dabei Glück, dass sein Nürnberger Kollege Robert Palikuca nicht mit einem Trick durchkam. © Getty
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Der Wechsel von Tim Leibold vom 1. FC Nürnberg zum Hamburger SV hat sich für den HSV voll ausgezahlt, denn der 25-Jährige ist aus der ersten Elf von Trainer Dieter Hecking nicht wegzudenken. Fast wäre der Transfer jedoch an einem Trick von FCN-Sportvorstand Robert Palikuca gescheitert.

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Seit fast drei Monaten ist Tim Leibold jetzt ein Spieler des Hamburger SV - bisher ist das Engagement des Linksverteidigers im Volksparkstadion eine Erfolgsgeschichte. Schon drei Tore legte der 25-Jährige vor, der sowohl defensiv als auch offensiv überzeugen konnte und den Abgang von Leistungsträger Douglas Santos bislang exzellent kompensiert. Dass Leibold im Sommer zum HSV wechselte, ist rückblickend eine glückliche Fügung für die Norddeutschen, denn fast wäre es ganz anders gekommen.

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, versuchte Leibolds Ex-Verein 1. FC Nürnberg nämlich, den Wechsel zum Zweitliga-Konkurrenten mit allen Mitteln zu verhindern. Demnach wollte FCN-Sportvorstand Robert Palikuca sein Gegenüber Jonas Boldt austricksen, um für Leibold eine höhere Ablöse zu generieren. Der Grund: Leibold, der seinen Vertrag im Frühjahr 2018 verlängert hatte, ließ sich bei der Unterschrift zusichern, den "Club" für 1,8 Millionen Euro per Ausstiegsklausel verlassen zu können.

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Nürnberg-Boss Palikuca wehrt sich: "Das hat nichts mit Tricksereien zu tun"

Boldt war genau das zu Ohren gekommen - als der frühere Leverkusen-Sportdirektor beim HSV berufen wurde, klopfte er bei Leibold und dessen Agentur ab, ob dieser sich einen Wechsel nach Hamburg vorstellen könne. Leibold konnte. Laut Abendblatt folgte daraufhin wörtlich ein "unmoralisches Angebot" an Leibold seitens des FCN. Palikuca habe Leibolds Berater Karl Herzog angeboten, in der öffentlichen Kommunikation von einer Ausstiegsklausel in Höhe von 3 Millionen Euro zu sprechen und nicht von 1,8 Millionen.

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Damit sich die Leibold-Seite daran hält, sah Palikuca, der gegenüber Bild von einem "absolut üblichen Vorgang" sprach, offenbar vor, dass sich Nürnberg und Leibold die überschüssigen 1,2 Millionen Euro hätten aufteilen können - also 600 000 Euro für Verein und Spieler. Der Berater ging diese Geheim-Absprache allerdings nicht mit. Das Ende der Geschichte: Leibold wechselte im Sommer für 1,8 Millionen Euro aus Nürnberg nach Hamburg.

Palikuca betonte, man habe Leibold einen neuen Vertrag angeboten, nachdem der FCN vom Interesse des HSV erfahren habe. Palikuca: "Das ist ein absolut üblicher Vorgang und hat überhaupt nichts mit Tricksereien zu tun." Auch Berater Herzog sah im Handeln des FCN-Managers nichts Verwerfliches. "Es ist alles offen kommuniziert worden. Tim und ich haben uns anders entschieden, und damit war es gut", erklärte Herzog bei Transfermarkt. "Das sind alles Mittel, die zum Instrumentarium eines Managers gehören."

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