12. Mai 2019 / 19:46 Uhr

I. SC Göttingen 05 und SC Hainberg rutschen weiter ab

I. SC Göttingen 05 und SC Hainberg rutschen weiter ab

Andreas Fuhrmann
Göttinger Tageblatt
Fußball Landesliga, SC Hainberg - I. SC Göttingen 05, 08.05.2019, Göttingen. Hainbergs Marvin Oetzel (M) schießt das 1:0 gegen Göttingens Torwart Nils Holzgrefe. Foto: Swen Pförtner
Sind auf dem Boden der Tatsachen angekommen: Der I. SC Göttingen 05 und der SC Hainberg (hier eine Szene aus dem Derby am vergangenen Mittwoch). © Pförtner
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Immer bedrohlicher wird die Lage für den I. SC Göttingen 05 und den SC Hainberg in der Fußball-Landesliga. Beide Teams verloren am Sonntag und rutschten in der Tabelle weiter ab. Einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machte hingegen der TSV Landolfshausen/Seulingen. Und die SVG Göttingen lieferte trotz Niederlage eine respekatbel Leistung beim Tabellenführer ab.

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I. SC Göttingen 05 – TSC Vahdet Braunschweig 1:2 (1:1). Eine ganz bittere Niederlage mussten die Schwarz-Gelben hinnehmen. Bitter vor allem deswegen, weil sich die 05er nach Angaben von Spielertrainer Gerbi Kaplan selbst schlugen – und erneut an ihrer miserablen Chancenverwertung scheiterten. Denn Chancen hatten die Göttinger genug für zwei Spiele, schossen aber nur ein Tor (Paramarajah/38.). Und der Gegner: Der machte aus drei Torchancen zwei Treffer. Und diese servierten die 05er durch individuelle Fehler auch noch auf dem Silbertablett. „Wir haben es vergeigt“, sagte Kaplan.

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Dennoch dürfe man jetzt nicht in Depression verfallen. Schließlich steige am Mittwoch das Derby gegen die SVG. „Wir haben jetzt nur noch Endspiele, brauchen mindestens noch zwei Siege“, so Kaplan. Und einen wolle man am liebsten schon gegen die SVG einfahren. „Wir brauchen jeden Punkt gegen den Abstieg.“

Fußball-Landesliga: 1. SC Göttingen 05 - SVG Göttingen

05 schlägt SVG mit 3:1 Zur Galerie
05 schlägt SVG mit 3:1 © Swen Pförtner

FT Braunschweig – SVG Göttingen 3:2 (1:1). Den Sieg im Derby streben freilich auch die Schwarz-Weißen an – zumal sie laut Abteilungsleiter Thorsten Tunkel gestärkt aus der Niederlage beim Tabellenführer hervorgehen. „Das war zuvorderst erst mal ein richtig schönes Fußballspiel“, schwärmte Tunkel. Am Ende habe die SVG gegen einen abgezockten Gegner verloren. Denn unabhängig vom Ergebnis habe man ein richtig gutes Spiel abgeliefert.

So glich Nicolas Krenzek in der 15. Minute zum 1:1 aus. Und Lamine Diop verkürzte in der 85. Minute noch einmal auf 2:3. Mehr aber war nicht drin. „Wir haben verdient verloren, aber wir können aus dem Spiel ganz viel mitnehmen“, betonte Tunkel. „Diese Cleverness brauchen wir auch, das ist lehrreich gewesen. Wir sind jedenfalls bereit für das Derby und gehen auf drei Punkte.“

SSV Vorsfelde – SC Hainberg 6:0 (2:0). Drei Punkte bräuchte auch der SC Hainberg mal wieder. Beim 0:6 in Vorsfelde hatten die Mannen von Trainer Oliver Hille aber keine Chance. Zumal Gianni Weiß bereits früh im Spiel verletzt raus musste. Spätestens als Torwart Aleks Stankovic beim Stand von 0:2 wegen einer Unsportlichkeit des Feldes verwiesen wurde, war die Niederlage der Gäste besiegelt.

Einziger Lichtblick: Feldspieler Marvin Ötzel sprang für Stankovic ein und machte seine Sache laut Hille „sehr gut“, parierte sogar einen Elfmeter. An der Niederlage konnte aber auch er am Ende nichts ändern. Und so muss der SCH weiter zittern.

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TSV Landolfshausen/Seulingen – SSV Kästorf 2:1 (0:0). Ein großer Stein ist hingegen dem TSV Landolfshausen/Seulingen vom Herzen gefallen. Das Team von Trainer Marco Wehr setzte sich in Landolfshausen knapp gegen Kästorf durch – und machte einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt. Dabei war Kästorf im ersten Durchgang die bessere Mannschaft. Erst nach der Pause kamen die Gastgeber besser ins Spiel – und kassierten prompt das 0:1.

Dann aber sah ein Kästorfer Spieler die rote Karte – und erweckte den TSV damit zum Leben. Der ließ relativ schnell das 1:1 durch Christoph Baumann nach einer Ecke folgen (77.) und erzielte dann durch Steven Celik den umjubelten Siegtreffer nach einem Konter. „Endlich haben wir mal einen besser platzierten Gegner geschlagen“, freute sich Trainer Wehr. „Wir müssen aber noch drei Punkte einfahren, um ganz sicher zu sein.“

Von Filip Donth und Andreas Fuhrmann