24. Januar 2021 / 19:26 Uhr

IceFighters Leipzig verlieren Knallerduell gegen die Saale Bulls Halle mit 0:4

IceFighters Leipzig verlieren Knallerduell gegen die Saale Bulls Halle mit 0:4

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
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Das war deutlich: Die IceFighters Leipzig verlieren das Derby gegen die Saale Bulls aus Halle mit 0:4. © Christian Modla
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Die Premiere des Trainer-Duos Gerike/Pohle ist misslungen: Die IceFightes Leipzig haben im umkämpften mitteldeutschen Oberliga-Derby eine herbe Niederlage kassiert. Das Gästeteam fegte die Messestädter geradezu vom Eis, die Eiskämpfer aus Sachsen unterlagen 0:4 (0:2, 0:1, 0:1).

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Leipzig. Beim mitteldeutschen Derbykracher zwischen den Exa IceFighters Leipzig und den Saale Bulls Halle würde normalerweise das Hallendach abheben. Doch die Eiscracks mussten am Sonntag das erste Heimderby des Jahres wie derzeit alle Partien vor einer Geisterkulisse absolvieren.

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Scheibe will nicht über die Linie

Headcoach Sven Gerike und Co-Trainer Roberto Pohle standen am Sonntagabend das erste Mal gemeinsam an der Bande, beide hatten die volle Kapelle auf dem Eis. Doch die Bullenherde überrannte die Sachsen förmlich, die Gäste nutzten ihre Chancen konsequent und entführten mit 4:0 Toren die drei Punkte nach Halle. In der Statistik der Torschüsse hatten die Gastgeber 29:19 die Nase vorn, doch dafür konnten sie sich keinen Blumentopf kaufen.

DURCHKLICKEN: Das war das Spiel der Icefighters gegen die Saale Bulls

Die IceFighters Leipzig verlieren das Derby gegen Halle deutlich: Am Ende musste man sich 0:4 gegen die Saale Bulls geschlagen geben. Zur Galerie
Die IceFighters Leipzig verlieren das Derby gegen Halle deutlich: Am Ende musste man sich 0:4 gegen die Saale Bulls geschlagen geben. ©

Die Saale Bulls traten mit breiter Brust auf – am Freitagabend hatte sich das Team von Ryan Foster nach einem 1:5-Rückstand beim Tabellenführer Hannover Scorpions zurückgekämpft und noch gewonnen. Halle startete folglich druckvoll. Der Finne Tatu Vihavainen netzte in der zweiten Minute den zweiten Schuss aufs Tor ein. Derbykonforme und sehenswerte Zweikämpfe bestimmten die schnelle Partie im ersten Drittel. Die Leipziger Eiscracks bekamen Zug aufsTor, ließen aber Chancen und ein doppeltes Überzahlspiel ungenutzt. Dann erhöhte Jannik Striepeke für die Hallenser.



Das Mitteldrittel läutete Halle mit einem weiteren schnellen Schlag durch Vihavainen ein. Das Gerike-Team hatte sichtlich Probleme im Spielrhythmus zu bleiben und haderte mit der Chancenverwertung. Die Saale Bulls spielten den 3:0-Vorsprung blitzsauber in die zweite Pause. Welche Marschrichtung hatte das Leipziger Trainerduo seinen Männern nun mitgegeben? Die Messestädter erlaubten sich trotz allen Anrennens zu viele Fehlpässe, dadurch gelang kein Powerplay, die Scheibe wollte einfach nicht über die Torlinie. Die Hallenser ließen auch im letzten Drittel nichts mehr anbrennen. Das Gerike-Team musste einen weiteren Treffer von Max Pietschmann hinnehmen und musste sich 0:4 geschlagen geben. Ein Ehrentreffer blieb aus.

„Wichtig, dass wir beieinanderstehen und uns stark machen“

Auch neben dem Eis gab ich ein mitteldeutsches Derby: Leipzigs Geschäftsführer André Krüll und Halles Präsident Daniel Mischner lieferten sich muntere Wortgefechte. Das Duo brachte das Mikrofon von SpradeTV in der kalten Halle zum Glühen und unterhielt die Zuschauer vor den Bildschirmen.

IceFighters-Geschäftsführer André Krüll (li.) und Saale Bulls-Präsident Daniel Mischner (re.) kommentierten das Spiel live im Stream.
IceFighters-Geschäftsführer André Krüll (li.) und Saale Bulls-Präsident Daniel Mischner (re.) kommentierten das Spiel live im Stream. © Christian Modla

Beide hatten im Sommer eine Wette abgeschlossen und sollten beim Gegner bluten. Diese wurde aufgrund des Lockdowns „aufgeschoben, aber nicht nicht aufgehoben“, erklärt Krüll. Der 50-Jährige muss beim Derby in Halle im Maskottchenkostüm der Hallenser aufs Eis. Mischner muss mit Leipziger Fanausstattung mit der „Blauen Wand“ feiern. Corona hat die einstigen Erzrivalen zusammengeführt. „Es ist wichtig, dass wir beieinanderstehen und uns stark machen“, sagt der 43-jährige Bulls-Chef. Seine Mannschaft sei von Beginn an nicht richtig in die Partie gekommen, meinte Leipzigs Trainer Gerike. Erschwerend hinzu kamen die Gegentore. Am 5. Februar können die IceFighters bei den Saale Bulls wieder angreifen und den Bullen die Stirn bieten.

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