04. Februar 2020 / 18:17 Uhr

Husbauers Kurzeinsatz bei Dynamo Dresden macht Lust auf mehr

Husbauers Kurzeinsatz bei Dynamo Dresden macht Lust auf mehr

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Josef Husbauer (l.) zieht trocken von der Strafraumgrenze ab – der Ball landet an der Latte. Es war Dynamos beste Torchance beim 0:0 in Heidenheim.
Josef Husbauer (l.) zieht trocken von der Strafraumgrenze ab – der Ball landet an der Latte. Es war Dynamos beste Torchance beim 0:0 in Heidenheim. © Rudel
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Der Neuzugang aus Tschechien drückte dem Spiel in Heidenheim innerhalb von nur zehn Minuten seinen Stempel auf. Er ist der Dresdner Hoffnungsträger im Kampf um den Klassenerhalt.

Dresden. Nicht mal ein halbes Jahr ist es her, da stand Josef Husbauer 90 Minuten auf dem heiligen Rasen des Giuseppe-Meazza-Stadions – und mit Slavia Prag kurz vor einem Sieg über Inter Mailand in der Champions League. Am Sonntag nun war die Bühne etwas kleiner. Da debütierte er in der 2. Bundesliga für Dynamo Dresden beim 1. FC Heidenheim (0:0). Und wie!

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Zwar wurde er erst in der 81. Minute eingewechselt, drückte dem Spiel aber schnell seinen Stempel auf. Plötzlich ging bei den Schwarz-Gelben sogar wieder was nach vorn. In den letzten Minuten waren sie die überlegene Mannschaft, sie erarbeiteten sich zwei, drei gute Chancen – die beste hatte Husbauer selbst mit seinem Lattenkracher aus 17 Metern. „Wie der Ball sich am Ende noch senkt – mit ein bisschen Glück geht er rein“, feierte Jannis Nikolaou die Aktion des Hoffnungsträgers aus Tschechien, der Dynamo Dresdens wohl wichtigster Transfer in der abgelaufenen Winterpause war.

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SGD-Trainer Markus Kauczinski war nach dem Trainingslager in Spanien, in dessen Verlauf Husbauer von Slavia Prag verpflichtet worden war, hochzufrieden mit dem 29-Jährigen. Er stellte ihm quasi sogar eine Einsatzgarantie im defensiven zentralen Mittelfeld aus, indem er sagte, an ihm führe kein Weg vorbei. Dann aber fiel der neue Schlüsselspieler kurz vorm ersten Pflichtspiel gegen den Karlsruher SC (1:0) mit einem Infekt aus. Krankenbett und Antibiotika statt Kampf auf dem frisch verlegten Rasen des Rudolf-Harbig-Stadions.

Und dann kam der mehr als überzeugende Kurzeinsatz auf der Schwäbischen Alb. „Er hat die Impulse gebracht, den entscheidenden Moment nach vorn gehabt, auch mit dem Schuss“, lobte Kauczinski den neuen Mittelfeldmann, der auf dem Platz den Unterschied ausmachen könne. Dabei sei völlig unklar gewesen, wie fit er war. Tags zuvor hatte er 20 Minuten mit der Mannschaft trainiert, wurde in Heidenheim gewissermaßen ins kalte Wasser geworfen. „Wenn er das jetzt nach nur einem Training und einer Woche Krankheit so umsetzt, bin ich gespannt, was er macht, wenn er mal eine volle Woche im Training ist“, sagte Kapitän Florian Ballas.

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Genau das ist jetzt der Fall, Husbauer trainiert mit Dynamo für das Heimspiel am Freitag um 18.30 Uhr gegen Darmstadt 98. „Man sieht, was Josef für eine Qualität hat. Er ist ein super Spieler“, berichtete Jannis Nikolaou von seinen Eindrücken über den erfahrenen Neuzugang. Florian Ballas pflichtet ihm bei: „Man hat schon in den Spielen der Vorbereitung gesehen, dass er ein super Auge hat, giftig in den Zweikämpfen ist, keinen Ball verloren gibt und auch nach vorn Akzente setzen kann, um die Bälle gefährlich in die Zone zu spielen.“ Die Erwartungen an Husbauer sind groß. Doch er macht den Eindruck, als könne er ihnen gerecht werden.

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