19. Juni 2020 / 17:19 Uhr

Humberto Lopez übernimmt den HSV Wildau

Humberto Lopez übernimmt den HSV Wildau

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
HSV-Coach Humberto Lopez (l.) und Nachwuchstrainer Sven Brade (r.) mit den ehemaligen A-Juniorenspielern Justin Neidhardt (v.l.), Jan Albrecht und Mark-Bastian Kloß. 
HSV-Coach Humberto Lopez (l.) und Nachwuchstrainer Sven Brade (r.) mit den ehemaligen A-Juniorenspielern Justin Neidhardt (v.l.), Jan Albrecht und Mark-Bastian Kloß. © Oliver Schwandt
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Handball-Brandenburgliga: Ehemaliger kubanischer Nationalspieler tritt die Nachfolge des Spaniers Rolando Urios an, der den Verein Richtung Tegel verlassen hat.

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Handball-Brandenburgligist HSV Wildau wird in der kommenden Spielzeit von Ex-Spieler Humberto Lopez gecoacht, der seine 35-jährige Karriere nach dem coronavirusbedingten Saisonabbruch Mitte März beendet hat. Der ehemalige kubanische Nationalspieler (35 Länderspiele) tritt somit die Nachfolge vom Spanier Rolando Urios an, der zum Ostsee-Spree-Ligisten VfL Tegel gewechselt ist.

Humberto Lopez: "Ich sehe uns unter den ersten drei Teams"

„Ich freue mich auf den neuen sportlichen Abschnitt“, sagt Lopez, der in seiner Mannschaft unheimlich viel Potenzial sieht. „Wir verfügen über einen Kader von 20 Spielern und über eine gesunde Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern. Gelingt es mir, in der Vorbereitung aus dem Team eine verschworene Einheit zu bilden, dann traue ich uns in der kommenden Spielzeit 2020/2021 einen Platz unter den ersten drei Teams der Brandenburgliga zu“, gibt sich der als Physiotherapeut arbeitende Kubaner bereits vor dem ersten Punktspiel angriffslustig. Neben Lopez wird Franz Breitling auch in der kommenden Serie als Co-Trainer bei den ersten Männern des HSV Wildau tätig sein.

Franz Breitling (l.) bleibt Co-Trainer des HSV Wildau. 
Franz Breitling (l.) bleibt Co-Trainer des HSV Wildau. © Oliver Schwandt
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Nachwuchstrainer Sven Brade weiß ganz genau, warum sich der HSV-Vorstand für eine interne Lösung für den Trainerjob bei den ersten Männern entschieden hat. „Humberto kennt die Truppe ganz genau und man hat bereits beim ersten Gespräch mit ihm gespürt, wie sehr er für die Aufgabe brennt. Zudem ist es gut, dass er seine geballte Handballerfahrung den Spielern weitergeben kann“, so Brade, der bis zum vergangenen Sommer selbst noch für die Brandenburgliga-Männer des HSV Wildau verantwortlich war.

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Manuel Thieke (HC Spreewald) ist bisher der einzige Abgang des HSV Wildau. Mit Justin Neidhardt, Jan Albrecht und Mark-Bastian Kloß stoßen drei ehemalige A-Juniorenspieler zum Kader der ersten Männern. Besonders auf Kloß hält Lopez große Stücke. „Basti hat in den vergangenen zwei Spielzeiten schon gezeigt, dass er das Zeug für die Brandenburgliga hat. Besonders in der Abwehr weiß er ganz genau, wie er zuzupacken hat. Ich freue mich jedenfalls sehr, dass er beim HSV geblieben ist, da er auch noch ein paar andere Angebote auf seinem Tisch zu liegen hatte.“

Als A-Juniorentrainer kennt Brade auch ganz genau die Stärken von Albrecht und Neidhardt. „Jan ist ein Linksaußen, der technisch sehr versiert ist und ganz genau weiß, wo das Tor steht. Mit Justin bekommt Humberto einen Torwart, der richtig heiß auf die Brandenburgliga ist. Er hat bei mir in der Ostsee-Spree-Liga eine riesen Saison gespielt. Er hat sicherlich das Zeug, auch in der Brandenburgliga für Furore zu sorgen“, lobt Brade seine ehemaligen Akteure. Trainingsstart für die Mannschaft ist für den 21. Juli anvisiert. „Wir hoffen, dass im September die neue Saison starten kann, wenn es Corona zulässt“, so Brade weiter.