11. Dezember 2020 / 14:23 Uhr

Hwang nach Corona-Infektion: "Sieben Tage fast tot gewesen" - Klostermann bald zurück

Hwang nach Corona-Infektion: "Sieben Tage fast tot gewesen" - Klostermann bald zurück

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
Hee-chan Hwang kämpft noch mit den Folgen seiner Corona-Erkrankung.
Hee-chan Hwang kämpft noch mit den Folgen seiner Corona-Erkrankung. © Getty Images
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RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann atmet zumindest ein bisschen auf: Bei Verteidiger Lukas Klostermann kommt die Heilung gut voran. Er kann bereits ab kommender Woche ins Training integriert werden. Bei seinen Kollegen Konrad Laimer und Hee-chan Hwang sieht es weniger rosig aus.

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Leipzig. Ein kleine Erleichterung ist es schon für RB Leipzig und Trainer Julian Nagelsmann: Verteidiger Lukas Klostermann kann nächste Woche ins Training einsteigen. „Die OP im Knie war sehr erfolgreich, der Heilungsprozess läuft sehr gut. Er bewegt sich wieder gut und macht schöne Sprints“, freut sich der 33-Jährige. Klostermann sei auch psychisch gut drauf und habe keinerlei Schmerzen mehr. Für einen Pflichtspieleinsatz reiche es natürlich noch nicht. "Aber im neuen Jahr kann ich wieder auf ihn zählen.".

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"Sieben Tage fast tot gewesen"

Auch Hee-chan Hwang wird in den verbleibenden 20 Tagen des aktuellen Jahres nicht mehr zum Zug kommen. Der Südkoreaner hatte sich in der vergangenen Länderspielpause mit Corona infiziert. Die Erkrankung verlief beim 24-Jährigen nicht ganz so glimpflich wie bei seinem Kollegen Amadou Haidara, der nach der ersten Länderspielpause positiv getestet worden war. „Bei ihm bauen wir die Belastung schrittweise auf, weil er schon starke Symptome hatte“, erklärt der Trainer. Noch laboriere er an den Folgen. „In den ersten sieben Tagen sei er fast tot gewesen, hat er mir gesagt. Wir müssen einfach aufpassen. So etwas kann gefährlich für das Herz sein." Ebenfalls coronabedingt fällt Neuzugang Lazar Samardzic aus. Er befindet sich seit Sonntag in häuslicher Quarantäne. Aktuell gehe es dem 18-Jährigen allerdings gut.

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Außerdem muss der RB-Trainer mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Christopher Nkunku verzichten. Den plagen nach einem Schlag auf das Sprunggelenk Schmerzen. „Er wird am Freitag vor dem Training getestet werden, aber ich bezweifle, dass er trainieren kann. Sollte es doch klappen, reicht es sicherlich nicht für 90 Minuten gegen Werder Bremen“, schilderte Nagelsmann die Lage.

Laimer weiter ohne Training

Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) kommen die Bundesliga-Profis von der Weser an die Pleiße. Eigentlich wäre die Partie am elften Spieltag ein Wiedersehen mit einem ehemaligen Bullen gewesen. Doch auch Werders Davie Selke, der 2015 von den Hanseaten an die Pleiße wechselte und zwei Jahre im RB-Trikot spielte, ist verletzt. Obwohl er zuletzt eine halbe Stunde lang nach längerer Verletzung eine gute Figur auf dem Feld machte und das Anschlusstor im Spiel gegen den VfB Stuttgart schoss, wird er laut Trainer Kohfeldt nicht antreten können. Er habe Probleme am Oberschenkel.

Nichts positiv Neues gibt es übrigens von Konrad Laimer. Bei dem Mittelfeldspieler, der sich Ende September wie Klostermann einer Arthroskopie unterziehen musste, laufe die Heilung nicht ganz so erfreulich, so der RB-Coach. 2020 steht für den Mittelfeldspieler keine Trainingseinheit mehr auf dem Plan. Nagelsmann hofft, dass die Situation beim Österreicher im neuen Jahr besser aussieht. Ebenso sei bei Benjamin Henrichs kein neuer Stand zu vermelden.