13. Oktober 2019 / 20:06 Uhr

Nach „Like“ für Salut-Jubel: Das sagen Ilkay Gündogan und Emre Can

Nach „Like“ für Salut-Jubel: Das sagen Ilkay Gündogan und Emre Can

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ilkay Gündogan (l.) und Emre Can (r.) haben sich nach ihrem umstrittenen Like für den Salut-Jubel auf Instagram erklärt.
Ilkay Gündogan (l.) und Emre Can (r.) haben sich nach ihrem umstrittenen "Like" für den Salut-Jubel auf Instagram erklärt. © imago images/Depo Photos/Revierfoto/Montage
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Nach ihrem Instagram-„Like“ für ein Foto des umstrittenen türkischen Salut-Jubels haben Ilkay Gündogan und Emre Can Stellung bezogen und sich von politischen Motiven distanziert.

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Ilkay Gündogan wollte mit seinem später zurückgenommenen „Instagram“-Like für ein Foto mit dem umstrittenen Salut-Jubel einiger türkischer Nationalspieler kein politisches Statement abgeben. „Ich habe das Like zurückgenommen, als ich gesehen habe, dass es politisch gewertet wurde“, teilte der Star von Manchester City mit, nachdem er ein entsprechendes Bild des ehemaligen Frankfurter Bundesliga-Profis Cenk Tosun geliked hatte. Mit dem in Wetzlar geborenen Stürmer hatte Gündogan einst gemeinsam für den DFB-Nachwuchs gespielt.

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Gündogan weiter: „Wahr ist, dass ich mich für meinen ehemaligen Teamkollegen aus der DFB-U21 gefreut habe, dass er das Siegtor gemacht hat. Glauben Sie mir: Nach dem letzten Jahr ist das letzte, was ich wollte, ein politisches Statement zu setzen. Ich habe das Like bewusst zurückgenommen.“ Der Nationalspieler hatte vor der WM 2018 wegen eines gemeinsamen Fotos mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan für Unruhe gesorgt, sich später aber von dem Bild distanziert.

Auch Emre Can bezieht Stellung

Neben Gündogan hatte in Emre Can ein weiterer DFB-Kicker das Tosun-Foto, das nach dessen 1:0-Siegtreffer am Freitagabend in der EM-Qualifikation gegen Albanien entstanden war, geliked. Auch Can nahm dies später zurück. Der Juventus-Profi zu Bild: „Ich habe den Post von Tosun, den ich schon lange kenne, beim Scrollen geliked, ohne jegliche Intention und auf den Inhalt zu achten. Ich bin ein absoluter Pazifist und gegen jede Art von Krieg.“

Die Bild berichtet, dass auch der DFB den Vorgang mitbekommen habe. Demnach wolle der Verband nach dem EM-Qualifikationsspiel am Sonntagabend gegen Estland das Gespräch mit Gündogan und Can suchen. Dass "Entliken" des Fotos habe der DFB "als ein erstes Statement zur Kenntnis genommen".

UEFA beschäftigt sich mit Salut-Jubel der Türkei

Auch bei der UEFA wird die Jubel-Geste der Türken diskutiert. Der Verband hat zwar noch kein Verfahren wegen einer möglichen Vermengung von Sport und politischen Positionierungen eröffnet, beschäftigt sich aber mit dem Fall. „Ich habe die Geste, die zweifellos als Provokation gedeutet werden kann, nicht gesehen“, sagte UEFA-Pressechef Philip Townsend der italienischen Nachrichtenagentur ANSA: „Politische Äußerungen sind in den Regularien aber verboten. Deshalb werden wir dem Verdacht definitiv nachgehen.“

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Die türkischen Spieler um Tosun, der seinen Post mit den Worten "Für unsere Nation, vor allem für jene, die für unser Land ihr Leben riskieren" versah, hatten nach dem Tor salutiert und damit möglicherweise einen Gruß an das Militär ihres Landes geschickt. Die Türkei hatte am Mittwoch eine militärische Offensive in Nordsyrien begonnen und dabei mehrere syrische Orte entlang der gemeinsamen Grenze angegriffen. Ankara sieht in den dortigen Kurdenmilizen einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit eine Terrororganisation. International wurde die Offensive größtenteils verurteilt.

Türkische Nationalmannschaft twittert Foto nach Sieg gegen Albanien

Die türkischen Nationalspieler beließen es am Freitag nicht bei ihrem umstrittenen Jubel auf dem Feld. Nach der Partie twitterte die Nationalmannschaft auf ihrem offiziellen Account ein Foto des Teams in ähnlicher Pose. Hier wird der Beweggrund dann deutlich benannt. Der Sieg sei "den tapferen Soldaten und Märtyrern" gewidmet, heißt es in der Beschreibung des Bildes.

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