03. August 2020 / 23:27 Uhr

IFAB beschließt kuriose Regel: Rote Karte für absichtliches Husten wegen Corona-Pandemie möglich

IFAB beschließt kuriose Regel: Rote Karte für absichtliches Husten wegen Corona-Pandemie möglich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Absichtliches Husten kann zukünftig mit einer Roten Karte geahndet werden.
Absichtliches Husten kann zukünftig mit einer Roten Karte geahndet werden. © imago images/Team 2
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Das Regelgremium IFAB hat aufgrund der Corona-Pandemie eine kuriose Regel beschlossen: Künftig können Schiedsrichter absichtliches Husten oder Niesen mit einem Platzverweis bestrafen. Die Rote Karte soll jedoch im Ermessen des jeweiligen Referees liegen.

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Fußballer können zukünftig auch wegen absichtlichen Hustens in Richtung Schiedsrichter oder anderen Spielern des Feldes verwiesen worden. Das beschlossen die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB). Die neue Richtlinie wurde zum Schutz vor dem Coronavirus in das Regelwerk aufgenommen. Jede Bestrafung liegt aber im Ermessen des Schiedsrichters. Bei zufälligem Husten oder bei einem großen Abstand zwischen den Spielern solle der Schiedsrichter keine Maßnahmen ergreifen, heißt es weiter. Es müsse eine eindeutige Handlung vorliegen.

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Nicht die erste IFAB-Regel wegen Corona-Pandemie

Es ist nicht die erste Regel, die das IFAB wegen der Corona-Pandemie erlässt. Zu Beginn der Pandemie hatten die Regelhüter bereits beschlossen, dass Mannschaften vorübergehend in der Lage sein sollen, in jedem Spiel bis zu fünf Auswechslungen zu tätigen. Mit der Regel sollte vor allem Rücksicht auf die Gesundheit der Spieler genommen werden, damit kein Profi überansprucht wird. Jüngst hatte das IFAB die Regel auch für die kommende Saison gestattet. Ob Ligen und Wettbewerbe sie weiterhin erlauben, bleibt den jeweiligen Verbänden aber selbst überlassen.

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Das IFAB ist das oberste Regel-Gremium im Weltfußball. Es setzt sich aus vier Vertretern des Weltfußballverbands FIFA und je einem Delegierten der nationalen Fußballverbände Englands, Schottlands, Nordirlands und Wales zusammen. Es datiert zurück bis 1884 als die vier Nationalverbände ein gemeinsames Turnier ihrer Nationalmannschaften veranstalten wollten und sich zu diesem Zweck über einheitliche Regeln einig werden mussten.