17. Januar 2021 / 18:22 Uhr

IceFighters Leipzig verlieren in der Verlängerung in Tilburg

IceFighters Leipzig verlieren in der Verlängerung in Tilburg

Martin Bergau
Leipziger Volkszeitung
Sven Gerike
IceFighters-Coach Sven Gerike war mit den Schiedsrichterentscheidungen nicht zufrieden. © Christian Modla
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Wieder kein Sieg in Tilburg. Am Sonntag verloren die IceFighters Leipzig ihre Auswärts-Partie bei den Trappers mit 3:4 in Overtime. Das nächste Spiel steht auch schon wieder unmittelbar bevor, denn am Mittwoch empfängt die Mannschaft von Coach Gerike erneut die Crocodiles Hamburg.

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Leipzig. In den frühen Morgenstunden begab sich das Team der Exa Icefighters Leipzig auf die Reise in die Niederlande nach Tilburg. Um sofort wach zu sein auf dem Eis, ordnete Coach Sven Gerike an, die letzten 2,5 Kilometer zur Arena zu Fuß zu bestreiten. Diese Maßnahme nützte jedoch nichts. Wegen eines verschlafenen ersten Drittels, verpassten die Sachsen mehr als einen Zähler bei der 3:4-Niederlage (0:3, 1:0, 2:0, 0:1) mit nach Hause zu nehmen.

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Strafen sehr diskussionswürdig

Von Beginn an wirkten die Eiskämpfer recht abwesend. Der Tabellendritte aus Tilburg hatte wenig Probleme beim Erspielen von Torchancen. Folgerichtig brachten Diego Hofland und Danny Stempher die Niederländer frühzeitig mit 2:0 in Führung. Leipzigs schwaches Drittel untermauerte ein katastrophaler Fehler von Sofiene Bräuner, der unbedrängt dem Gastgeber das 3:0 auflegte. In der Pausenansprache musste Sven Gerike offensichtlich die richtigen Worte gefunden haben, denn die Icefighters fingen an am Spiel teilzunehmen und setzten viele Akzente. Mit etwas Glück im Bunde holte Comebacker Leon Lilik sein Team zurück ins Spiel.

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Sein Anschlusstreffer weckte die Moral noch mehr. Jungspund Oliver Noack verpasste gar das 3:2, als er einen Penalty nicht an Ian Meierdres vorbeibringen konnte. Packend wurde es in den vermeintlich letzten zwanzig Minuten. Die Icefighters warfen alles nach vorne. Michal Velecky lenkte die Scheibe in Überzahl zum 3:2 ins Tor. Fortan hatten beide Teams große Möglichkeiten. „Wir hatten einen starken Torwart im Tor. Eric Hoffmann hat viele Breakaways pariert und uns im Spiel gehalten“, konstatierte Coach Gerike. Und auf der Gegenseite netzte Marvin Miethke seinen eigenen Nachschuss ins linke obere Torneck ein. Der verdiente Ausgleich nach einem schwachen ersten Drittel.

Die Chance auf weitere Zähler nahmen sich die Eiskämpfer am Ende selbst. Eine Spieldauerstrafe gegen Marvin Miethke kurz vor dem Schluss der regulären Spielzeit und eine Strafe gegen Kapitän Florian Eichelkraut waren dann trotz großem Kampf zu viel. Zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte mussten die Icefighters in der Overtime in Tilburg den Kürzeren ziehen. Giovanni Vogelaars Sonntagsschuss beendete den Traum vom ersten Sieg in Tilburg. Die Strafen waren sehr diskussionswürdig, weswegen sich Gerike zurecht Luft machte und dafür auf die Tribüne flog. Es half nichts. Mit dem Punktgewinn im Rücken erwarten die Gerike-Cracks am Mittwoch schon wieder die Crocodiles Hamburg im Kohlrabizirkus. Es ist der dritte Vergleich innerhalb von zwölf Tagen mit den Hanseaten.