23. November 2022 / 16:42 Uhr

Ilkay Gündogan nach WM-Auftaktpleite gegen Japan mit Klartext: "Man hatte nicht das Gefühl, dass..."

Ilkay Gündogan nach WM-Auftaktpleite gegen Japan mit Klartext: "Man hatte nicht das Gefühl, dass..."

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ilkay Gündogan hatte Deutschland zum WM-Auftakt gegen Japan in Führung gebracht. Am Ende blieb nur Frust.
Ilkay Gündogan hatte Deutschland zum WM-Auftakt gegen Japan in Führung gebracht. Am Ende blieb nur Frust. © IMAGO/Action Plus
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Schlechter hätte die WM in Katar für die deutsche Nationalmannschaft kaum beginnen können. Nach der Pleite gegen Japan wird Ilkay Gündogan deutlich und benennt die Mängelliste des DFB-Teams. 

Während die Japaner jubelnd über den Rasen des Khalifa International Stadiums tobten, gab es bei der deutschen Nationalmannschaft leere Gesichter, hängende Köpfe und in die Hüften gestemmte Arme. Mit einer Mischung aus Frust und Fassungslosigkeit verfolgten die DFB-Kicker die nur wenige Meter entfernte Freude des Gegners. Eigentlich hatten sich Manuel Neuer & Co. vorgenommen, diese Gefühle nach dem WM-Auftakt selbst zu erleben. Nach dem 1:2 (1:0) war aber das Gegenteil der Fall. Durch die Niederlage droht nach WM 2018 das nächste Vorrunden-Aus bei einer Weltmeisterschaft.

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Ilkay Gündogan, der nach gut einer halben Stunde per Foulelfmeter noch die Führung erzielt hatte (33.), wurde nach dem verkorksten Start des Turniers in Katar deutlich. "Wir haben es in den Japaner zu einfach gemacht. Gerade das zweite Tor - ich weiß nicht, ob es jemals ein einfacheres Tor bei einer Weltmeisterschaft gab. Das darf nicht passieren. Wir sind hier bei der WM", sagte der 32-Jährige in der ARD und schien sich zusammenreißen zu müssen die Defizite nicht noch konkreter zu benennen oder sogar Namen in den Ring zu werfen.

"Uns fehlen vielleicht auch ein bisschen die Möglichkeiten, von hinten raus zu spielen. Obwohl wir in den Positionen nicht schlecht spielen, fehlt ein wenig die Überzeugung, dass man auch mal den Ball hält und dass man sich bewegt und anbietet", bemängelte der Profi von Manchester City, der in der Startelf den Vorzug vor Leon Goretzka erhalten hatte: Man habe sich nach der Pause "vermehrt auf lange Bälle verlassen", sagte Gündogan: "Die kurzen Pässe, die wir gespielt haben, haben wir relativ schnell verloren." Und mit allem Nachdruck weiter: "Da hatte man nicht das Gefühl, dass jeder den Ball unbedingt haben wollte."

Deutschland in der Einzelkritik gegen Japan

Die deutsche Nationalmannschaft hat gegen Japan enttäuscht. Alle DFB-Spieler hier in der Einzelkritik. Zur Galerie
Die deutsche Nationalmannschaft hat gegen Japan enttäuscht. Alle DFB-Spieler hier in der Einzelkritik. ©

Die beiden Bundesliga-Profis Ritsu Doan (SC Freiburg) und Takuma Asano (83.) drehten schließlich die Partie zu Gunsten des Außenseiters, der nun auf Achtelfinalkurs liegt. Die DFB-Elf, die neben den defensiven Defiziten auch erneut Schwächen im Abschluss offenbarte, darf sich hingegen keinen Ausrutscher mehr erlauben. Am Sonntag geht es gegen Spanien - den Angstgegner.

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