06. Oktober 2019 / 20:19 Uhr

HVB-Pokal: Hansa Wittstock fast zum Spielverderber geworden (mit Galerie)

HVB-Pokal: Hansa Wittstock fast zum Spielverderber geworden (mit Galerie)

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Hansas Martin Willführ beim Wurf.
Hansas Martin Willführ beim Wurf. © Marius Böttcher
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Handball-Landespokal: Der Verbandsligist schlägt sich sehr wacker - Trainer Sven Hennigs testet viel durch.

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 Endeffekt lief es wie im Vorfeld prophezeit, wer traurige Gesichter erwartete, der suchte vergebens. Im Achtelfinale vom Handball-Landespokal war Schluss für den FK Hansa Wittstock, in der Stadthalle setzte sich die favorisierte HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst, immerhin Brandenburgliga-Vertreter, verdient durch. Beide Partien konnte der Sieger des Dreierturniers für sich verbuchen, behielt sowohl gegen den Gastgeber als auch gegen den 1. VfL Potsdam II (beide Verbandsliga) die Oberhand.

In Bildern: Ahrensdorf/Schenkenhorst zieht bei Hansa Wittstock ins Pokal-Viertelfinale ein.

Handball-Brandenburgligist Ahrensdorf/Schenkenhorst (blau-gelbe Spielkleidung) wurde in der zweiten Runde des HVB-Pokals seiner Favoritenrolle gerecht und dominierte das Turnier bei Hansa Wittstock. Der gastgebende Verbandsligist (blaue Trikots) beendete das Dreierturnier auf dem dritten Rang, die Reserve des 1. VfL Potsdam wurde Zweiter. Zur Galerie
Handball-Brandenburgligist Ahrensdorf/Schenkenhorst (blau-gelbe Spielkleidung) wurde in der zweiten Runde des HVB-Pokals seiner Favoritenrolle gerecht und dominierte das Turnier bei Hansa Wittstock. Der gastgebende Verbandsligist (blaue Trikots) beendete das Dreierturnier auf dem dritten Rang, die Reserve des 1. VfL Potsdam wurde Zweiter. © Marius Böttcher
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„Ich bin sehr zufrieden“, sagte Hansa-Coach Sven Hennigs, der die erwartbaren Niederlagen gut einordnen konnte, „das war eine gute Trainingseinheit für uns, aus der ich einige Schlüsse zog“. Zum Auftakt bekamen es die Dossestädter gleich mit der ranghöchsten Mannschaft zu tun, die Nervosität beim Verbandsliga-Aufsteiger war spürbar. „Wir haben nicht das auf die Platte bekommen, was wir uns vorgenommen hatten“, verriet Hennigs, der seine Schützlinge nach zehn Minuten zurief: „Werdet jetzt endlich wach!“ Die Hanseaten ließen Taten folgen – nach zögerlichem Beginn kämpfte man sich in die Partie und gestaltete diese fortan ausgeglichen, zur Pause war man beim Stand von 9:13 auf vier Tore ran.

Den zweiten Durchgang, bei diesem Turniermodus wurden zweimal 20 Minuten pro Partie gespielt, begannen die Hausherren schwungvoll, ein Zwischenspurt ließ die Hennigs-Mannen vom großen Coup träumen, als man nach sieben Minuten vor Ultimo auf 17:19 verkürzen konnte. „Wir haben uns etwas Respekt verschafft und den Gegner beeindruckt. Das ist das größte Lob für meine Jungs“, freute sich Sven Hennigs, dessen Schützlinge im ersten Spiel dann aber doch mit 21:24 den Kürzeren zogen.

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Im Anschluss kam es zum direkten Verbandsliga-Duell zwischen Wittstock und der Drittliga-Reserve des VfL Potsdam. Während die Landeshauptstädter – mit einem guten Mix aus Abgezocktheit und Talent gespickt – mit viel Tempo in das Duell starteten, musste sich die neu formierte und extrem junge Hansa-Sieben erst einmal finden. „In zwei Wochen sind wir gegen Potsdam in der Liga gefordert, ich wollte mir nicht in die Karten schauen lassen“, stellte Hennigs bereits zuvor klar. So bekamen etliche A-Junioren und Akteure aus der zweiten Reihe die Chance, sich auf Wettkampfniveau zu beweisen. Zwar war man in den 40 Minuten quasi chancenlos, dennoch konnte der Trainer der herben 11:29 (6:14)-Pleite auch Positives abgewinnen: „Ich weiß nun, worauf wir gegen Potsdam achten müssen, auch wenn es in der Liga auch sehr schwer wird. Der VfL ist für mich einer der Titelfavoriten.“

Zum Abschluss siegte Ahrensdorf/Schenkenhorst in souveräner Manier mit 24:13 (14:8) gegen Potsdam und qualifizierte sich für das Viertelfinale. „Wir haben das nächste Ziel unser Reise erreicht“, freute sich Trainer Kai Kischel.

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