28. Januar 2020 / 10:34 Uhr

Start der Rückrunde: Die 2. Liga im Hecking-Check – was macht die Spitze, was passiert im Keller?

Start der Rückrunde: Die 2. Liga im Hecking-Check – was macht die Spitze, was passiert im Keller?

Sönke Gorgos und Christian Müller
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Vor dem Start der 2. Bundesliga checkt HSV-Trainer Dieter Hecking die Konkurrenz.
Vor dem Start der 2. Bundesliga checkt HSV-Trainer Dieter Hecking die Konkurrenz. © imago images/Montage
Anzeige

Die 2. Bundesliga vor dem Neustart im Check: Für Hamburgs Trainer Dieter Hecking liegt der Druck nicht allein beim HSV und in Stuttgart - sondern auch beim Tabellenführer Arminia Bielefeld.

Anzeige
Anzeige

Anderthalb Wochen nach dem teils spektakulären Rückrundenauftakt der Bundesliga legt an diesem Dienstag auch die 2. Bundesliga wieder los. Sowohl im Aufstiegsrennen als auch im Abstiegskampf kündigt sich Spannung bis zum Schluss an.

Was macht die Spitze?

Arminia Bielefeld, Hamburger SV, VfB Stuttgart: Die Topteams der Liga erarbeiteten sich in der Hinrunde einen zweifelhaften Ruf als "drei Fragezeichen". Denn sie eint vor allem fehlende Konstanz: Keiner aus dem Trio gewann mehr als die Hälfte seiner Spiele. Den besten Eindruck hinterließ die Arminia (34 Punkte), die sich dank ihrer Auswärtsstärke ganz oben festsetzte – vor der namhaften Konkurrenz. "Für mich ist die Arminia keine Überraschung", sagte Hamburgs Trainer Dieter Hecking, den die Kontinuität der Ostwestfalen beeindruckt, gegenüber dem SPORTBUZZER. Die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus hat aber auch eine Achillesferse: die Heimschwäche. Auf der Alm holte das Team in acht Spielen nur elf Pünktchen. Dazu kommt ein weiterer Faktor, denn: "Die Arminia hat jetzt auch etwas zu verteidigen. Sie schiebt gerne den Druck auf Stuttgart und den HSV. Aber Bielefeld ist jetzt genauso in der Verlosung", betonte Hecking.

Mehr vom SPORTBUZZER

Der HSV (31 Punkte) verspielte zuletzt seine Spitzenposition mit vier sieglosen Partien, Stuttgart (31) tauschte nach der Hinrunde den Trainer aus. Der weitgehend unbekannte Pellegrino Matarazzo übernahm von Tim Walter. Der US-Amerikaner arbeitete zuletzt als Co-Trainer von Julian Nagelsmann und Alfred Schreuder in Hoffenheim. Hecking sieht den VfB als großen Favoriten. "Er hat nominell den besten Kader", meinte der HSV-Coach, der Matarazzo aus seiner Zeit beim 1. FC Nürnberg (2009 bis 2012) kennt. Der Neu-Stuttgarter arbeitete beim "Club" damals in der Nachwuchsabteilung.

Im Gegensatz zur Konkurrenz haben die Hamburger im Winter auf dem Transfermarkt nachgelegt. Hecking kann im ersten Spiel gegen Nürnberg am Donnerstag auf Mittelfeldmann Louis Schaub (Köln), Stürmer Joel Pohjanpalo (Leverkusen) und Jordan Beyer (Gladbach) bauen, die aus der Bundesliga ausgeliehen wurden. Die Generalprobe missriet jedoch mit 2:5 bei Regionalligist VfB Lübeck.

Was passiert im Keller?

Überraschend zittern müssen neben Schlusslicht Dynamo Dresden (13 Punkte) auch große Namen wie Heckings Ex-Klubs Hannover 96 (13., 21) und 1. FC Nürnberg (16., 19), die ganz andere Ziele hatten. Hannover feuerte Sportdirektor Jan Schlaudraff und machte den Österreicher Gerhard Zuber, Mitarbeiter des ehemaligen 96-Managers Horst Heldt, zu Schlaudraffs Nachfolger. Zuber befand sich gleichzeitig in einem Rechtsstreit mit dem eigenen Klub. Der frühere Hannover-Trainer Hecking gab zu bedenken, die neuerlichen Wechsel auf der Trainer- und der Sportdirektorenposition seien "keine guten Zeichen". Oft sei im Fußball von Kontinuität die Rede. "Und wenn es nicht so richtig läuft, wird alles wieder über den Haufen geworfen."

Und die Nürnberger, erster HSV-Gegner, kommen nach dem Missverständnis Damir Canadi unter Nachfolger Jens Keller nur langsam auf Touren. Für Hecking ist der "Club" dennoch in der Lage, "mal eine Siegesserie zu starten". Beiden Vereinen machen Neuzugänge Hoffnung: der FCN lieh Verteidiger Konstantinos Mavropanos von Arsenal, Hannover holte mit Stürmer John Guidetti und dem Ex-Leipziger Dominik Kaiser zwei potenzielle Leistungsträger.

Welche Stadien der 2. Bundesliga erkennst Du von oben?

Welche Stadien der 2. Bundesliga erkennt ihr? Macht mit bei der <b>SPORT</b>BUZZER-Challenge!  Zur Galerie
Welche Stadien der 2. Bundesliga erkennt ihr? Macht mit bei der SPORTBUZZER-Challenge!  ©
Anzeige

Und sonst?

Ein Tabellenmittelfeld sucht man in der 2. Liga in dieser Spielzeit vergebens. Die Leistungsdichte ist noch größer als in den Vorjahren, die Liga scheint kaum vorhersehbar. Mit einigen Siegen können selbst Teams, die sich derzeit im Keller befinden, schnell ins obere Drittel springen.

Die aktuellen TOP-THEMEN

Tipp: In der werbefreien und kostenlosen App UFFL News zu Deinem Fußballverein lesen und schreiben.

Anzeige
Sport aus aller Welt