10. Juni 2020 / 20:36 Uhr

Husarenritt nach Hamburg: Schuppert saß über zehn Stunden im Sattel

Husarenritt nach Hamburg: Schuppert saß über zehn Stunden im Sattel

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
Fabian Schuppert (28) vom Bike Market Team fährt durch den alten Elbtunnel.
Fabian Schuppert (28) vom Bike Market Team fährt durch den alten Elbtunnel. © privat
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Knapp 336 Kilometer in zehneinhalb Stunden – Fabian Schuppert hat eine außergewöhnliche Trainingsfahrt gewagt. Der 28 Jahre alte Radsportler vom Rostocker Bike Market Team durchquerte bei seiner Tour durch Hamburg auch den alten Elbtunnel.

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Auf der Suche nach einer interessanten Trainingsrunde stieß Fabian Schuppert auf Hamburg. „Ich dachte mir, dass es ganz cool wäre, mal mit dem Rad durch den alten Elbtunnel zu fahren“, erzählt der Hannoveraner, der für das Rostocker Bike Market Team fährt.

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Er gab die Route ins Navi ein und schwang sich morgens um 6 Uhr in der niedersächsischen Landeshauptstadt aufs Rad. Seine Trikottaschen waren mit Riegeln und Bananen bestückt. Die beiden Getränkeflaschen füllte er an Tankstellen auf.

Nach knapp fünf Stunden erreichte er den alten Elbtunnel. Schuppert fuhr in den markanten Kuppelbau an den St.-Pauli-Landungsbrücken. Nach 426,5 Metern unter der Elbe kam er in Steinwerder wieder ans Tageslicht. An der nächsten Frittenbude legte der 28-Jährige einen Stopp ein. „Ich habe eine Portion Pommes gegessen – mit Blick auf die Elbphilharmonie“, erzählt der Sportler.

Auf dem Heimweg hatte Schuppert, der als Ingenieur tätig ist, leichten Rückenwind. Nach 335,82 Kilometern und zehneinhalbstündiger Tour kam er zu Hause an. Seine Freundin empfing ihn mit einem Abendessen. Es gab Nudeln.


Am Tag nach seinem Husarenritt fühlte sich Fabian Schuppert körperlich gut. „Ich merke schon ein bisschen, dass ich über zehn Stunden im Sattel saß, aber ich würde nicht von schlimmen Schmerzen sprechen. Es hat Spaß gemacht, aber ich muss es nicht gleich morgen wieder machen“, sagt er. Für die Zukunft schloss er eine ähnliche (Tor-)Tour jedoch nicht aus: „Eine kleine Herausforderung schadet ja nie.“