30. März 2020 / 17:14 Uhr

Ilsede erneut im Pech: Verband streicht Relegation

Ilsede erneut im Pech: Verband streicht Relegation

Peter Konrad
Peiner Allgemeine Zeitung
Die Landesliga-Volleyballer der VG Ilsede beenden die Saison zwar auf Rang zwei, aber aufgrund der Corona-Pandemie hat der Verband sich entschieden, den Spielbetrieb einzustellen. Somit gibt es auch keine Relegation für die VG.
Die Landesliga-Volleyballer der VG Ilsede beenden die Saison zwar auf Rang zwei, aber aufgrund der Corona-Pandemie hat der Verband sich entschieden, den Spielbetrieb einzustellen. Somit gibt es auch keine Relegation für die VG. © Isabell Massel
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Im dritten Anlauf sollte er endlich gelingen, der Aufstieg in die Volleyball-Verbandsliga: Doch nun steht fest, dass die VG Ilsede die wegen der Corona-Krise abgebrochene Saison zwar als Zweiter beendet, aber eine Aufstiegsrelegation hat der Verband gestrichen. „Wir sind vom Schicksal echt gebeutelt“, sagt VG-Teamsprecher Christoph Rostkowski.

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Der Tabellenzweite reagierte mit Verständnis aber auch Frust auf den Saison-Abbruch. „Für uns ist das eine Vollkatastrophe“, sagt VG-Teamsprecher Christoph Rostkowski.

Er hatte immer noch die Hoffnung gehegt, „dass zumindest die Aufstiegsspiele stattfinden“, erklärt er. Dass selbige nun seitens des Verbandes gestrichen worden sind, „ist richtig bitter“. Zumal die Ilseder auch in den vergangenen beiden Jahren nicht sonderlich vom Glück begünstigt waren. In der Saison 2017/18 hatte ein Schreibfehler auf dem Spielformular im Derby gegen den SV Lengede fatale Konsequenzen, denn wegen dieses Vergehens wurde der VG-Sieg im Nachhinein in eine Niederlage umgewandelt. Infolgedessen feierten am Ende die Lengeder den Titelgewinn, während die Ilseder die Relegation bestreiten mussten – und diese verloren.

Ein Jahr später war es dann eine Erkältungswelle, die die VG um die Meisterschaft brachte. „Die beiden entscheidenden Partien haben wir verloren, weil einige Spieler krankheitsbedingt ausfielen“, sagt Rostkowski. Und nun sorgt das Corona-Virus dafür, dass die Ilseder auch im dritten Jahr in Folge wiederum knapp scheitern. „Wir sind vom Schicksal echt gebeutelt“, konstatiert Rostkowski. Entsprechend sei auch die aktuelle Stimmung. „Der Frust ist schon groß.“ Und es werde auch eine gewisse Zeit dauern, „bis das alles verarbeitet ist.“

Vorwürfe möchte er den Verbands-Verantwortlichen für deren Entscheidung, die Relegation nicht zu spielen, indes überhaupt keine machen. „Denn eine absolut gerechte Lösung ist in einer solch schwierigen Konstellation nicht möglich. Und derzeit gibt es auch viel Wichtigeres – die Gesundheit hat absolute Priorität“, betont er.

Gänzlich sicher war der zweite Platz ohnehin nicht, da der Kreisrivale aus Stederdorf die VG von diesem Rang noch hätte verdrängen können. „Das wäre aber unwahrscheinlich gewesen, da wir beim Drittletzten in Gifhorn hätten spielen müssen – und ich bin mir sicher, dass wir dort erfolgreich gewesen wären“, sagt Rostkowski. Doch all dem, was hätte sein können, hinterher zu trauern, „bringt uns nicht weiter. Wir müssen uns damit abfinden und in der nächsten Saison einen neuen Versuch starten, in die Verbandsliga zu kommen.“ Wie dieses Vorhaben gelingen könnte, weiß Christoph Rostkowski auch schon. „Meister werden – dann gibt es nämlich keinen Zweifel mehr“, sagt er und lacht.

Regelungen für den Auf- und Abstieg

Der Verbandsspielausschuss des Nordwestdeutschen Volleyball-Verbandes hat die Saison beendet und für die Oberliga bis zur Kreisklasse folgende Auf- und Abstiegsregelungen getroffen:

Die bestehenden Abstiegs- und Aufstiegsregelungen gelten lediglich für diejenigen Mannschaften, die zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs als Aufsteiger beziehungsweise Absteiger eindeutig und nicht mehr änderbar festgestanden haben.

Die Qualifikations- und Relegationsspiele am Ende der Saison 19/20 werden ersatzlos gestrichen.

Mannschaften, die zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs auf einem Abstiegsplatz stehen und rechnerisch noch einen Nicht-Abstiegsplatz erreichen könnten, erhalten das Angebot, für die Saison 20/21 in dieser Klasse zu verbleiben.

Mannschaften, die zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs nicht auf einem Aufstiegsplatz stehen und rechnerisch aber noch eine Platzierung erreichen könnten, die zum Aufstieg berechtigen würde, erhalten das Angebot, zusätzlich in die höhere Klasse aufzusteigen. Dies gilt nur, wenn die Staffelstärke von neun Mannschaften in allen Staffeln der Spielklasse nicht überschritten wird. Der Verbandsspielausschuss entscheidet über die Zulassung für die entsprechende Spielklasse.

Offiziell gibt es keine Meister in der Saison 19/20.