06. September 2018 / 22:12 Uhr

Auch gegen Frankreich: Immer noch vereinzelte Pfiffe gegen Ilkay Gündogan

Auch gegen Frankreich: Immer noch vereinzelte Pfiffe gegen Ilkay Gündogan

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nationalspieler Ilkay Gündogan wurde vor dem Spiel gegen Frankreich wieder von einigen Fans ausgepfiffen.
Nationalspieler Ilkay Gündogan wurde vor dem Spiel gegen Frankreich wieder von einigen Fans ausgepfiffen. © imago/Contrast
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So ganz haben die deutschen Fans Ilkay Gündogan die Erdogan-Affäre offenbar noch nicht verziehen. Vor und während des Nations-League-Auftakts zwischen Deutschland und Frankreich in München gab es erneut einige Pfiffe gegen den Profi von Manchester City.

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Es ist der Neuanfang der deutschen Nationalmannschaft: Nach der katastrophalen Weltmeisterschaft mit dem peinlichen Vorrunden-Aus startet die DFB-Elf beim Nations-League-Spiel gegen Frankreich in München die Mission Wiedergutmachung. Aber einem Spieler haben die Fans offenbar noch nicht ganz verziehen: Ilkay Gündogan. Der 27-Jährige wurde bei seiner Vorstellung vor dem Spiel gegen den Weltmeister erneut vereinzelt ausgepfiffen - aber wohl nicht aus sportlichen Gründen.

Auch bei seiner Einwechslung in der 66. Minute für Leon Goretzka gab es Pfiffe gegen Gündogan - in ähnlicher Lautstärke wie bei der Vorstellung vor der Partie.

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Gemeinsam mit Mesut Özil hatte Gündogan kurz vor der WM für eine handfeste DFB-Krise gesorgt: Er ließ sich wie Özil mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan bei einem Termin fotografieren, widmete "seinem Präsidenten" sogar sein Trikot. Die Quittung: Sowohl Gündogan als auch Özil wurden von den deutschen Fans beim Test gegen Österreich kurz vor der WM gnadenlos ausgepfiffen. Auch beim letzten Testspiel gegen Saudi-Arabien bekamen sie die Wut der Fans zu spüren.

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Mesut Özil ist nach langem hin und her um sein Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Doch wie hat sich die ganze Affäre eigentlich nochmal zugetragen? Der SPORTBUZZER rekonstruiert mit den wichtigsten Zitaten! Zur Galerie
Mesut Özil ist nach langem hin und her um sein Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Doch wie hat sich die ganze Affäre eigentlich nochmal zugetragen? Der SPORTBUZZER rekonstruiert mit den wichtigsten Zitaten! ©
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Gündogan: "Ich will mich der Situation stellen"

Während Özil nach der WM auch wegen der Erdogan-Affäre zurücktrat, bekannte sich Gündogan zur Nationalmannschaft: "Die WM war leider ein großer Misserfolg. Doch es geht für mich nicht allein um Wiedergutmachung: Ich bin nach wie vor stolz, für Deutschland aufzulaufen", sagte er zuletzt in einem Interview. Die Pfiffe und die Kritik an den Fotos mit Erdogan hätten ihn allerdings getroffen: "Wenn man von vielen so attackiert wird, von den eigenen Fans ausgepfiffen und von einem deutschen Politiker beleidigt wird, dann macht man sich Gedanken. Aber ich will nicht davonlaufen. Ich will mich der Situation stellen."

Für die restlichen Nationalspieler gab es in München dagegen überwiegend positive Reaktionen.

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