19. April 2022 / 22:40 Uhr

HSV-Traum geplatzt: SC Freiburg jubelt über erstes Pokal-Finale der Vereinsgeschichte

HSV-Traum geplatzt: SC Freiburg jubelt über erstes Pokal-Finale der Vereinsgeschichte

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der SC Freiburg (kl. Bild) gab sich im Halbfinale gegen den Hamburger SV keine Blöße.
Der SC Freiburg (kl. Bild) gab sich im Halbfinale gegen den Hamburger SV keine Blöße. © IMAGO/Matthias Koch/Michael Schwarz (Montage)
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Der Hamburger SV muss seine Träume vom Titel im DFB-Pokal begraben. Gegen den klassenhöheren SC Freiburg wurde den Hanseaten am Dienstagabend bereits in Durchgang eins der Zahn gezogen. Der Sport-Club marschierte indes ins erste Cup-Finale der Vereinsgeschichte.

Der Pokal-Traum des Hamburger SV ist ausgeträumt. Der Zweitligist aus der Hansestadt zog am Dienstagabend im Halbfinale einen Schritt vor dem Endspiel in Berlin gegen den klassenhöheren SC Freiburg mit 1:3 (0:3) den Kürzeren. Nils Petersen (11.), Nicolas Höfler und ein Elfmeter-Tor von Vincenzo Grifo (35.) sorgten bereits in Durchgang eins für klare Verhältnisse und verhinderten den ersten Finaleinzug eines Zweitligisten im DFB-Pokal seit 2011. Der einzige HSV-Treffer durch Robert Glatzel kam zu spät (88.). Der Sport-Club darf nach einer souveränen Vorstellung damit weiter auf den ersten Cup-Titel der Vereinsgeschichte hoffen.

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Nur mit wenigen Änderungen im Vergleich zu ihren erfolgreichen Generalproben in der jeweiligen Liga gingen die Teams ins erste DFB-Pokal-Halbfinale dieser Saison. HSV-Trainer Tim Walter berief für die Partie Ludovit Reis für Faride Alidou und Sonny Kittel für Mikkel Kaufmann in die Startformation. Reis war beim 3:0 gegen den Karlsruher SC am Samstag gesperrt, Kittel war zunächst geschont worden. Bei den Freiburgern, die am Samstag ebenfalls mit 3:0 gegen den VfL Bochum gewonnen hatten, ersetzte Jonathan Schmid auf der rechten Außenbahn Lukas Kübler. Trainer Christian Streich ließ zudem wie schon gegen Bochum Nils Petersen für Ermedin Demirovic von Beginn an stürmen.

Und der Freiburg-Coach sollte mit seiner Personal-Entscheidung recht behalten. Zwar kam der HSV durch Robert Glatzel (5.) und Sonny Kittel (6.) zu zwei ersten Tor-Annäherungen, Petersen stellte auf der Gegenseite jedoch die Weichen früh auf Sieg für den Favoriten, als er nach einem Eckstoß aus kurzer Distanz per Kopf zur Stelle war (11.). Die Hamburger wirkten nun angezählt, was der Bundesligist eiskalt ausnutzte. Nach einem Fehlpass von HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes schaltete Freiburg schnell um. Die Flanke von Roland Sallai landete über Umwege bei Nicolas Höfler, dessen Schuss – noch abgefälscht von Sebastian Schonlau – zum 2:0 im Tor der Hausherren einschlug (17.).

Der HSV antwortete wütend, aber erfolglos. Erst verpasste Anssi Suhonen freistehend den Anschlusstreffer (26.), dann rutschte eine verunglückte Flanke von Bakery Jatta knapp am langen Pfosten vorbei (29.). Freiburg indes zeigte sich einmal mehr effizient. Nachdem Nico Schlotterbeck bei einem Klärungsversuch von HSV-Profi Moritz Heyer am Kopf getroffen wurde, entschied Deniz Aytekin unter Zuhilfenahme der VAR-Bilder auf Elfmeter. Diesen verwandelte Grifo zum 3:0 (39.) – die Vorentscheidung schon vor der Pause.

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In Durchgang zwei warfen die Hamburger noch einmal alles nach vorne. Der nötige Punch im Angriffsdrittel ging den Gastgebern aber auch nach dem Seitenwechsel ab. Ein Kopfball von Jatta (50.) und ein Abschluss von Kittel, dessen Endstation ein gut reagierender SC-Keeper Mark Flekken war (68.), blieben ohne den gewünschten Ertrag. Erst kurz vor dem Ende gelang Glatzel per Kopf das 1:3 (88.) – zu spät für die Wende. Für den HSV ist das Pokal-Abenteuer vorbei. Freiburg greift indes gegen den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen RB Leipzig und Union Berlin am Mittwoch (20.45 Uhr/ ARD, Sky) nach dem Titel. Zudem arbeitet das Team aus dem Breisgau, das sich in der Bundesliga als Fünfter Hoffnungen auf die Champions-League-Qualifikation machen darf, weiter an der erfolgreichsten Saison der jüngeren Vereinsgeschichte.

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