15. April 2020 / 16:08 Uhr

Zur TSG Emmerthal: Barsinghausens Keeper Jörg Harre hält künftig eine Klasse tiefer

Zur TSG Emmerthal: Barsinghausens Keeper Jörg Harre hält künftig eine Klasse tiefer

Uwe Serreck
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nächster Halt Verbandsliga: Die Zeit von Jörg Harre zwischen den Pfosten des
 HV Barsinghausen ist vorerst vorbei.
Nächster Halt Verbandsliga: Die Zeit von Jörg Harre zwischen den Pfosten des HV Barsinghausen ist vorerst vorbei. © Uwe Serreck
Anzeige

Das abrupte Saisonende im Handball verhindert beim HV Barsinghausen einen gebührenden Abschied für Trainer Stefan Wyss. Auch Torhüter Jörg Harre wird den Oberligisten verlassen, er wechselt zur TSG Emmerthal. Coach Christoph Engelmann bleibt der HSG Wennigsen/Gehrden hingegen erhalten.

Anzeige

Seit vergangener Woche herrscht Klarheit, der Handballverband Niedersachsen (HVN) hat die Saison mit sofortiger Wirkung für beendet erklärt. Weil es keine Absteiger geben wird, spielt der HV Barsinghausen auch 2020/21 in der Oberliga. Torhüter Jörg Harre wird dann nicht mehr das Trikot des HVB tragen. Das Urgestein der Deisterstädter wechselt zum Verbandsligisten TSG Emmerthal.

Frädermann hofft auf Rückkehr Harres

Harre war in der Saison 2017/18 mit seinen Paraden einer der Garanten des Aufstiegs in die Oberliga, zuletzt aber mit seiner Situation unzufrieden, da er mit André Hübner und Timo Wegner um den Platz zwischen den Pfosten kämpfen musste. „Wir bedauern seinen Abschied. Aber man sieht sich immer zweimal im Leben“, sagt Teammanager Julian Frädermann, der auf eine Rückkehr des Torwarts hofft. Durch das abrupte Ende der Saison ist auch die Zeit von Trainer Stefan Wyss früher als geplant vorbei. „Sein Abschied wird aber nachgeholt“, verspricht Frädermann.

Wenig Neues gibt es von den Frauen des HVB, deren Coach Jürgen Löffler mit fast unverändertem Team für die neue Saison plant. „Nur Mareike Schröder wird uns wegen ihres Studiums verlassen“, verrät er.

Mehr Berichte aus der Region

Obwohl der Trainingsbetrieb schon seit mittlerweile fast fünf Wochen ruht, hat Sebastian Behrens, Coach des Männer-Regionsoberligisten TuS Empelde, seinen Humor nicht verloren. „An den Wochenenden ist es manchmal ein bisschen langweilig“, sagt der 38-Jährige. Auch seinen Abschied hatte sich Behrens anders vorgestellt. Ebenso wie sein Co-Trainer Maik Hoffmann hatte er der Mannschaft frühzeitig mitgeteilt, ab Sommer nicht mehr auf der Bank Platz zu nehmen. Die Suche nach einem Nachfolger gestaltet sich schwierig. Anders als in den Jahren zuvor ist diesmal kein Probetraining möglich. „Wenn sich gar nichts findet, würden Maik und ich die Jungs aber nicht hängen lassen“, verspricht Behrens.

Wennigser mit namhaften Neuzugang?

Christoph Engelmann bleibt dagegen auch in der nächsten Saison Coach der HSG Wennigsen/Gehrden in der Regionsoberliga. „Es war lange nicht klar. Aber da Pierre Keppler noch mindestens ein Jahr dranhängt, habe ich verlängert“, sagt Engelmann, der in guten Gesprächen mit einem namhaften Neuzugang ist, „der uns weiterhelfen wird“. Den Namen verrät er noch nicht. Eindeutige Stellung bezieht Engelmann dagegen zur schwierigen sportlichen Situation im Handball: „Wir müssen jetzt alle zusammenhalten.“

"Das hat nicht wirklich Spaß gemacht"

Die eigentlich für die nächsten Wochen geplanten Relegationsrunden bei der Jugend hat der HVN zunächst nach den Sommerferien neu angesetzt. „Ich weiß noch nicht, wie der Modus sein wird“, rätselt Jannis Frädermann, Trainer der Barsinghäuser A-Jugend. Hinter seinen Spielern liegt ein mehr oder weniger verschenktes Jahr. Weil sich drei Vereine im Laufe der Saison abgemeldet haben, spielte die Staffel lediglich mit vier Teams. „Das hat nicht wirklich Spaß gemacht. Wir wollen deshalb unbedingt in die Landesliga“, betont der Coach.

Wann und wie es weitergeht ist offen, aber seine Spieler wollen dann fit sein und schuften daher dreimal in der Woche bei Kraft- und Ausdauereinheiten. „Das ziehen wir durch, bis wir wieder in die Halle dürfen. An Zeit kann es den Jungs ja nicht mangeln“, sagt Jannis Frädermann.