23. Oktober 2019 / 19:16 Uhr

Regeländerungen bei Gehirnerschütterungen rücken näher - das sagt das IFAB

Regeländerungen bei Gehirnerschütterungen rücken näher - das sagt das IFAB

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die UEFA um Präsident Alexander Ceferin (rechts) fordert Regeländerungen, um Spieler besser vor Kopfverletzungen wie der von Christoph Kramer im WM-Finale 2014 zu schützen.
Die UEFA um Präsident Alexander Ceferin (rechts) fordert Regeländerungen, um Spieler besser vor Kopfverletzungen wie der von Christoph Kramer im WM-Finale 2014 zu schützen. © imago/Pro Shots/Montage
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Schon lange sind Behandlungspausen bei Kopfverletzungen ein Thema. Die UEFA hat mehrfach Regeländerungen zum Schutze betroffener Spieler gefordert, um eine bessere Untersuchung während der Partien zu ermöglichen. Jetzt könnte eine Expertengruppe des International Football Association Board Bewegung in die Sache bringen. 

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Eine Expertengruppe des International Football Association Board soll über mögliche Regeländerungen im Fall von Gehirnerschütterungen im Fußball beraten. Eine entsprechende Empfehlung gab das technische Beratergremium des IFAB nach einer Sitzung in Zürich ab. Das Gremium sei übereingekommen, dass bei jedem Lösungsansatz sowohl das Wohl des Spielers als auch die sportliche Fairness berücksichtigt werden müssten, hieß es in einer Mitteilung.

Zuletzt hatte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin eine Überarbeitung der Regeln gefordert, um den Ärzten am Spielfeldrand genügend Zeit für eine Diagnose geben zu können, ohne dabei ein Team entscheidend zu benachteiligen.

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Zusätzlicher Wechsel bei Kopfverletzungen in der Diskussion

In der Vergangenheit hatten benommene Akteure vielfach weiterspielen müssen, wenn die Mannschaft ihr Auswechselkontingent bereits erschöpft hatte. Die UEFA strebt daher Regeländerungen an. In der Diskussion steht zum Beispiel, einen zusätzlichen Wechsel zu erlauben, um einen Spieler vor einer möglichen Gehirnerschütterung zu bewahren. Auch eine temporäre Auswechslung - also eine, die bei Bedarf rückgängig gemacht werden kann, sobald der Akteur gründlich untersucht wurde - steht als Modell im Raum. Bei den Regeländerungen zur Bundesliga-Saison 2019/20 hatten die Gehirnerschütterungen noch nicht im Mittelpunkt gestanden.

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Der Videobeweis hat den Fußball maßgeblich verändert. Vor allem bei Handspielen ist es in der Bundesliga zuletzt immer wieder zu heftigen Debatten gekommen. Zur Saison 2019/20 wurden einige Regelveränderungen vorgenommen, die es Schiedsrichtern und Videoassistenten leichter machen sollen. Der SPORTBUZZER hat die neuen Regeln zusammengefasst. ©

Eines der prominentesten Beispiele für Spieler mit einer Kopfverletzung ist Christoph Kramer, der im WM-Finale 2014, das Deutschland mit 1:0 gegen Argentinien gewonnen hatte, benommen ausgewechselt wurde. Er hatte Erinnerungslücken und hatte den Schiedsrichter nach seiner vorübergehenden Rückkehr aufs Feld gefragt, ob er sich wirklich im Endspiel der Weltmeisterschaft befinde.