19. Juni 2019 / 11:36 Uhr

Ilyas Bircan – Bezirksliga-Spieler mit drei Einsätzen im DFB-Trikot

Ilyas Bircan – Bezirksliga-Spieler mit drei Einsätzen im DFB-Trikot

Kathrin Lienig
Göttinger Tageblatt
Ilyas Bircan (r., hier gegen den Bilshäuser Xavier Rosenthal) hat eine Halbserie für Tuspo Petershütte gespielt und am Dienstagabend beim Bezirksliga-Aufsteiger SV Rotenberg zugesagt.
Ilyas Bircan (r., hier gegen den Bilshäuser Xavier Rosenthal) hat eine Halbserie für Tuspo Petershütte gespielt und am Dienstagabend beim Bezirksliga-Aufsteiger SV Rotenberg zugesagt. © Helge Schneemann
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Die SPORTBUZZER-Leser haben entschieden: Ilyas Bircan ist der Bezirksliga-Spieler der Saison 2018/19. Der Stürmer von Tuspo Petershütte, der sich auf den Außenbahnen am wohlsten fühlt, setzte sich in der Abstimmung klar durch und landete mit 32 Prozent der abgegebenen Stimmen auf dem ersten Rang vor seinem Mannschaftskameraden Lukas Presch (15 Prozent) und Florian Ringling (11 Prozent) vom Meister SG Bergdörfer.

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Bircan kam zur Winterpause vom Regionalligisten Wacker Nordhausen zu Osterodes Stadtteilverein, für den er von April bis zum Saisonende sieben Treffer erzielte und viele weitere vorbereitet hat. Nach seinen Vorzügen gefragt, zögert er kurz, zählt dann aber auf: „Schnelligkeit, Kampfgeist und ein Auge für meine Mitspieler.“

Erster Trainer war der Vater

Angefangen hat seine Fußball-Laufbahn im Herzberger Heimatverein, für den er in der G- und E-Jugend gespielt hat – mit seinem Vater Yalcin als Trainer. „Ich habe von Anfang an immer mit Älteren zusammen gespielt und mich deshalb auch schnell weiterentwickelt“, erzählt der 19-Jährige. Nächste Station war dann die D-Jugend von Tuspo Petershütte.

Nebenbei hat Ilyas Bircan alle Förderungen durchlaufen: Kreisauswahl, Stützpunkttraining, NFV- und DFB-Auswahl (U15 bis U18). Drei offizielle Einsätze im deutschen Nationaltrikot hatte er in dieser Zeit in Spielen gegen Israel, Italien und die Niederlande. „Als ich bei den Nationalmannschafts-Lehrgängen war, sind natürlich auch größere Vereine auf mich aufmerksam geworden. Ich wurde dann von Eintracht Braunschweig zum Probetraining eingeladen, habe ein Jahr dort gespielt, ehe ich zum 1. Januar 2014 zu Hannover 96 gewechselt bin. Für die „Roten“ war er viereinhalb Jahre aktiv, ist ins Internat gezogen und hat an der KGS Hemmingen den erweiterten Realschulabschluss gemacht.

Bei Wacker Nordhausen nicht wohlgefühlt

Bircans erste Station im Herrenbereich war beim Regionalligisten Wacker Nordhausen, dem er sich im Sommer 2018 angeschlossen hat. Beim mit Aufstiegsambitionen gestarteten Viertligisten lief es nicht wie geplant. Der Trainer, mit dem sich Bircan gut verstanden hat, wurde entlassen, hinzu kam eine Bänderverletzung. Weil er sich in Nordhausen nicht mehr wohlgefühlt und sich das auch herumgesprochen hat, kam ein Angebot vom Tuspo Petershütte. „ Da konnte ich nur schwer ’nein’ sagen. Das war für mich eine Herzenssache.“

Die Entscheidung, zu seinen Wurzeln zurückzukehren, hat Bircan nicht bereut. „Das Team war überragend und die Endphase war total spannend. Wir haben immer geguckt, wie Bergdörfer gespielt hat, hatten die genau im Blick.“ Noch hat seine Mannschaft die Hoffnung, als Tabellenzweiter aufsteigen zu können. Die Entscheidung, ob die Eichsfelder alle für den Aufstieg notwendigen Auflagen erfüllen, ist noch nicht gefallen. „Ich gehe nicht davon aus, dass wir aufsteigen. Wenn ja, wäre es ein super Bonus.“

Nächste Saison beim SV Rotenberg

Ein Bonus, von dem der Offensivspieler nicht mehr profitieren würde. Er hat sich bei Petershütte abgemeldet und sich – was erst am Dienstagabend besiegelt wurde – dem Bezirksliga-Aufsteiger SV Rotenberg angeschlossen. „Daniele Galluzzi hat mich während eines Hallenturniers im Winter einmal angesprochen. Es gab noch viele andere Angebote, aber da hätte ich wieder weiter fahren müssen. Ich werde mich in Zukunft auf meine Ausbildung konzentrieren.“ Was genau das sein wird, steht noch nicht fest. „Ich habe mehrere Optionen, es ist noch offen, wofür ich mich entscheide“, sagt Bircan, der seine Familie, in der auch die Schwester und der Bruder kicken, als „absolut fußballverrückt“ bezeichnet. Sein Herz hängt, nach vielen Jahren in der Landeshauptstadt, noch immer an Hannover 96. „Ich habe mit dem Team gefiebert, dass es nicht absteigt. Und ich habe gelitten, das war nicht schön anzusehen.“

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