23. März 2022 / 18:57 Uhr

Human Rights Watch mit DFB-Treffen zu Katar zufrieden - "Großes Interesse" bei Nationalspielern

Human Rights Watch mit DFB-Treffen zu Katar zufrieden - "Großes Interesse" bei Nationalspielern

Roman Gerth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Nationalspieler haben den Austausch mit Human Rights Watch mit Interesse verfolgt, beschreibt Wenzel Michalski, Direktor der Menschenrechtsorganisation.
Die Nationalspieler haben den Austausch mit Human Rights Watch mit Interesse verfolgt, beschreibt Wenzel Michalski, Direktor der Menschenrechtsorganisation. © IMAGO/Jan Huebner/Reiner Zensen (Montage)
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Die deutschen Nationalspieler berichteten bereits vom Treffen mit Menschenrechtsorganisationen zur Situation im WM-Gastgeberland Katar. Human Rights Watch ist nach dem Austausch positiv gestimmt, wie Direktor Wenzel Michalski dem SPORTBUZZER erklärt.

Der Austausch zwischen den deutschen Nationalspielern und den beiden Menschenrechtsorganisationen Human Rights Watch und Amnesty International zur Situation bei WM-Gastgeber Katar hat beidseitig positive Reaktionen ausgelöst. "Wir sind vorsichtig optimistisch und freuen uns, dass sich der Deutsche Fußball-Bund diesem Thema nun ernsthaft annimmt", sagt Wenzel Michalski dem SPORTBUZZER, dem Sportportal des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Der Direktor von Human Rights Watch in Deutschland hat "großes Interesse" bei vielen DFB-Stars wahrgenommen.

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Ähnlich berichteten Routinier Thomas Müller und Verteidiger Matthias Ginter am Mittwoch auf der Pressekonferenz im Teamhotel der Nationalmannschaft vor den Toren Frankfurts. Dort bereitet sich das Team von Bundestrainer Hansi Flick auf die ersten beiden Länderspiele im Jahr 2022 gegen Israel am Samstag in Sinsheim (20.45 Uhr, ZDF) und Holland in Amsterdam (20.45 Uhr, ARD) vor. "Es war gut, sich mit den absoluten Experten auszutauschen", sagte Ginter auf SPORTBUZZER-Nachfrage. Müller erklärte: "Wir wurden über Sachverhalte aufgeklärt, die medial angerissen wurden und es gab ein paar Hintergrundinformationen. Es war nichts ganz Neues, aber es wurde einiges objektiviert."

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Human Rights Watch: "Umdenken" beim DFB

Sowohl Ginter als auch DFB-Pressesprecher Jens Grittner betonten, dass der Austausch in naher Zukunft weitergehen soll. Der Abwehrspieler von Borussia Mönchengladbach sagte, das erste Treffen sei "ein richtiger Schritt", darauf sollen nun weitere folgen. Direktor Michalski erklärt, dass "ein Umdenken" innerhalb des Verbands stattgefunden habe. Nicht unerheblich dürfte in diesem Zusammenhang die Rolle des neuen DFB-Präsidenten Bernd Neuendorf sein.

Amnesty International wollte sich auf Nachfrage nicht zum Treffen mit den Nationalspielern äußern.

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