20. Oktober 2019 / 21:18 Uhr

Icefighters Leipzig stürzen Tabellenführer – 3:2 gegen Hannover Scorpions

Icefighters Leipzig stürzen Tabellenführer – 3:2 gegen Hannover Scorpions

Martin Bergau
Leipziger Volkszeitung
Goalie Eric Hoffmann hielt wieder sensationell.
Goalie Eric Hoffmann hielt wieder sensationell. © Christian Modla
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Die Icefighters aus Leipzig kehren in die Erfolgsspur zurück und können den ehemaligen Tabellenführer Hannover Scorpions 3:2 bezwingen. Durch dieses Ergebnis gehen die Niedersachsen in dieser Saison erstmals ohne einen einzigen Zähler vom Eis.

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Leipzig. Wer hätte das gedacht? Nach der verdienten 4:5 (1:3,1:2,2:0)-Niederlage in Duisburg hingen die Köpfe bei den Icefighters Leipzig mächtig durch. Noch am Samstagabend beim Training motzte Coach Sven Gerike: „Männer, zieht den Kopf aus dem Arsch.“ Eine unansehnliche Trainingseinheit wurde zum guten Omen. Am Sonntag zeigte seine Mannschaft eine Reaktion und gewann in einer umkämpften Partie mit 3:2 (0:0,2:1,1:1) über den ehemaligen Tabellenführer Hannover Scorpions. Für die Niedersachsen war dies das erste Spiel in der Saison, in dem kein Punkt eingefahren werden konnte.

Bis dahin war es ein hartes Stück Arbeit für die Icefighters. Schon vor dem Match ein Nackenschlag. Abwehrhühne Goran Pantic musste gegen seinen Ex-Club passen. „Ich habe mich am Freitag durchgekämpft und gemerkt, dass die Rückkehr zu früh war.“ Sein Rücken streikte erneut.

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Die IceFighters aus Leipzig verlieren das Spitzenspiel gegen den Herner EV 3:7. Zur Galerie
Die IceFighters aus Leipzig verlieren das Spitzenspiel gegen den Herner EV 3:7. ©
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Die mentale Verfassung war den Eiskämpfern zunächst auch am Sonntag zu sehen. Nach vorne ging im ersten Drittel wahrlich wenig. Mehr noch: Es brannte hinten mehrfach lichterloh. Eric Hoffmann bewahrte mit einem Monster-Save seine Farben gegen den schon jubelnden Ralf Rinke vor dem Rückstand (6. min). Eine Minute später nagelte Dennis Arnold die Scheibe an die Latte. Leipzig im Glück. Packend die 17. Minute: Ralf Rinke schießt den Puck an den Pfosten, im direkten Gegenzug verzockt sich Torwart Florian Mnich, doch Damian Schneider traf statt des leeren Tores ebenfalls nur das Torgestänge. Pause. Sven Gerikes Fazit dazu: „Im ersten Drittel hat man gemerkt, dass wir mit drei Niederlagen im Rücken ins Spiel gegangen sind. Da waren wir viel zu ängstlich.“

Sensationelle zwölf Minuten

In den zweiten Abschnitt starteten die Icefighters überragend. Einen Konter vollendete Kapitän-Florian Eichelkraut noch in der Anfangsminute. Ein wichtiges Signal für den Kopf, denn die Sachsen konnten zulegen. Sieben Minuten später erhöhte Antti Paavilainen auf 2:0. Die Leipziger wurden mutiger, die Köpfe gingen nach oben. Bis ein Gegentreffer bei eigener Überzahl alles über den Haufen warf. Björn Bombis gelang der Shorthander. „Das war überragend – die ersten 12 Minuten bis zum Gegentor“, befand Gerike.

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Im letzten Abschnitt mussten die Icefighters nach dickem Patzer von Leon Lilik das 2:2 schlucken. Zwei Geschenke holten den Tabellenführer buchstäblich ins Spiel zurück. Eine dramatische Schlusssequenz nahm fortan Fahrt auf. Dann die entscheidende Szene: In Überzahl bibberten die 1600 Zuschauer im Kohlrabizirkus. „Ja nicht blöd mit 2:3 verlieren“, ging dort allen durch den Kopf. Sie ahnten nicht, dass Sekunden später die Angst in pure Freude umspringen wird. Patrick Fischer belohnte sich ebenfalls mit einem Shorthander. Es sollte das Winning-Goal in einer packenden Partie sein.

Gästetrainer Dieter Reiss verarbeite die erste Auswärtspleite so: „Ein Spiel auf Augenhöhe. Wir verlieren in eigener Überzahl das Match, weil wir die Scheibe vertändeln.“ Purer Stolz dagegen auf Seiten bei Gerike: „Wie sie auf den ärgerlichen Ausgleich reagiert haben, hat mir sehr gefallen. Sie haben sich den Sieg verdient.“ Ein wichtiger Sieg für die Moral seiner Icefighters, denn am Freitag kommt mit den Tilburg Trappers der nächste Hochkarater in den Kohlrabizirkus (20 Uhr).

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