27. Mai 2020 / 16:32 Uhr

17-seitiges Hygienekonzept erarbeitet: So könnte der Maschsee-Triathlon laufen

17-seitiges Hygienekonzept erarbeitet: So könnte der Maschsee-Triathlon laufen

Carsten Schmidt
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Es besteht Hoffnung, dass der Maschsee-Triathlon stattfinden kann.
Es besteht Hoffnung, dass der Maschsee-Triathlon stattfinden kann. © dc3 Hannover
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Es gibt neue Hoffnung für den Maschsee-Triathlon. Gemeinsam mit den Landesverbänden hat die Deutsche Triathlon-Union ein Hygienekonzept entworfen, unter dessen Bedingungen der Wettbewerb stattfinden könnte. Das sind die Eckpunkte des Konzepts.

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Es gibt einen kräftigen Hoffnungsschimmer für einen weiteren Wettkampf-Neustart – im Triathlon. Die Deutsche Triathlon-Union (DTU) hat in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden ein 17-seitiges Konzept erarbeitet, das Rennen unter einem strengen Abstands- und Hygienekonzept erlauben soll. Die hannoversche Veranstaltungsagentur Eichels-Event will diese Pläne für den Maschsee-Triathlon übernehmen, der für den 18. Juli geplant ist.

„Wir sind überzeugt davon, die Maßnahmen in vollem Umfang einhalten zu können“, heißt es vom Veranstalter. „Wir sind aktuell sehr optimistisch, auch in diesem Jahr den Maschsee-Triathlon durchzuführen.“ Veranstaltungschefin Stefanie Eichel betonte aber auch, dass es erst nach Gesprächen und gemeinsamer Abstimmung mit den zuständigen Behörden in die endgültige Planungsphase gehe. „Gesundheit geht in allen Bereichen vor“, sagte sie.

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Triathlon-Weltmeister Haupt und Youngster Schünke siegen bei der Kultveranstaltung am Maschsee. Aber auch die Hobbysportler haben Spaß. Zur Galerie
Triathlon-Weltmeister Haupt und Youngster Schünke siegen bei der Kultveranstaltung am Maschsee. Aber auch die Hobbysportler haben Spaß. ©

Wir stellen die Eckpunkte des DTU-Konzeptes vor, die zeigen, wie ein Triathlon am Maschsee laufen könnte:

Wettkampfwesen: Triathlon ist eine Einzelsportart im Freien. Kontakte sind nicht zwingend, sondern teilweise verboten wie das Windschattenfahren auf dem Rad auf den längeren Distanzen und in den meisten Rennen für Hobbysportler.

Teilnehmerzahl: Eine Begrenzung auf weniger als 1000 Starter wäre beim Maschsee-Triathlon (2019 mehr als 2000 Teilnehmer) möglich und nötig.

Personal: Die Zahl der Ordner, Kampfrichter und Helfer wird aufgestockt, um die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren. Alle tragen einen Mundschutz.

Zuschauer: Die Zahl ist stark zu begrenzen, damit die 1000er-Marke für Veranstaltungen nicht überschritten wird. Bei Streckenpassagen ist genügend Platz zu schaffen.

Start: Maximal drei Sportler gehen gleichzeitig ins Wasser, die nächsten folgen im Fünf-Sekunden-Abstand.

Streckenführung: Rundkurse und 90-Grad-Kurven statt Wendebojen und -punkten, um Abstände zu wahren.

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Wechselzone: Ein- und Ausgang an unterschiedlichen Stellen, wie bei der Startnummernausgabe. Check-in nach Startnummernblöcken zu vorgegebenen Zeiten. Feste Plätze für Teilnehmer mit sichtbaren Abstandsmarkierungen.

Abstände auf der Strecke: Windschattenfahren auf dem Rad ist strikt untersagt, auch im Laufen müssen zwei Meter Abstand eingehalten werden.

Verpflegung: Keine Stände, bei längeren Distanzen können vorbereitete Beutel auf Tischen ausgelegt werden, die sich die Athleten selbst nehmen.

Ziel: Die Finisher verlassen so schnell wie möglich diesen Bereich. Medaillen liegen bereit, werden aber nicht von Helfern umgehängt. Massagen werden nicht angeboten, Duschen sind nicht geöffnet.

Rahmenprogramm: Keine Siegerehrungen, das Catering wird auf ein Minimum beschränkt. Auch auf Bühnen soll eher verzichtet werden, um größere Ansammlungen von Zuschauern zu vermeiden.