13. Januar 2020 / 17:58 Uhr

Icefighters Leipzig verpflichten hallesche Vereinsikone Alexander Zille

Icefighters Leipzig verpflichten hallesche Vereinsikone Alexander Zille

Martin Bergau
Leipziger Volkszeitung
Icefighters-Geschäftsführer André Krüll und Neuzugang Alexander Zille. 
Icefighters-Geschäftsführer André Krüll und Neuzugang Alexander Zille.  © Icefighters Leipzig
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Die Messestädter reagieren mit der Verpflichtung des 36-jährigen Stürmers auf die anhaltenden Personalsorgen. Zille, der bereits für die Dresdner Eislöwen in der DEL2 aufs Eis ging, wird am Freitag bei den Hannover Indians sein Debüt geben. 

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Leipzig. Erik Reukauf (2011 – 2016), Damian Martin (2012 – 2018) und Jedrzej Kasperczyk (2011 – 2015) sie alle haben etwas gemeinsam. In Halle nicht mehr für gut befunden, haben alle drei das damals noch zarte Pflänzchen Exa Icefighters Leipzig mit ihren Leistungen mit aufgebaut. In diesen illustren Kreis reiht sich nun die Saale Bulls-Vereinsikone schlechthin mit ein. Auf die anhaltenden Personalsorgen haben die Icefighters reagiert und den 36-jährigen Alexander Zille verpflichtet. Der Stürmer bekam vor der neuen Saison im Frühjahr von den Bulls den Laufpass, wurde für eine Verlängerung als zu schlecht eingestuft. Da der gebürtige Dresdner mit Freundin und zwei Töchtern tief in Halle verwurzelt ist, zog er das Ende der Profi-Karriereende vor. 13 Jahre lang schnürte Zille die Schlittschuhe für die Hallenser. Überhaupt legte der bodenständige Angreifer wert auf Kontinuität.

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Mit Bayreuth, den Dresdner Eislöwen und Chemnitz stehen gerade mal drei andere Vereine in seiner Vita. 589 Punkte hat er in 745 Spielen für die Saale Bulls erzielt. Ein Center, der ruhig und besonnen, aber stabil seine Leistung bringt. Kein Wunder, dass sich Cheftrainer Sven Gerike über seinen Neuzugang freut: „Nach dem das Saisonaus für Ryan Warttig bekannt wurde und wir aktuell ja Probleme haben, mussten wir reagieren.“ Die Gründe sind fast schon selbstredend, den Hallensern gar eins auswischen zu wollen, ist nicht im Ansatz ein Aspekt. „Wir haben zuletzt immer taktisch clever spielen müssen. Das ist nicht mein Eishockey. Ich will mit meinem Team angreifen und brauche dafür vier Reihen. Er wohnt in Halle, ist die beste und schnellste Lösung“, gibt Gerike Einblicke in seine Planungen.

Routinier Zille, der sich in der halleschen 1b (Regionalliga) über die ganze Saison fit gehalten hat, soll dabei nun helfen. Geschäftsführer André Krüll bekräftigt nochmals, dass der Transfer bewusst gewählt wurde: „Die Gespräche liefen schon länger. Er wollte schon immer mal zu uns und ist heiß. Wir hätten ihn auch ohne die Hiobsbotschaft von Ryan geholt für die Breite. Er will es nochmal wissen und wird uns helfen.“ Ob die Liasion über die Spielzeit hinaus geht, ist unklar. Beide Seiten wollen sich beschnuppern und kennenlernen. Das erste Training absolviert Zille am heutigen Dienstag mit seinen neuen Teamkollegen. Das Debüt steigt am Freitag bei den Hannover Indians. Lustige Anekdote: Das Debüt stand auf der Kippe, weil Zille im letzten Match für die 1b von Halle letzten Freitag eine 5+Spieldauer bekam. Sein Coach Nils Fitz und er baten dann nach dem Match um Gnade. Der Schiri änderte die Strafe folglich um. Dem ersten Einsatz steht also nichts im Wege.

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