01. Juni 2020 / 20:26 Uhr

IFAB stellt neue Fußball-Regeln vor: Das sind die wichtigsten Änderungen 2020/21

IFAB stellt neue Fußball-Regeln vor: Das sind die wichtigsten Änderungen 2020/21

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das IFAB hat einige Regeländerungen für den internationalen Fußball beschlossen.
Das IFAB hat einige Regeländerungen für den internationalen Fußball beschlossen. © imago images/Montage
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Änderungen beim Handspiel, Elfmeterschießen und beim Videobeweis: Die Regelhüter der IFAB haben einen neuen Regel-Katalog erarbeitet, der einige kleinere Änderungen beinhaltet. Unter anderem wird die Hand-Regel konkretisiert.

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Neue Regeln im Fußball - und das Mitten in der Saison. Die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) machen auch vor der Corona-Pause in weiten Teilen des internationalen Fußballs nicht halt und haben am Montag ihren Regel-Katalog für die Saison 2020/21 vorgestellt. Gültig sind die neuen Regeln bereits ab dem 1. Juni. Allerdings können Ligen, die sich bedingt durch die Corona-Pandemie noch in der Saison 2019/20 befinden, auch nach den alten Regeln weiterspielen. Das IFAB hatte zuletzt vor dem Neustart der Bundesliga gehandelt und vorübergehend fünf Auswechselungen erlaubt. Ganz so einschneidend sind die nun veröffentlichten Regeländerungen nicht, aber sie könnten für noch mehr Klarheit sorgen. Vor allem beim Handspiel.

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So definierte das IFAB nun, dass die Grenze zwischen Schulter (straffrei) und Arm (potenziell strafbares Handspiel) bei angelegtem Arm unten an der Achselhöhle verläuft. Besonders dem Videoschiedsrichter, der den genauen Kontaktpunkt des Balles sehen kann, dürfte diese Definition zu Gute kommen. Ebenfalls hilfreich: Laut IFAB wird ein Tor durch ein unabsichtliches Handspiel in der Entstehung des Treffers nur noch dann zurückgenommen, wenn das Handspiel unmittelbar vor dem Treffer erfolgt. Wird dagegen nach dem unabsichtlichen Handspiel per Pass oder Dribbling weitergespielt, ist es nicht zu ahnden. So kann sich der VAR ab sofort nur noch auf die Tor-Szene konzentrieren. Das könnte die Entscheidungsfindung nach einem Videobeweis beschleunigen.

Ebenfalls neu in der Kategorie "Handspiel": Spielt ein Verteidiger den Ball absichtlich mit der Hand zu seinem Gegenspieler, der dadurch eigentlich im Abseits stehen würde, liegt ab sofort keine strafbare Abseitsstellung mehr vor.

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IFAB: Videoassistent darf Schiedsrichter Entscheidungshilfe geben

Auch jetzt von der IFAB verbrieft: Der Videoassistent bekommt mehr Mitspracherecht. Fällt dem VAR eine vom Hauptschiedsrichter übersehene klare und offensichtliche Fehlentscheidung auf, darf dieser den Schiedsrichter nun auch bei der Entscheidungsfindung (Ermahnung, Gelbe Karte, Platzverweis, usw.) beraten "wobei stets der Schiedsrichter endgültig entscheidet", schränkte das IFAB ein.

Eine weitere Änderung sieht vor, dass eine zweite Gelbe Karte im Elfmeterschießen nicht mehr zu einem Platzverweis führt. Das Elfmeterschießen gehört in diesem Sinne nicht mehr zum Spiel. Zudem wird ein Strafstoß nicht mehr wiederholt, wenn der Torwart ein ahndungswürdiges Vergehen begangen hat, der Ball aber ohne Eingreifen des Keepers vorbei, drüber oder ans Aluminium geht.