14. April 2019 / 15:19 Uhr

"Ich bin da – egal wo": Tisserand springt beim VfL Wolfsburg als Rechtsverteidiger ein 

"Ich bin da – egal wo": Tisserand springt beim VfL Wolfsburg als Rechtsverteidiger ein 

Tim Lüddecke
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Rechtsverteidiger? Kein Problem: VfLer Marcel Tisserand. 
Rechtsverteidiger? "Kein Problem": VfLer Marcel Tisserand.  © (c) dpa-Zentralbild
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William verletzt, Paul Verhaegh verletzt: Also lief Marcel Tisserand in Leipzig für den VfL Wolfsburg als Rechtsverteidiger auf. Für den flexiblen Defensivspieler "kein Problem" – zur neuen Saison stellt sich der Klub auf dieser Position ohnehin anders auf.

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Marcel Tisserand musste nicht lange überlegen, als VfL-Trainer Bruno Labbadia am Samstagmorgen zu ihm kam und fragte: „Bist du bereit?“ – „Kein Problem“, entgegnete der 26-Jährige, der eigentlich am liebsten in der Innenverteidigung aufläuft, nun gegen RB Leipzig (0:2) aber in der Wolfsburger Rechtsverteidigung einspringen musste. Stammspieler William fiel wegen Knieproblemen aus und Backup Paul Verhaegh musste mit einer Rippenprellung, die er sich bei einem Zusammenstoß im Abschlusstraining am Freitag zugezogen hatte, ebenfalls passen.

So kam Tisserand zu seinem erst fünften Einsatz in dieser Saison für den VfL, letztmals war das am 11. Spieltag beim 1:2 bei Hannover 96 der Fall – lange her also. „Ich habe einige Monate kein Spiel gemacht, aber ich habe dem Trainer gesagt: Ich bin da, wenn du mich brauchst – egal wo.“ Der Kongolese, der sich mit seiner Nationalmannschaft (Demokratische Republik) als Stamm-Innenverteidiger für den Afrika-Cup im Juni und Juli in Ägypten qualifiziert hat, ist vielleicht der am flexibelsten einsetzbare Wolfsburger Defensivspieler, in der vergangenen Saison absolvierte der Rechtsfuß bereits mehrere Einsätze als Linksverteidiger.

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Die Situation am Samstag erinnerte etwas an den 7. Spieltag bei Werder Bremen (0:2), als er nach langer Verletzungspause (Sehnenriss im Oberschenkel) plötzlich als Ersatz für den relativ kurzfristig ausgefallenen Ignacio Camacho auf der Sechs im defensiven Mittelfeld ranmusste. Auch dort hatte er sich in die Rolle reingefuchst. Doch Tisserand meinte auch: „Das Spiel war schwer – für die ganze Mannschaft, weil das Tempo von Leipzig sehr hoch war.“

DURCHKLICKEN: Die Stimmen zum Spiel RB Leipzig gegen den VfL Wolfsburg

Ibrahima Konate (RB Leipzig): Wir sind sehr glücklich über den Sieg. Wir waren vor allem in der ersten Halbzeit spielerisch richtig stark und haben zwei tolle Tore erzielt. Als Abwehrspieler will ich natürlich zu null spielen. Das ist uns heute wieder gelungen. 15 Spiele ohne Gegentor – das ist schon eine starke Bilanz! Zur Galerie
Ibrahima Konate (RB Leipzig): "Wir sind sehr glücklich über den Sieg. Wir waren vor allem in der ersten Halbzeit spielerisch richtig stark und haben zwei tolle Tore erzielt. Als Abwehrspieler will ich natürlich zu null spielen. Das ist uns heute wieder gelungen. 15 Spiele ohne Gegentor – das ist schon eine starke Bilanz!" ©
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Auf dem rechten Flügel bekam er es meistens mit dem deutschen Nationalspieler Marcel Halstenberg zu tun, der als Außenspieler vor der RB-Dreierkette spielte – und der VfLer ließ nach hinten wenig zu. Nach vorn fehlte ihm aber oft die Bindung zum Spiel und seinen Mitspielern. Vordermann Renato Steffen musste zur Halbzeit mit nur 15 Ballkontakten raus. „Leipzig hatte in der ersten Halbzeit vielleicht zwei Chancen und schießt zwei Tore“, haderte Tisserand etwas. Trainer Labbadia attestierte ihm zumindest, dass „er es ordentlich gemacht hat“ bei seinem Job als Aushilfskraft.

Die Wölfe in Noten: Die Einzelkritik zum Spiel des VfL Wolfsburg bei RB Leipzig

Pavao Pervan: Spiel eins nach der Casteels-Diagnose - und das machte sich bemerkbar. Im Spielaufbau griff Pervan meistens zu langen Bällen. Beim 0:1 machte er sich vergeblich lang, beim 0:2 wurde er klar auf dem falschen Fuß erwischt. Im zweiten Durchgang dann aber verbessert. Note: 3 Zur Galerie
Pavao Pervan: Spiel eins nach der Casteels-Diagnose - und das machte sich bemerkbar. Im Spielaufbau griff Pervan meistens zu langen Bällen. Beim 0:1 machte er sich vergeblich lang, beim 0:2 wurde er klar auf dem falschen Fuß erwischt. Im zweiten Durchgang dann aber verbessert. Note: 3 ©
LESENSWERT

Für die kommende Saison tut sich beim VfL ohnehin einiges auf dieser Position. Der Vertrag des 35-jährigen Oldies Verhaegh wird ebenso wenig verlängert wie der von Sebastian Jung, der in Leipzig erstmals in dieser Saison im Kader stand. Kommen wird Kevin Mbabu von den Young Boys Bern, sofern man sich bei der Ablösesumme (um die sechs Millionen Euro) einig wird – mit dem Spieler ist man sich klar. In einem Interview bei „Ultimo Diez“ sagte der 23-jährige Nationalspieler der Schweiz bereits über einen Wechsel: „Für mich ist es der richtige Moment. Ich glaube, ich habe gezeigt, dass ich meine Chance verdient habe und dass ich das Können habe, um im Ausland zu spielen.“

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