25. Juni 2019 / 16:03 Uhr

DFB-Comeback für Boateng, Müller und Hummels bei Olympia? Henrichs: „Hätte nichts dagegen“

DFB-Comeback für Boateng, Müller und Hummels bei Olympia? Henrichs: „Hätte nichts dagegen“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
U21-Verteidiger Benjamin Henrichs (re.) hätte nichts gegen ein DFB-Comeback von Jerome Boateng, Thomas Müller oder Mats Hummels.
U21-Verteidiger Benjamin Henrichs (re.) hätte nichts gegen ein DFB-Comeback von Jerome Boateng, Thomas Müller oder Mats Hummels. © imago images / Sven Simon
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Das wäre ein spannendes Szenario: Feiern Mats Hummels, Thomas Müller und Jerome Boateng nach ihrer kontroversen Ausbootung in der Nationalmannschaft bei Olympia 2020 ihren Ausstand im DFB-Trikot? Für U21-Verteidiger Benjamin Henrichs, der in Tokio wohl zum deutschen Aufgebot gehören wird, steht fest: Diese Lösung hätte Charme.

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Nils Petersen durfte mitmachen, Sven und Lars Bender ebenfalls. Die deutsche U21-Nationalmannschaft gewann bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro mit Unterstützung von drei erfahrenen Profis die Silbermedaille. Der Einsatz gestandener Profis ist wegen einer IOC-Regelung möglich. Die besagt, dass drei Spieler im Olympia-Kader dabei sein dürften, die älter sind als der aktuelle U21-Jahrgang.

Es gilt als wahrscheinlich, dass der DFB diese Regelung auch im kommenden Jahr anwenden wird, wenn es bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio wieder um Medaillen geht. Und da würden drei ganz bekannte Namen infrage kommen. Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller könnten nach ihrer kontroversen Ausbootung aus der A-Nationalmannschaft im Frühjahr einen versöhnlichen Abschluss ihrer Länderspielkarriere finden – vielleicht ja mit einer Olympischen Goldmedaille.

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Dahoud, Tah und Co. bei Olympia 2020 nicht mehr dabei: Kuntz braucht Erfahrung

Einer, der mit diesem Szenario gut leben könnte, ist Benjamin Henrichs. Der Verteidiger der AS Monaco sicherte mit der U21 gerade das deutsche Olympia-Ticket. „Das wäre vielleicht eine Option für sie, muss man sie mal fragen“, sagte Henrichs, der dem DFB-Team im Halbfinale gegen Rumänien am Donnerstag wegen einer Gelbsperre fehlen wird. Er habe „noch nicht daran gedacht, aber ich hätte nichts dagegen, mit den dreien bei Olympia zu spielen“, betonte der Ex-Leverkusener. Das liege am Ende aber in der Hand des Trainers.

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Noch hat der DFB sich nicht zur Zusammenstellung der Mannschaft für Tokio 2020 geäußert. Henrichs gehört zum Jahrgang 1997, der für das Turnier in Japan noch spielberechtigt wäre. Spieler wie Mahmoud Dahoud, Nadiem Amiri, Jonathan Tah oder Timo Baumgartl (alle Jahrgang 1996) dürfen dagegen nicht mehr an Olympia teilnehmen. Trainer Stefan Kuntz braucht also durchaus Erfahrung in seiner Mannschaft. Die würden Hummels, Boateng und Müller reichlich mitbringen: Alle drei wurden Weltmeister 2014 und absolvierten zusammen 246 Länderspiele.

Henrichs über die Goldmedaille: „Es ist ein Traum“

Noch ist nicht bekannt, ob Hummels, Boateng und Müller respektive der DFB über ein solches Szenario nachdenken – seinen Charme hätte es auf jeden Fall. Das Trio würde seine Aussöhnung mit dem DFB auch symbolisch vollziehen und würde zeitgleich einen würdigen Abschluss von der internationalen Bühne finden. „Ich bin ein Kämpfer und werde nach vorne schauen. Das Spiel ist noch nicht aus“, hatte Müller nach dem DFB-Aus betont – und damit die Tür für eine Rückkehr in das Adler-Trikot des DFB offen gelassen.

Mehr noch als für erfahrene Profis ist Olympia für die junge Generation der U21-Profis etwas ganz besonderes. „Letztes Mal, als wir bei Olympia dabei waren, habe ich das gesamte Turnier verfolgt. Das Endspiel gegen Brasilien war ein Hammerfinale, da hat jeder in Deutschland zugeguckt, auch wenn es nicht die richtige Nationalmannschaft in dem Sinne war", erklärte Henrichs. „Es ist etwas Großes und ein Traum, und ich habe das Glück, da wahrscheinlich dabei sein zu dürfen.“ Vielleicht ja auch mit geballter Erfahrung an seiner Seite.

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