13. Oktober 2019 / 11:44 Uhr

Im Achtelfinale ist für Optik Rathenow Endstation

Im Achtelfinale ist für Optik Rathenow Endstation

Detlev Nießner
Märkische Allgemeine Zeitung
Sevcuks
Ilja Sevcuks (l.) hatte nach gut einer Viertelstunde die erste Rathenower Möglichkeit. © Oliver Schwandt
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AOK-Landespokal: Die Mannschaft von Trainer Ingo Kahlisch unterliegt beim Brandenburgligisten SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen mit 2:3.

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Eine Niederlage, die richtig doll wehtut, holte sich der FSV Optik Rathenow im Achtelfinale des AOK-Landespokals beim SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen ab. Nach einer lange Zeit indiskutablen Leistung verabschiedeten sich die Rathenower nach einer 2:3-Niederlage so früh wie lange nicht aus dem Landespokal.

Es lief schon die 79. Minute, als beim Verbandsligisten Eintracht Miersdorf/Zeuthen, dem so langsam die Luft ausging, gleich drei Abwehrspieler am Ball vorbei rutschten. Urplötzlich kam Caner Özcin frei zum Schuss und drosch den Ball meterweit über das Gehäuse. Eine Szene, die symptomatisch für die Partie war. Nie fand Rathenow wirklich Zugriff, Bälle versprangen, Zuspiele kamen nicht an, beim Abschluss wurde gezögert.

Pokal-Sensation in Bildern: Miersdorf/Zeuthen besiegt Optik Rathenow im Landespokal-Achtelfinale.

SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen – FSV Optik Rathenow 3:2 (1:0). Tore: 1:0, 2:0 Niklas Goslinowski (25., 57.), 3:0 Sinisa Kresovic (68.), 3:1 Caner Özcin (82., Handelfmeter), Glodi Zingu (89.). Zuschauer: 280. Zur Galerie
SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen – FSV Optik Rathenow 3:2 (1:0). Tore: 1:0, 2:0 Niklas Goslinowski (25., 57.), 3:0 Sinisa Kresovic (68.), 3:1 Caner Özcin (82., Handelfmeter), Glodi Zingu (89.). Zuschauer: 280. © Oliver Schwandt
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Als Ilja Sevcuks nach gut einer Viertelstunde den ersten Schuss auf den Kasten von Keeper Sebastian Vogel abgab, hatten die Gastgeber schon mehrfach ihre Aktionen zu Ende gebracht. Auch wenn anfangs alles drüber oder vorbei flog, mehr Gefahr beschworen sie allemal herauf. Zweimal bekam Optik den Ball nicht weg, beim dritten Versuch traf Torjäger Niklas Goslinowski direkt ins linke untere Eck - schon stand es 1:0. Für den Rest der ersten Halbzeit sah es so aus, als würde das Optik ein bisschen wachrütteln. „Aber als Regionalligist musst du dann eine von vier Gelegenheiten auch mal nutzen“, so Ingo Kahlisch, der seine Mannschaft „offen wie ein Scheunentor“ sah.

Niklas Goslinowski schnürt nach einer Stunde seinen Doppelpack

Leichtfertig reagierte seine Hintermannschaft nach einer knappen Stunde auf einen Ballverlust. Goslinowski behielt im Eins-gegen-Eins die Nerven und erhöhte auf 2:0. Fast schon slapstickhafte Züge trug der dritte Gegentreffer. Nach einem abgewehrten Versuch wäre der Miersdorfer Nachschuss deutlich am Tor vorbeigegangen. Die Innenverteidigung des FSV versuchte statt den Abstoß mitzunehmen, das Leder noch vor der Torauslinie wieder nach vorne zu befördern. Ohne jede Mühe staubte Sinisa Kresovic aus kürzester Entfernung ab. „Wir haben bei allen drei Toren mitgeholfen“, so der Rathenower Trainer.

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Wenn man Optik etwas zugute halten darf, die Mannschaft gibt auch in solch aussichtslosen Situationen nicht auf. Matthias Bagola rettete zwei Mal für seinen Torhüter, einmal jedoch regelwidrig mit dem Arm. Den fälligen Strafstoß verwandelte Caner Özcin mit etwas Glück. In der 89. Minute endlich einmal Entschlossenheit bei Optik. Glodi Zingu setzte seinen Gegenspieler unter Druck. So konnte er das Leder am Torhüter vorbei ins Netz spitzeln. Eine echte Chance erzwang das Team in den, inklusive Nachspielzeit, letzten vier Minuten dann aber nicht mehr.

Ingo Kahlisch zeigt sich enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft

„Wer mich kennt, weiß, das ich heute vollkommen enttäuscht bin“, meinte Ingo Kahlisch. „Natürlich kann diese Mannschaft nicht Woche für Woche hundert Prozent gehen, haben wir in den letzten Wochen Substanz gelassen. Aber mit siebzig Prozent sind wir gegen einen defensiven Gegner nicht in der Lage, diesen auszuspielen. Hinten machen wir leichte Fehler, vor allem in unserer blutjungen Innenverteidigung. Und vorne setzen wir uns überhaupt nicht durch. Niederlagen gehören zum Sport genauso wie Erfolge, aber wir müssen die richtigen Lehren daraus ziehen.“

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